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Coburg

Flugplatz bei Neida steht auf der Kippe

Die Brandensteinsebene in Coburg soll über das Jahr 2020 hinaus für Geschäftsflugzeuge genutzt werden. Gleichzeitig wird geprüft, ob in Bamberg Instrumentenflugbetrieb möglich ist.



Die Ausnahmegenehmigung für Starts und Landungen von Geschäftsflugzeugen im Instrumentenflugbetrieb auf der Brandensteinsebene in Coburg läuft am 31. Dezember 2019 aus. Jetzt wird geprüft, ob die Sonderregelung in eine Dauerlösung umgewandelt und auf dem Flugplatz Breitenau bei Bamberg die Technik für den Instrumentenflug installiert werden kann. Dann könnten in Coburg weiterhin propellergetriebene Geschäftsflugzeuge wie die Pilatus der Schumacher-Gruppe (Bild) starten und landen, während Bamberg-Breitenau für Jets geeignet wäre.	Foto: NP-Archiv
Die Ausnahmegenehmigung für Starts und Landungen von Geschäftsflugzeugen im Instrumentenflugbetrieb auf der Brandensteinsebene in Coburg läuft am 31. Dezember 2019 aus. Jetzt wird geprüft, ob die Sonderregelung in eine Dauerlösung umgewandelt und auf dem Flugplatz Breitenau bei Bamberg die Technik für den Instrumentenflug installiert werden kann. Dann könnten in Coburg weiterhin propellergetriebene Geschäftsflugzeuge wie die Pilatus der Schumacher-Gruppe (Bild) starten und landen, während Bamberg-Breitenau für Jets geeignet wäre. Foto: NP-Archiv  

Coburg/Bamberg - Der Neubau eines Verkehrslandeplatzes bei Neida im Landkreis Coburg steht auf der Kippe. Gegenwärtig laufen Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium, die Ausnahmegenehmigung für den Instrumentenflugbetrieb (IFR) mit Geschäftsflugzeugen auf der Brandensteinsebene in Coburg, die am 31. Dezember 2019 ausläuft, über dieses Datum hinweg in eine dauerhafte Lösung umzuwandeln. Dann könnten dort weiterhin moderne, propellergetriebene Geschäftsflugzeuge, wie sie beispielsweise die Unternehmen Brose, Kapp und Schumacher einsetzen, ohne Einschränkungen starten und landen. Voraussetzung ist, dass die Anflugbefeuerung Richtung Osten verlängert wird. Dass dies möglich ist, hat die Regierung von Mittelfranken, bei der das Luftamt Nordbayern als Genehmigungsbehörde angesiedelt ist, bereits bestätigt.

Damit verbunden wäre, die seit 2011 geltende Ausnahmegenehmigung für die Nutzung von Sicherheitsflächen für Flugzeugstarts auf der Brandensteinsebene ebenfalls in eine Dauergenehmigung umzuwandeln. Damit verlängert sich die nutzbare Startbahn auf etwa 780 Meter. Ohne die Sonderregelung stünden nur rund 630 Meter zur Verfügung.

Gleichzeitig wird nach Informationen der Neuen Presse geprüft, ob am Start- und Landeplatz Breitenau bei Bamberg das Instrumentenflugverfahren für Geschäftsflugzeuge installiert werden kann. Dann könnten dort auch turbinengetriebene Geschäftsflugzeuge ("Jets") unabhängig vom Wetter starten und landen.

Greift diese Lösung, wäre der Neubau eines Verkehrslandeplatzes bei Neida im Landkreis Coburg vom Tisch. Das Projekt, das 30 Millionen Euro kosten und die Brandensteinsebene ersetzen soll, ist umstritten. Landwirte und Bürgerinitiativen gehen dagegen auf die Barrikaden. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) erhebt Sicherheitsbedenken, weil Hügel und Bäume des Callenberger Forstes sowie Abwinde den An- und Abflug von Flugzeugen gefährden könnten. Die Obere Naturschutzbehörde bei der Regierung von Oberfranken hält den Standort Neida für ungeeignet, weil er an Vogelschutzgebiete von europäischem Rang angrenzt und den Vorgaben des Naturschutzgesetzes widerspricht.

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Wolfgang Braunschmidt

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Veröffentlicht am:
28. 07. 2017
00:00 Uhr

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