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Flensburg prüft Feuerwehr-Unfall

Das Kraftfahrtbundesamt unternimmt Schritte, um konstruktive Mängel am Fahrzeug aufzudecken. Es kann zu Rückruf oder einer Warnung kommen.



Im August 2017 ist ein Tanklöschfahrzeug der Coburger Feuerwehr in der Neustadter Straße verunglückt. Jetzt hat sich das Kraftfahrtbundesamt in das Verfahren eingeschaltet.	Archivbild: Steffen Ittig
Im August 2017 ist ein Tanklöschfahrzeug der Coburger Feuerwehr in der Neustadter Straße verunglückt. Jetzt hat sich das Kraftfahrtbundesamt in das Verfahren eingeschaltet. Archivbild: Steffen Ittig  

Coburg/Flensburg - Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat eine Untersuchung nach dem Produktsicherheitsgesetz gegen den Hersteller des Tanklöschfahrzeugs eingeleitet, das in Coburg verunglückt ist. Das bestätigte die Pressestelle der Behörde am Montag auf Anfrage der Neuen Presse. Damit ist der erste Schritt getan, um etwaige konstruktive Mängel an dem 18-Tonner des Typs "TLF 20/40 S" aufzuklären, in dem im August 2017 ein junger Feuerwehrmann bei einem Unfall gestorben ist.

Das Produktsicherheitsgesetz wird von der Flensburger Behörde als abgestuftes Eingriffsinstrumentarium betrachtet, um dem Vertrieb gefährlicher Produkte zu begegnen, heißt es dazu von der Pressestelle. Am Ende des Prüfverfahrens kann eine Rückrufaktion stehen, bei der beispielsweise die Hersteller beanstandeter Fahrzeuge verpflichtet werden, bestimmte Teile auszutauschen oder Konstruktionen nachzubessern. Das Kraftfahrtbundesamt kann aber auch eine öffentliche Warnung vor einem Produkt aussprechen.

Bevor das KBA eingreift, räumt es üblicherweise dem Hersteller die Möglichkeit zum Handeln ein. Nur wenn dieser nicht sicherstellt, dass gefährliche Produkte vom Markt verschwinden, unternimmt das KBA weitere Schritte. Die Sicherstellung und Vernichtung gefährlicher Bauteile oder Fahrzeuge ist die höchste Eskalationsstufe, die die Flensburger Behörde kennt. Damit das KBA überhaupt tätig wird, müsse zunächst sichergestellt werden, dass eine ernste Gefährdung vorliegt. Ein Baustein dafür kann das Gutachten sein, das nach dem Unfall in Coburg angefertigt wurde und das den Fahrer des Feuerwehrautos frei von Schuld spricht. Sollte es zu einer Rückrufaktion für baugleiche Feuerwehrautos kommen, veröffentlicht dies das KBA.

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Norbert Klüglein

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Veröffentlicht am:
12. 02. 2018
22:21 Uhr

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Norbert Klüglein

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12. 02. 2018
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