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Coburg

Gaudlitz will "sachgerechte Lösung"

Die Geschäftsführung informiert Mitarbeiter über Angebote zum Ausstieg aus dem Unternehmen. Die IG Metall hält diese für unzureichend.



Coburg - Geschäftsführer Niels Roelofsen hat am Montag die Beschäftigten der Gaudlitz GmbH, Coburg, über die angespannte wirtschaftliche Situation des Unternehmens informiert. Anschließend sagte Roelofsen in einem Gespräch mit Journalisten, Grund für die Probleme sei der so nicht erwartete Einbruch in der Autoindustrie, der ein schrumpfendes Auftragsvolumen bei Gaudlitz nach sich ziehe. Das verursache Verluste, die nicht länger tragbar seien. Weil abzusehen sei, dass die Autoproduktion dauerhaft sinke, müsse das Unternehmen auch mit dem Abbau von Arbeitsplätzen reagieren. Wie viele der derzeit 261 Beschäftigten gehen müssen, konnte Roelofsen nicht sagen. Dies hänge letztlich vom Ausgang der Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der Industriegewerkschaft Metall (IGM) ab. Die Frist dazu lief in der Nacht zum heutigen Dienstag ab. Das von der Gaudlitz-Geschäftsführung vorgelegte, von der IGM aber als unzureichend abgelehnte Angebot (NP vom Samstag) sieht Aufhebungsverträge vor - Mitarbeiter scheiden freiwillig gegen eine Abfindung aus -, oder den Wechsel in eine Transfergesellschaft. Hier würden Gaudlitz-Beschäftigte innerhalb eines Jahres für einen neuen Beruf qualifiziert, allerdings ohne Jobgarantie. Niels Roelofsen betonte in dem Pressegespräch, die Gaudlitz-Geschäftsführung sei nach wie vor bereit, "an einer sachgerechten Lösung für und mit den Beschäftigten zu arbeiten". Er bedauere, "dass unser Angebot die Gegenseite bislang nicht überzeugen konnte". Deshalb habe man die Belegschaft am Montag ausführlich informiert, "um Verständnislücken zu schließen und für Maßnahmen zur Erhaltung der Zukunftsfähigkeit von Gaudlitz zu werben. Betriebsbedingte Kündigungen wolle man vermeiden.

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Wolfgang Braunschmidt

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Veröffentlicht am:
30. 09. 2019
17:42 Uhr

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Wolfgang Braunschmidt

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30. 09. 2019
17:42 Uhr



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