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Coburg

FW will Dirk Ruppenstein

Die Freie Wählergruppe Itzgrund setzt bei der Wahl im März auf einen gemeinsamen Bürgermeister- Kandidaten mit der SPD. Ansonsten plant man aber eigene Aktivitäten.



Kaltenbrunn - Die Hauptversammlung der Freien Wählergruppe (FW) Itzgrund stand diesmal ganz im Zeichen der Wahlen am 15. März 2020. Wie Vorsitzender Matthias Bauer bei der Veranstaltung im Saal des "Bräu-stübla" in Kaltenbrunn hervorhob, kämen in nächster Zeit einschneidende personelle Veränderungen auf die Gemeinde Itzgrund zu. Der amtierende Bürgermeister stelle sich nicht mehr zur Wahl und der sachkundige Geschäftsführer ziehe sich in den Vorruhestand zurück.

Termine

Am Freitag, 22. November, 20 Uhr, wird im "Bräustübla" Kaltenbrunn die Nominierungs-Versammlung der FW stattfinden. Weitere bisher feststehende Wahlveranstaltungen: Welsberg (18. Februar), Schottenstein (20. Februar), Gleußen (3. März), Kaltenbrunn (4. März).


Zwei Leitungsfunktionen würden demnach vakant. Aus der Sicht der FW kann der Übergang "mit Seiteneinsteigern und Neulingen" nicht geschafft werden. Deshalb sei die Wahl der Gruppierung auf Dirk Ruppenstein als Kandidat gefallen, der als Kämmerer die Verhältnisse der Gemeinde seit zwölf Jahren bestens kenne. Der Verwaltungsfachmann habe hohe Kompetenz im Bereich Haushalt, was speziell für die kommenden Jahre immens wichtig sein werde, stellte der Vorsitzende fest. Einziger Wermutstropfen sei, dass er als Parteiloser nicht auf der Gemeinderatsliste stehe. Doch diese Tatsache müsse man sich mit der SPD teilen, die Ruppenstein ebenfalls als Kandidat auserkoren habe.

Nach den Berichten und der Entlastung für die Kassiererin mussten neue Kassenprüfer gewählt werden. Die Versammlung entschied sich für Harald Pfaff, Ralf Mahr und Kathleen Hagemann (Ersatz). Bevor die anstehende Kommunalwahl ins Visier genommen wurde, stimmte die Versammlung einstimmig für eine kleine Satzungsänderung, die den Datenschutz betrifft.

Parteidenken aufbrechen

Dass FW und SPD den gleichen Bürgermeister-Kandidaten unterstützen, "heißt noch lange nicht, dass wir uns mit der SPD zusammenschließen, wie es teilweise in der Gemeinde gestreut wird", stellte Bauer fest. Die gemeinsame Nominierung solle zeigen, "dass uns das Gemeindewohl wichtiger ist als kommunalpolitische Querelen." Man sehe die gemeinsame Unterstützung als einen ersten Schritt, Parteidenken aufzubrechen - zugunsten einer pragmatischen, Gemeinwohl orientierten Politik. Dirk Ruppenstein werde von beiden Gruppierungen als parteiloser, unabhängiger Bürgermeister-Kandidat unterstützt.

"Und noch etwas", betonte Vorsitzender Matthias Bauer, "er finanziert seinen Wahlkampf selbst, um auch in dieser Hinsicht unabhängig zu bleiben."

Angesprochen wurde bei der Versammlung auch, dass sich Bürger daran stoßen würden, dass Ruppenstein nicht im Itzgrund wohne. Denen teilte Bauer mit: "Es werden in der Zukunft vermehrt hohe finanzielle Hürden auf uns zukommen. Deshalb ist es uns wichtig, jemand aufs Schild zu heben, der sich mit Zahlen bestens auskennt. Dies ist jedenfalls besser als jemanden vorzuschlagen, der von der Materie keine Ahnung hat, aber im Itzgrund wohnt."

Ebenso brauche es kompetente Kandidaten für die 14 Personen umfassende Gemeinderatsliste. Die im Vergleich zur vorherigen Wahl wegfallenden Personen gelte es, adäquat zu ersetzen. Im Moment sehe es so aus, stellte der Vorsitzende fest, dass viele motivierte Bürger - auch zahlreiche jüngere Menschen - dafür bereit seien. Das Ziel solle es sein, ein ähnlich gutes Ergebnis wie 2014 zu erreichen. In der Zwischenzeit sei ein Wahlkampf-Team gebildet worden. Ein weiteres Team aus Mitgliedern der FW und SPD werde für Terminabsprachen und dergleichen verantwortlich sein.

Autor

Norbert Karbach
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Veröffentlicht am:
20. 10. 2019
18:30 Uhr

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Autor

Norbert Karbach

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Veröffentlicht am:
20. 10. 2019
18:30 Uhr



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