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Coburg

"Frängische Leich" zum Debüt

Susanne Müller hat ihren ersten Roman geschrieben: ein Franken-Krimi unter dem Pseudonym Anne Sehl. Nun steht die Premierenlesung in der Buchhandlung Stache an.



Susanne Müller alias Anne Sehl will ihrem Erstlingswerk einen weiteren Roman folgen lassen, der mittlerweile schon in Arbeit ist. Foto: Tischer
Susanne Müller alias Anne Sehl will ihrem Erstlingswerk einen weiteren Roman folgen lassen, der mittlerweile schon in Arbeit ist. Foto: Tischer  

Neustadt - Franken-Krimi? Ach ja, schon gehört und auch schon von einigen Autoren gelesen. Genau das tat Susanne Müller auch und dachte sich: "Das kann ich besser." Die Hobby-Autorin setzte sich also hin, und nach zweieinhalb Jahren hatte sie ihr Erstlingswerk geschaffen. "A frängische Leich" lautet der Titel.

Der Name ist Programm. Knochentrocken geht’s dabei zu, unterhaltsam, frech und nicht immer politisch korrekt. Denn das hat sich Müller auf die Fahnen geheftet: Blutrünstig darf es nicht zugehen, eher skurril und "ein wenig schräg". Leichen müssen vorkommen, meint die Autorin, aber "es muss doch auch mit wenigen, dafür mit viel Humor gehen".

Dabei schafft sie den Spagat zwischen einem temperamentvollen Schlagabtausch der Protagonisten einerseits und ernsten Momenten andererseits. Das ist ein spannungsgeladener Kosmos, in den man gern eintaucht und der zum Nachdenken anregt.

Dass Susanne Müller unter dem Pseudonym Anne Sehl schreibt, erklärt sie so: "Anne ist die Endung meines eigenen Vornamens und Sehl ist der Familienname Hesl meiner Großmutter, neu sortiert."

In die Wiege gelegt wurde ihr das Schreiben nicht: "In meiner Familie malen alle." Doch schon als Kind habe sie gern geschrieben. Dabei ist sie selbst ihr größter Kritiker: "Ich hatte Kapitel bereits fertig und dann doch umgeschrieben. Die Taste ‚Löschen‘ war mehrmals im Einsatz." Eine weitere Fähigkeit gehört ihrer Meinung unbedingt zum Schreiben: "Disziplin, Disziplin und nochmals Disziplin." So sei manche Nacht mit Schreiben vergangen, "und das eine oder andere Glas Rotwein sowie Zigarillos kamen dazu", schmunzelt sie. Ihre Familie habe jedoch erst im letzten Moment von dem Buch erfahren, es dann aber als erste zum Korrekturlesen bekommen. Von ihr habe sie viel Zustimmung erhalten, sagte Susanne Müller. Biografische Parallelen seien darin nicht zu finden: "Aber ich denke, dass sich sicherlich einige Leser in meinem Werk wiederfinden."

Zum Inhalt des 288 Seiten starken Werks: Eigentlich sollte die Coburger Antiquitätenhändlerin Emma Prätorius in dem leer stehenden Haus antike Stühle begutachten. Stattdessen stolpert sie über die Leiche eines Bamberger Berufskollegen und mitten hinein in eine Mord-Ermittlung. Mit ihren Freunden stellt sie eigene Nachforschungen an. Sehr zum Missfallen von Kommissar Wolf, der Emma für die Hauptverdächtige hält. Doch Emma lässt nicht locker und bringt sich dadurch erst richtig in die Bredouille.

Von ihrem Verlag erntete die Autorin viel Lob: "Eine solche Bandbreite komplexer Themen facettenreich und mitreißend darzustellen, zeugt von großem literarischem Können. Ein wunderbares Debüt mit Herz und Verve, das wirklich Freude macht."

Am Mittwoch, 13. November, 19 Uhr, findet in der Neustadter Buchhandlung Stache, Heubischer Straße 10, die Premierenlesung statt. Wer die verpasst, der kann am 20. November in der Coburger Thalia Buchhandlung, Spitalgasse 21, wo sie um 19.30 Uhr erneut liest.

Derzeit arbeite sie übrigens schon an ihrem zweiten Buch, verrät Susanne Müller: "Es wird wieder ein Krimi, und auch die gleichen Hauptdarsteller werden wieder mit von der Partie sein."

Autor

Peter Tischer
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
11. 11. 2019
17:08 Uhr

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Autor

Peter Tischer

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Veröffentlicht am:
11. 11. 2019
17:08 Uhr



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