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Coburg

Gegen Krieg und Faschismus

Einige Dutzend Coburger versammeln sich, um des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs zu gedenken. Mahnende Worte betreffen aber auch die heutige Zeit.



Pfarrer i. R. Karl-Heinz Lipp verurteilte bei der Mahnstunde die nach wie vor steigenden Waffen- und Rüstungsexporte deutscher Unternehmen.	Foto: Martin Koch
Pfarrer i. R. Karl-Heinz Lipp verurteilte bei der Mahnstunde die nach wie vor steigenden Waffen- und Rüstungsexporte deutscher Unternehmen. Foto: Martin Koch  

Coburg - Am 1. September 1939 hat mit einem heimtückischen Überfall deutscher Truppen auf Polen der Zweite Weltkrieg begonnen. Bis zu seinem endgültigen Ende im August 1945 kostete er rund sechs Millionen Menschen das Leben. Das erste Mal kamen im Zweiten Weltkrieg Atomwaffen zum Einsatz: am 6. August 1945 in Hiroshima und am 9. August 1945 in Nagasaki.

Am Gerberbrunnen vor dem ehemaligen Gräfsblock versammelten sich am Samstag ein paar Dutzend Coburger unter dem Motto "Nie wieder Krieg - nie wieder Faschismus" zum mahnenden Gedenken an den 80. Jahrestag des Kriegsausbruchs. Da waren sich die Anhänger von Gruppen sehr unterschiedlicher Provenienz einig im gemeinsamen Einsatz für den Frieden und in Erinnerung an die Millionen zivilen und militärischen Opfer aus allen beteiligten Völkern und Nationen. "Ja, es ist wichtig, der Toten zu gedenken", sagte Norbert Denniger von der Partei "Die Partei". "Aber es ist noch wichtiger, die Lebenden aufzurütteln, und das erreichen wir nicht durch Zurückhaltung." Deutschland und Europa hätten seit 1945 Frieden. "Wir wollen hoffen, dass dies noch lange so bleibt."

Pfarrer i. R. Karl Heinz Lipp von Bündnis 90/Die Grünen gab zunächst einen geschichtlichen Abriss. Zu Beginn zitierte er Passagen aus Astrid Lindgrens Tagebuch "Die Welt hat den Verstand verloren", das die schwedische Schriftstellerin an jenem schicksalhaften 1. September 1939 begonnen hatte zu schreiben. Lipp, Jahrgang 1945, bedauerte, dass das Thema in den Nachkriegsjahren von einer großen Mehrheit der Deutschen einfach verdrängt worden sei. Besonders verurteilte er die nach wie vor steigenden Waffen- und Rüstungsexporte deutscher Unternehmen.

Weitere Ansprachen hielten bei der Gedenkveranstaltung Gewerkschaftsvertreter und ein Mitglied der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands.

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Martin Koch
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Veröffentlicht am:
02. 09. 2019
17:02 Uhr

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Martin Koch

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Veröffentlicht am:
02. 09. 2019
17:02 Uhr



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