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Die Stadt Coburg weiht die Sporthalle an der Karchestraße ein. Seit 2017 wird dort schon trainiert. Der Acht-Millionen Bau ist aber erst jetzt fertig.



Blick aufs Spielfeld: Thorsten Huld (3.v.l.), vom Bauamt der Stadt Coburg, der den Bau der Angersporthalle betreut hat, erläuterte Stadträten und Interessierten die Einrichtung der neuen Sportstätte.	Fotos: Norbert Klüglein .
Blick aufs Spielfeld: Thorsten Huld (3.v.l.), vom Bauamt der Stadt Coburg, der den Bau der Angersporthalle betreut hat, erläuterte Stadträten und Interessierten die Einrichtung der neuen Sportstätte. Fotos: Norbert Klüglein .   » zu den Bildern

Coburg - Der Franke, so vermutet Oberbürgermeister Norbert Tessmer, würde wahrscheinlich lapidar nur "Passt scho" raunen. "Wir aber meinen, dass wir stolz sein können auf diese neue Sporthalle." Mit dieser Feststellung eröffnete er am Dienstag die Angerhalle an der Karchestraße, die von der Stadt Coburg als Ersatz für die mittlerweile abgerissene "Angerveste" errichtet worden ist.

Daten und Fakten zur Angersporthalle

Ursprünglich hatte der Stadtrat das Budget für die Bau der Halle im April 2015 auf 8,05 Millionen Euro festgelegt. Durch die aufwendige Entsorgung von Altlasten, die im Baugrund gefunden wurden, und eine Grundwasserabsenkung während der Bauzeit, steig der Betrag dann auf 8,29 Millionen Euro an.

Mit dem Rückbau der alten Freisportanlage wurde im August 2015 begonnen. Der erste Spatenstich für die neue Sporthalle erfolgte dann am 17. März 2016. Schon im Dezember 2016 konnte der Rohbau fertig gestellt werden. Der Sportbetrieb in der neuen Angerhalle konnte im September 2017 aufgenommen werden. Komplett fertig war die gesamte Anlage allerdings erst im April 2019.

Die Halle ist der zweite Bau nach Passivhaus-Standart, den die Stadt Coburg errichtet hat. Sie hat eine Nutzfläche von knapp 2400 Quadratmetern und ist als Dreifach-Turnhalle ausgeführt. Neben Duschen und Umkleiden für den Sportbetrieb in der Halle wurden zusätzlich sechs Umkleideräume für die Benno-Benz-Sportanlage in den Baukörper integriert. Ziel war es, das sanierungsbedürftige Umkleidehaus am Anger mittelfristig überflüssig zu machen.


Freilich: Benutzt wird die Sportstätte nun fast schon zwei Jahre lang. Dennoch wollten es sich Vertreter von Politik, Bauverwaltung und Sportvereinen nicht nehmen lassen, den Bau offiziell seiner Bestimmung zu übergeben. Dass dies ein wenig spät komme, sei auch dem Umstand geschuldet, dass an der Fassade und den Außenanlagen noch bis vor wenigen Monaten gearbeitet worden sei, meinte Tessmer.

"Gut investiert"

Knapp 8,3 Millionen Euro hat die Stadt in den Neubau gesteckt, der in Passivhausbauweise errichtet wurde. "Das Geld ist gut investiert", sagte Tessmer und fügte hinzu: "Sport bedeutet Lebensqualität, wirkt integrativ und hat einen hohen gesellschaftlichen Wert." In der Angerhalle an der Karchestraße können leider nicht all das abgebildet werden, was den Sportlern in der "Angerveste" geboten wurde. Das hatte den Kommunalpolitikern von Seiten der Sportvereine zunächst viel Kritik eingebracht. So gibt es in der neuen Halle beispielsweise keine Kraft- und Trainingsräume und - was viele vermissen - keine Zuschauertribüne. "Das war aber schon klar, als im Stadtrat die Entscheidung getroffen wurde", unterstrich der Oberbürgermeister. Die Halle an der Karchestraße sei strikt nach den Schulsport-Richtlinien errichtet worden. Unter anderem deshalb, weil die Stadt zum Zeitpunkt des Beschlusses - im Jahr 2014 - in einer finanziellen Konsolidierungsphase gesteckt und sich keine teueren Projekte hätte leisten können. Norbert Tessmer machte gleichzeitig deutlich, dass die Stadt dennoch heute über mehr Hallenkapazität verfüge, als zu der Zeiten, in der die alte Dreifachturnhalle gebaut wurde: "Damals gab es keine BGS-Hall, keine Dreifachturnhalle an der Pestalozzischule und schon gar keine HUK-Arena." Außerdem werde jetzt noch die Backsteinhalle am Anger als Trainingsmöglichkeit hergerichtet. "Es scheint heute ein Sport zu sein, Gutes schlecht zu reden", bedauerte das Stadtoberhaupt.

"Von außen sieht die Halle aus, als wäre sie schon immer da gewesen", merkte Bau-Bürgermeiserin Dr. Birgit Weber an. Sie wies darauf hin, dass nicht nur in der Halle viel für den Sport geboten werde. "Wir haben auch einen Allwetterplatz, ein Basketball-Feld und Sprunggruben, die die Freisportanlage sinnvoll ergänzen", betonte Weber. Das Bauvorhaben wäre für die Mitarbeiter der Bauverwaltung eine Herausforderung gewesen, weil man unerwartet auf Altlasten und Grundwasser gestoßen sei. Ferner mussten Teile der Ausschreibung wieder zurückgezogen werden, weil sich niemand beworben hatte. "Und weiter in der Zukunft werden wir sicher auch über die Halle am Floßanger sprechen müssen", meinte die Bürgermeisterin.

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Norbert Klüglein

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Veröffentlicht am:
02. 07. 2019
17:40 Uhr

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Norbert Klüglein

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Veröffentlicht am:
02. 07. 2019
17:40 Uhr



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