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Coburg

Gegen Diskriminierung und rechte Parolen

Zum vierten Mal findet die Coburger Demokratiekonferenz statt. Diskutiert wird am 17. und am 25. November.



Sie bereiten die Demokratiekonferenz gemeinsam vor (von links): Burkhard Spachmann, Dieter Stößlein, Franziska Bartl, Thomas Nowak und Rainer Maier.
Sie bereiten die Demokratiekonferenz gemeinsam vor (von links): Burkhard Spachmann, Dieter Stößlein, Franziska Bartl, Thomas Nowak und Rainer Maier.   » zu den Bildern

Coburg - Die Vorbereitungen für die vierte Coburger Demokratiekonferenz laufen: In zwei Teilen, am 17. und 25. November, wird in der Vestestadt über Demokratie diskutiert, werden Handlungsmöglichkeiten gegen Diskriminierung und rechte Parolen ausgelotet. Getragen wird die Veranstaltung von der Stadt Coburg in Kooperation mit der Volkshochschule; Fördermittel kommen vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. "Gerade in den heutigen Zeiten ist es wichtig, dass wir uns erinnern und uns verdeutlichen, was Demokratie eigentlich bedeutet", betonte Schulleiter Burkhard Spachmann, dessen Gymnasium Casimirianum der Austragungsort für die Workshops am 25. November sein wird.

Das Thema

In einer fiktiven Gemeinde hat ein rechtsextremer Verein Veranstaltungen angemeldet. Wie geht man damit um? Diese und ähnliche Fragen sind Thema eines Workshops am Samstag, 25. November, von 10 bis 15 Uhr im Casimirianum.

 

Jeder Interessierte hat die Möglichkeit, an zwei Workshops teilzunehmen.

 

Anmeldungen:

Franziska.Bartl@vhs-coburg.de

 

Starten wird die Konferenz mit einer Podiumsdiskussion am 17. November unter dem Motto: Was tun gegen Hass, Diskriminierung und rechte Parolen? Referent Martin Becher ist Geschäftsführer des Bayerischen Bündnisses für Toleranz mit Sitz in Alexandersbad in der Nähe von Wunsiedel. Wichtig war es den Organisatoren, ihm Diskussionspartner aus unterschiedlichen Alltagsbereichen an die Seite zu stellen. Sie wählten Jürgen Heeb vom Sportbund Coburg, Rainer Maier von der VHS Coburg sowie Reinhold Ehl als Leiter des Jugendamtes.

Thomas Nowak, 3. Bürgermeister der Stadt, freut sich über das Engagement in der Vestestadt. Er sagt: "Auch wir als Stadt haben einen politischen Bildungsauftrag." Die Themen, mit denen sich die Konferenz beschäftigt, werfen aus seiner Sicht spannende Fragen auf. "Wo sind die Grenzen? Und wie gehe ich als Einzelner mit Diskriminierungen um?", formulierte Nowak einige der Aspekte. Franziska Bartl von der Fach- und Koordinierungsstelle der Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Coburg, pflichtete dem Bürgermeister bei und warb vor allem für eine Teilnahme an den vier Workshops, die am 25. November stattfinden. "Damit wollen wir die breite Öffentlichkeit erreichen", betonte sie und skizzierte die Themen der Arbeitsgruppen. So solle in Planspielen unterschiedlichen Szenarien nachgegangen werden, etwa dem Fall, dass in einer fiktiven Gemeinde ein rechtsextremer Verein eine Veranstaltung anmeldet. "Während am 17. November in der Diskussion eher die theoretischen Ansätze verfolgt werden, sollen in den Workshops praktische Handlungsansätze erarbeitet werden", fasste Franziska Bartl zusammen. Möglich sei die Bewerbung für zwei Workshops, die Teilnahme ist kostenlos.

Unterstützt wird die Veranstaltung auch vom Evangelischen Bildungswerk. Geschäftsführer Dieter Stößlein: "Was in Langzeitstudien an Menschenfeindlichkeit gegen Minderheiten belegt ist, wird nun auch in unserer Gesellschaft spürbar." Nun gelte es zu erarbeiten, was gegen diese Tendenzen getan werden könne. "An den Stammtischen, in sozialen Netzwerken, in den Familien", formulierte Stößlein.

Rainer Maier, Geschäftsführer der VHS Coburg, schloss sich dem Appell an und betonte: "Demokratie bekommen wir nicht geschenkt, wir müssen sie uns erarbeiten." Wünschenswert sei eine Kultur des gegenseitigen Aufeinander-Zugehens - "und dazu gehört auch eine Streitkultur, aber getragen von gegenseitigem Respekt".

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Stefanie Nickmann
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Veröffentlicht am:
14. 11. 2017
15:36 Uhr

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Stefanie Nickmann

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Veröffentlicht am:
14. 11. 2017
15:36 Uhr



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