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Coburg

Gelbe Karten wirken

In Neustadt parken immer wieder Autos auf Gehsteigen. Das macht Rollstuhlfahrern und Eltern mit Kinderwagen das Leben schwer. Eine Aktion will sensibilisieren.



Mit der "Gelben Karte" will die Sprecherin des Seniorenbeirats, Renate Gretzbach, die Gehwegparker sensibilisieren, um ein gutes Miteinander zwischen Autofahrer und Fußgänger bzw. Radler zu erreichen.
Mit der "Gelben Karte" will die Sprecherin des Seniorenbeirats, Renate Gretzbach, die Gehwegparker sensibilisieren, um ein gutes Miteinander zwischen Autofahrer und Fußgänger bzw. Radler zu erreichen.   Foto: Tischer

Einen Monat ist es her, dass in Neustadt die "Gelbe Karte" an Fahrer, die auf dem Gehsteig parken, verteilt wurde. Sie sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie Rollstühlen und Kinderwagen den Weg versperren. "Wir haben ein fast ausnahmslos positives Feedback erhalten, vor allem von den Fußgängern aber auch von Autofahrern", bilanziert die Sprecherin des Neustadter Seniorenbeirats, Renate Gretzbach. Letztere sehen meist ein, dass sie etwas falsch gemacht haben.

"2000 Karten wurden in einer ersten Auflage gedruckt, eine Neuauflage ist möglich", hofft Gretzbach auf eine Langzeitwirkung. 15 Behörden, Institutionen und Einrichtungen beteiligen sich an dieser Aktion, angefangen vom AWO Quartiersmanagement über die Stadt Neustadt und den Seniorenbeirat bis hin zur Polizei. Und die Aktion hat mittlerweile schon überregionales Interesse erregt: "Wir haben schon Anfragen erhalten, ob man die Karte auch anderswo einsetzen kann", berichtet Gretzbach. "Wir schicken gern unseren Entwurf zu den jeweiligen Stellen, die Karte selbst ist ja nur für Neustadt gedruckt." Sogar das Landratsamt hat seine Beteiligung zugesagt.

"Die Gelbe Karte hat nicht die Aufgabe, die Straßenverkehrsordnung durchzusetzen", fasst Quartiersmanagerin Natalie Haase zusammen. Das sei Aufgabe der Polizei. Und die kann "Wiederholungstäter" mit einem ordentlichen Verwarnungsgeld belangen. "Da sind schon einmal 35 Euro drin", weist Matthias Schuhbäck, Dienststellenleiter in Neustadt, auf Sanktionen hin. "Einfach Kennzeichen und Zeitpunkt sowie Örtlichkeit notieren und einen Zeugen benennen, und uns oder der Stadt melden." Als Schwerpunkte, die von Falschparkern immer wieder frequentiert werden, haben sich die Coburger Straße, der Arnoldplatz und die Augustastraße bei der Post herauskristallisiert, sagt Gretzbach. "Die Gelbe Karte ist eine freundliche Erinnerung an ein Problem, das man in der Hektik des Alltags gerne vergisst", erläutert Gretzbach. "Die Karte hat schon erste Erfolge erzielt und sich dementsprechend bewährt." Allerdings soll es damit jetzt nicht zu Ende sein, vielmehr wollen die Initiatoren weitermachen mit dieser Aktion und freundlich auf das Thema aufmerksam machen, um die Autofahrer zu sensibilisieren, blickt Gretzbach nach vorne. "Im Großen und Ganzen steht hinter dem Projekt Gelbe Karte die Bitte, dass die Bürger aufeinander achten, damit ein gutes Miteinander im alltäglichen Leben möglich ist.

Autor

Peter Tischer
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Veröffentlicht am:
09. 08. 2019
16:20 Uhr

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Autor

Peter Tischer

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Veröffentlicht am:
09. 08. 2019
16:20 Uhr



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