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Coburg

Fall Bilal Y.: Busch bittet Herrmann um Hilfe

Innenminister soll sich um den Fall Bilal Y. kümmern. Abschiebung müsste nach Ansicht des Abgeordneten neu geprüft werden.



Deutschland hat am Mittwoch, 31. Juli, 45 abgelehnte Asylbewerber vom Flughafen Leipzig-Halle mit einem Sonderflug in ihr Heimatland Afghanistan abgeschoben. Polizeibeamte begleiteten die Flüchtlinge in ein Charterflugzeug, das in Afghanistans Hauptstadt Kabul landete.
Deutschland hat am Mittwoch, 31. Juli, 45 abgelehnte Asylbewerber vom Flughafen Leipzig-Halle mit einem Sonderflug in ihr Heimatland Afghanistan abgeschoben. Polizeibeamte begleiteten die Flüchtlinge in ein Charterflugzeug, das in Afghanistans Hauptstadt Kabul landete.   Foto: Michael Kappeler/dpa

Coburg - Landtagsabgeordneter Michael Busch (SPD) hat Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann (CSU) gebeten, sich des Falls Bilal Y. anzunehmen. Der junge Afghane, der bei seinem Bruder in Neustadt bei Coburg lebt, sollte am 31. Juli abgeschoben werden, hat sich dem aber entzogen.

Der Coburger Abgeordnete schreibt, der 18-Jährige aus Loger in Afghanistan halte sich seit Oktober 2015 in Deutschland auf. Hier habe er am 14. Dezember 2015 einen Asylantrag gestellt. Dieser wurde mit Bescheid des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) am 2. Februar 2017 abgelehnt. Die "Flüchtlingseigenschaft" sowie der subsidiäre Schutz seien dem jungen Mann nicht zuerkannt worden, "sodass Herr Y. nach meiner Kenntnis nun abgeschoben werden soll".

Michael Busch verweist auf die Erklärung von Minister Herrmann, dass das Landesamt für Rückführung jeden Einzelfall genau prüfe und Geflüchtete, die ein Ausbildungsangebot haben, "nicht notwendigerweise abgeschoben werden". Bilal Y. habe die deutsche Sprache gelernt und erfolgreich die Mittelschule abgeschlossen. Darüber hinaus seien ihm nach einigen Praktika in unterschiedlichsten Unternehmen "stets sehr gute Leistungen bescheinigt" worden. Am 1. September, vor dem Ende seiner Aufenthaltsgestattung für Deutschland bis zum 21. November 2019, könne der 18-Jährige eine Ausbildung beim Brauereigasthof Grosch in Rödental antreten.

Eine vorzeitige Abschiebung von Bilal Y., ohne Prüfung seines am
1. August bei der Zentralen Ausländerbehörde in Bayreuth gestellten Antrags auf Erteilung einer Ausbildungsduldung, "erschließt sich mir daher nicht", schreibt der SPD-Abgeordnete.

Er fragt, ob in diesem Fall "die Möglichkeit einer erneuten Prüfung der Abschiebung (...) zugunsten einer Duldung für die für die im Ausbildungsvertrag bestimmte Dauer der Berufsausbildung" besteht.

Die Staatsregierung fördere gemeinsam mit der bayerischen Wirtschaft und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit die Integration in Ausbildung und Arbeit und erkenne sie als einen zentralen Baustein für gelingende Eingliederung an, "um Menschen mit Fluchthintergrund zu ermöglichen, ihren Lebensunterhalt selbst zu finanzieren und in unserer Gesellschaft anzukommen", betont Michael Busch. Er bittet Innen- und Integrationsminister Herrmann, sich persönlich des Falls Bilal Y. anzunehmen und eine "gelungene Integrationsleistung" nicht nur des 18-jährigen Afghanen, "sondern auch von denjenigen zu würdigen, die täglich die Voraussetzungen für gelungene Integration schaffen". Busch bietet Herrmann an, "selbstverständlich jederzeit für ein persönliches Gespräch zur Verfügung zu stehen".

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Wolfgang Braunschmidt

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Veröffentlicht am:
06. 08. 2019
17:02 Uhr

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Wolfgang Braunschmidt

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Veröffentlicht am:
06. 08. 2019
17:02 Uhr



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