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Coburg

Gemeinderat bekräftigt "Nein"

Der Netzentwicklungsplan weist eine Stromtrasse aus, die Dörfles-Esbach tangieren könnte. Das ist ganz und gar nicht im Sinne der Kommune.



Nicht erste Priorität, aber keinesfalls vom Tisch: Von den vier im Netzentwicklungsplan ausgewiesenen Stromtrassen könnte eine Dörfles-Esbach tangieren. Das lehnt der Gemeinderat kategorisch ab.	Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Nicht erste Priorität, aber keinesfalls vom Tisch: Von den vier im Netzentwicklungsplan ausgewiesenen Stromtrassen könnte eine Dörfles-Esbach tangieren. Das lehnt der Gemeinderat kategorisch ab. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa  

Dörfles-Esbach - "Jetzt sind wir wieder voll dabei." Dieses Fazit zog Bürgermeister Udo Döhler in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Er hatte das umfangreiche Konvolut des Netzentwicklungsplanes 2030 nach den für Dörfles-Esbach relevanten Stelle durchforstet und den Gemeinderäten vorgelegt. Quintessenz: Die Trasse, die die Gemeinde betreffen würde, hat unter den vier vorgestellten Varianten zwar nicht die allerhöchste Bewertung im Netzentwicklungsplan, ausgeschlossen wird sie allerdings auch nicht.

Mitgeteilt wurde auch, dass Einwendungen zum Schutz von Mensch und Natur im Ablauf der Konsultation noch nicht angebracht wären. Verständnis hatte der Bürgermeister dafür nicht: "Später liegt die Trasse aber schon fest und es geht nur noch um 50 Meter weiter rechts oder links." Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Einwände, die schon einmal für den inzwischen zurückgezogenen 1. Entwicklungsplan vorbereitet worden waren, auch jetzt wieder vorzubringen.

Enttäuscht zeigte sich der Bürgermeister über die geringe Resonanz, der Kampagne "Nein zu den Stromtrassen". Bei 120 000 Einwohnern in Stadt und Landkreis Coburg gab es seinen Angaben zufolge bis jetzt nur 7500 Rückmeldungen. Dafür wurde der Protest-Sternmarsch von den Medien, auch überregional, gut verbreitet, sagte Döhler.

Nachdem die Regierung von Oberfranken die zugesicherte Förderung des Neu- und Umbaues des ehemaligen Katholischen Gemeindehauses zum Bürgerhaus von 90 Prozent (im Programm Investitionspaket Soziale Integration) auf 60 Prozent (im Programm Soziale Stadt) heruntergefahren hatte, ist das Gemeindeoberhaupt noch einmal in Bayreuth vorstellig geworden. Mitgeteilt wurde ihm, dass die Mittel für den 90-prozentigen Zuschuss zu den förderfähigen Kosten von 2,525 Millionen Euro für das Jahr 2017 bereits anderweitig aufgebraucht wurden. Bei einer eventuellen Neuauflage 2018 besteht allerdings die Option, doch noch die höhere Förderung zu bekommen.

Die Telekom möchte das Neubaugebiet "Gartenäcker" mit Glasfaserleitungen erschließen - und zwar gleich mit den Hausanschlüssen. Nun verlegen aber auch die SÜC im Zuge des Ausbaues mit den Versorgungsleitungen ein Glasfaserkabel in dem Bereich. Die Kosten für die Erschließung wird auf die Grundstückpreise aufgeschlagen. "Das können wir keinem Bauwerber vermitteln, dass er zweimal Glasfasererschließung zahlen soll, wenn er nur einmal braucht," war sich Döhler sicher. Der Telekom wurde daher angeboten, Leerrohre mit zu verlegen und bei Bedarf die Kabel einzuschießen. Ein nachträgliches Aufgraben der neu hergestellten Straße wurde von vorneherein abgelehnt.

Nach einer Empfehlung des Kultusministerium nahm der Gemeinderat die Kosten für Kopien an der Emil-Fischer-Schule unter die Lupe. Bisher hat sich die Gemeinde an den Kosten mit 10 Euro pro Schüler beteiligt. Die Verwaltung hat nun festgestellt, dass die Menge der Kopien exorbitant angestiegen ist. Vor einem neuen Beschluss will der Gemeinderat die Gründe für diese Entwicklung in Erfahrung bringen. abf

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Annette Beuerlein-Friedrich
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Veröffentlicht am:
12. 08. 2017
00:00 Uhr

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Annette Beuerlein-Friedrich

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Veröffentlicht am:
12. 08. 2017
00:00 Uhr



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