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Coburg

Fast am Ziel

Bis zur letzten Minute arbeiten Heerscharen von Handwerkern auf der Baustelle. Am Freitag wird die neue Kulturhalle in Witzmannsberg eröffnet.



Lagebesprechung: Bauamtsleiter Marten Büttner, Architekt Claus Glodschei und Bürgermeister Martin Finzel (von links) begutachten die Fortschritte.
Lagebesprechung: Bauamtsleiter Marten Büttner, Architekt Claus Glodschei und Bürgermeister Martin Finzel (von links) begutachten die Fortschritte.   » zu den Bildern

Witzmannsberg - Den Wettlauf gegen die Zeit haben Planer und Handwerker doch noch gewonnen: Die von Bürgermeister Martin Finzel vorgesehene Eröffnung der neuen Kulturhalle am ehemaligen Freizeitzentrum in Witzmannsberg kann am Freitag stattfinden (siehe Infokasten). Möglich gemacht hat das ein Kraftakt der Handwerker, die sich seit Anfang September - auch an den Wochenenden - auf der Baustelle die Klinke in die Hand gaben. "Die Halle wird bis auf kleinere Rest- und Verschönerungsarbeiten fertig", zollt Finzel den am erfolgreichen Endspurt beteiligten Firmen und Mitarbeitern ein großes Lob.

Vom Bad zur Kulturhalle

Das Freizeitzentrum Witzmannsberg entstand 1978 im Zuge der Gebietsreform. Zum Komplex gehörten Hallenbad, Sauna, Kulturhalle, Restaurant sowie ein Außenbereich mit Tennisplätzen, Minigolfanlage und Wanderwegen. Wegen nicht mehr behebbarer technischer Mängel wurde das Hallenbad im Juli 2013 geschlossen.

Im weiteren Verlauf entstanden Pläne, das Freizeitzentrum zu erhalten und das ehemalige Lehrschwimmbecken zu einer Kulturhalle mit Restaurantbetrieb umzubauen. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinderat im Dezember 2015.

 

Eröffnungsprogramm

Die offizielle Eröffnung ist am Freitag um 16 Uhr für geladene Gäste und Fördermittelgeber.

Mit dem Partnerschaftsabend "Über alle Grenzen hinweg" geht am gleichen Tag um 19 Uhr die Premierenveranstaltung in der Kulturhalle über die Bühne. Mit von der Partie sind Vertreter und Musikkapellen aus den Gemeinden Ahorn, Eisfeld und Irdning-Donnersbachtal. Der Eintritt ist frei.

Am Samstag, 12. Oktober, gibt es von 15 bis 18 Uhr einen Tag der offenen Tür. Zum Programm gehören unter anderem Führungen, Gewinnspiel, Ideenwettbewerb und eine Fotoausstellung.

 

 

Lange stand hinter dem anvisierten Eröffnungstermin ein dickes Fragezeichen. Die hohe Auslastung der Bau- und Handwerksbetriebe, verzögerte Lieferungen, erfolglose Ausschreibungen, überhöhte Preisangebote sowie die eine oder andere bauliche Überraschung hatten den Kulturhallen-Zeitplan kräftig ins Wanken gebracht. Umso erleichterter ist der Bürgermeister, dass dank der Heerscharen von Handwerkern doch noch eine Punktlandung gelungen ist, wenngleich bis Freitag noch jede Menge Arbeit anfällt.

 

Neu und doch vertraut: "Bei der Planung war es uns wichtig, die Seele des Gebäudes zu erhalten", erläutert Finzel die Intention des Ahorner Gemeinderats. Deshalb werden die Gäste viel vom ursprünglichen Charakter des alten Freizeitzentrums wiederfinden. So wurde beispielsweise das Klinkermauerwerk saniert, das Wandmosaik des ehemaligen Schwimmbads komplett erhalten und die Gebäudestruktur beibehalten. Neu ist die mit modernster Licht- und Bühnentechnik ausgestattete Halle. Mit einer Kapazität von mehreren Hundert Besuchern (bis zu 300 bei Bestuhlung) ermöglicht sie größere und überregionale Veranstaltungen.

Mit der Eröffnung nimmt auch das komplett sanierte Waldrestaurant "Drei Eichen" den Betrieb auf. Alle Räume wurden neu gestaltet, gleiches gilt für Sanitärbereich und Küchentrakt. Für die Gastronomie zuständig sind Angelika Tetzlaff und Torsten Bauer als Pächter. Bis vor Kurzem betrieb das Duo ein Restaurant in der Nähe von Bad Wörishofen. Der Hauptraum bietet Platz für bis zu 70 Personen. Der Vereinsraum (30 Plätze) kann auch für Familienfeiern gebucht werden. Zudem gibt es im Außenbereich einen großzügig angelegten Biergarten.

Bürgermeister und Räte wünschen sich, dass sich die neue Kulturhalle zu einem pulsierenden Ort der Gesamtgemeinde und darüber hinaus entwickelt. "Wir haben viel investiert und setzen darauf, dass das Angebot angenommen und genutzt wird", sagt Martin Finzel. Seinen Angaben zufolge sind die ersten Musik- und Kabarettveranstaltungen bereits ausgebucht und weitere (Jahreskonzert "Bergesklänge Witzmannsberg", Sänger- und überregionale Vereinstreffen, sieben Auftritte der "Trächer Laienspieler") fest verplant.

Apropos Geld: Die Umsetzung des Projekts war nur durch Förderprogramme der ländlichen Entwicklung möglich. So flossen für die Kulturhalle aus dem europäischen Eler-Fonds 602 000 Euro. Auch für Restaurant, Abriss und Neugestaltung des Außenbereichs erhielt Ahorn einen sechsstelligen Betrag. Wie hoch der Eigenanteil der Gemeinde ist, bleibt vorerst offen. Finzel: "Noch sind nicht alle Arbeiten abgerechnet."

Während mit der Kulturhallen-Eröffnung am Freitag ein Schlussstrich unter den ersten Bauabschnitt gezogen werden kann, stehen im Außenbereich noch weitere Etappen an. Dazu gehört ein attraktiver Spielplatz auf dem Areal der ehemaligen Minigolfanlage. Der bisherige wurde verkauft, der Erlös für die Finanzierung des Neubaus verwendet. Veränderungen sind auch im Bereich der Tennisanlagen vorgesehen - Maßnahmen, die das Amt für ländliche Entwicklung ebenfalls mit beachtlichen Förderquoten unterstützt. Finzel: "Wir sind zwar fast schuldenfrei. Aber ohne diese Mittel hätten wir das Projekt nicht stemmen können."

Autor
Christoph Scheppe

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Veröffentlicht am:
08. 10. 2019
17:44 Uhr

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Christoph Scheppe

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08. 10. 2019
17:44 Uhr



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