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Coburg

Flexibel bei Ganztagsangeboten

Im Kreis Coburg stehen viele Plätze zur Verfügung. Falls sie dennoch nicht ausreichen sollten, soll nachjustiert werden.



Coburg - Mit einer erfreulichen Nachricht wartete Kreisjugendpflegerin Susanne Lange in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend und Familie des Landkreises Coburg auf. Dem Gremium erläuterte sie, dass im Landkreis Coburg für die bevorstehenden Sommerferien etwa 720 Betreuungsplätze mit Ganztagesbetreuung und 680 Plätze im Bereich der offenen Ferienprogrammangebote (Tagesaktivitäten) zur Verfügung stehen. Das Sonderprogramm der Stadt Bad Rodach ist hierbei noch nicht mit eingerechnet, da man hier noch auf die Bewilligung seitens des Ministeriums warten muss (die NP berichtete).

Weiter informierte Susanne Lange darüber, dass das Ganztagesangebot durch Betreuungsplätze der Kinderbetreuung "for you" ergänzt wird. "Durch Kooperation von Jugendpflege und Nachmittagsbetreuung ist es möglich, dass auch externe Kinder per Vertrag an den Angeboten dieser Einrichtung partizipieren können", so die Kreisjugendpflegerin weiter. Zufrieden stellte sie fest, dass die Bedarfszahlen für den Landkreis Coburg abgedeckt werden konnten und man in der Lage sei, eine Vielzahl von Ferienfreizeitangeboten zur Verfügung zu stellen. Abschließend hielt sie fest, dass die kommunale Jugendarbeit des Landkreises Coburg sehr gut auf den Fall vorbereitet ist, falls die Nachfragen nach Betreuungsplätzen wider Erwarten in die Höhe schnellen sollten.

Eine umfassende Zusammenfassung über die Auswirkung der Corona-Pandemie in der Kinder- und Jugendhilfe des Landkreises Coburg gab die Leiterin des Kreisjugendamtes, Angelika Sachtleben, ab. Sie arbeitete in ihrem Bericht unter anderem heraus, dass am Anfang der Pandemie im Bereich der Kinderbetreuung nur etwa zwei Prozent der Mädchen und Jungen eine Notbetreuung beanspruchten. "In der Schlussphase waren es 60 Prozent", so Sachtleben. Vor besondere Herausforderungen wurde nach ihren Worten die Wahrnehmung des Kindesschutzes gestellt: "Kindeswohlsichernde Instanzen wie Schule oder Kindertagesstätte, Mittagsbetreuung und Vereine fielen weg." Die Mitarbeiter in den Sozialräumen überprüften Familien im Hinblick auf Gefährdungsmerkmale und entschieden dann in Absprache mit den Vorgesetzten, ob ein telefonischer oder persönlicher Kontakt stattfindet. Nicht unerwähnt ließ sie, dass das Corona-Virus auch erhebliche Auswirkungen auf die Maßnahmen im Rahmen der Jugendgerichtshilfe hat. So konnten gerichtlich verhängte Arbeitsweisungen nicht umgesetzt werden. "Die Einsatzstellen können den Rückstau und zusätzlich neue Zuweisungen nicht abdecken", so Sachtleben. Auf Nachfrage von Dagmar Escher (Bündnis90/Die Grünen) vom 28. April äußerte sie sich zum Thema "Jugendhilfemaßnahmen im Ausland". Angelika Sachtleben betonte, dass ganz strenge gesetzliche Vorgaben erfüllt sein müssen, bevor eine solche Maßnahme umgesetzt werden kann. In den letzten zehn Jahren wurden aus dem Landkreis demnach sieben Kinder und Jugendliche in Auslandsmaßnahmen verschiedener Träger innerhalb der EU untergebracht, von denen sich noch drei im Ausland befinden. Den vier Rückkehrern attestierte sie eine sehr positive soziale Entwicklung.

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Martin Rebhan
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Veröffentlicht am:
15. 07. 2020
18:12 Uhr

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Autor

Martin Rebhan

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Veröffentlicht am:
15. 07. 2020
18:12 Uhr



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