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Coburg

"Fahrrad-Parkhaus" für Coburg

In der Schenkgasse steht eine alte Scheune. Das Gebäude war bis Dienstag dem Verfall preisgegeben. Jetzt wird es neu genutzt. Der Umbau markiert den Beginn des Projekts "Steinweg-Vorstadt".



Die alte Scheune in der Schenkgasse 1 - das Gebäude liegt gegenüber dem Gasthaus "Gurgala" am Parkhaus Post - wird zum ersten "Fahrrad-Parkhaus" Coburgs umgebaut. Das hat der Finanzsenat am Dienstag beschlossen.	Foto: Braunschmidt
Die alte Scheune in der Schenkgasse 1 - das Gebäude liegt gegenüber dem Gasthaus "Gurgala" am Parkhaus Post - wird zum ersten "Fahrrad-Parkhaus" Coburgs umgebaut. Das hat der Finanzsenat am Dienstag beschlossen. Foto: Braunschmidt  

Coburg - Der Finanzsenat des Stadtrats hat am Dienstag den Bau des ersten "Fahrrad-Parkhauses" in Coburg beschlossen. Es entsteht in einer alten Scheune in der Schenkgasse 1. Sie ist die letzte ihrer Art in der Steinweg-Vorstadt und findet sich gegenüber dem Gasthaus "Gurgala" am Parkhaus Post.

Tagesticket und Jahreskarte

Das Tagesticket in der "Fahrrad-Scheune" in der Schenkgasse wird 50 Cent kosten, das Vier-Wochen-Ticket 7,50 Euro und die Jahreskarte 70 Euro. Darüber informierte Ullrich Pfuhlmann, Technischer Leiter der Wohnbau Stadt Coburg, den Finanzsenat. Den Jahreserlös aus dem Betrieb des Parkhauses hat die Wohnbau mit 5500 Euro errechnet. "Das bedeutet ein kleines Defizit bei den Kosten, aber das sollten wir tragen, um den Fahrradverkehr zu fördern", sagte Pfuhlmann.

 

Das erste "Fahrrad-Parkhaus" Coburgs bietet Raum für bis zu 68 Zweiräder. Ein Teil der Plätze soll an Bewohner der Steinweg-Vorstadt vermietet werden, der andere wird für Tages- und Kurzzeitnutzer vorgehalten. Untergebracht werden können Lastfahrräder und Fahrradanhänger. Installiert werden eine Self-Service- und Luftfüllstation, 18 Schließfächer und sechs Akku-Ladestationen.

 

In der Nähe der Scheune befinden sich Bushaltestellen sowie das Parkhaus Post. Das erleichtere im innerstädtischen Verkehr den Umstieg vom Auto auf das Rad.

 

In der Diskussion um die Nutzung der Fachwerk-Scheune, deren Zustand mit "desolat" beschrieben wird, war unstrittig, dass die Instandsetzung und die neue Verwendung als Abstellplatz für knapp 70 Fahrräder sinnvoll sind. Vor allem, weil Senat und Bauverwaltung erwarten, dass das Parkhaus für Zweiräder die Steinweg-Vorstadt als Wohnort für junge Menschen, von denen immer mehr vom Auto aufs Rad umsteigen, attraktiver macht.

 

Mit Gesamtkosten von 303 360 Euro ist das Projekt auf den ersten Blick teuer. Beim genauen Hinsehen relativiert sich der Betrag, den die Stadt zahlen muss. Denn das bayerische Bauministerium begrüßt das Vorhaben und hat es in ein Sonderprogramm aufgenommen. Das bedeutet eine Förderung pro Stellplatz von bis zu 75 Prozent. "Wir haben mit unserem ,Fahrrad-Parkhaus‘ den Nagel auf den Kopf getroffen", sagte Ullrich Pfuhlmann, Technischer Leiter der Wohnbau Stadt Coburg, zu dieser hohen Zuschussquote.

Er betonte, dass die Wohnbau mit dem Herrichten der Scheune, die Eigentum der Stadt ist, so bald wie möglich beginnen möchte: "Wir wollen zeigen, dass es im Sanierungsgebiet ,Steinweg-Vorstadt‘ vorangeht." Das unterstrich Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD): "Es ist wichtig, dass die Coburger sehen, es geht im Steinweg mit der Sanierung los. Deshalb sollten wir das Projekt zügig vorantreiben."

Gerhard Amend (CSB) ergänzte, es mache Sinn, solche Parkhäuser in allen Stadtteilen zu errichten, "wenn ich sehe, wie viele Fahrräder dort herumstehen. Wolf-Rüdiger Benzel (parteilos) ergänzte, der Arbeitskreis "Fahrrad" sollte Amends Vorschlag aufnehmen. Wenn die Stadt wolle, dass Menschen vom Auto aufs Fahrrad umsteigen, "dann müssen wir auch Abstellplätze schaffen".

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Wolfgang Braunschmidt

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Veröffentlicht am:
16. 07. 2019
18:30 Uhr

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Wolfgang Braunschmidt

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16. 07. 2019
18:30 Uhr



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