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Coburg

Gemeinsam aktiv im Kampf gegen Parkinson

Mit einer Spende unterstützt Prinz Andreas ein Therapiekonzept im Coburger Klinikum. Das weckt auch in den Niederlanden Interesse.



Prinz Andreas bei seiner Fahrradtour Anfang Mai, bei der er Spenden für ein Parkinson-Therapie-Konzept im Coburger Klinikum sammelte.
Prinz Andreas bei seiner Fahrradtour Anfang Mai, bei der er Spenden für ein Parkinson-Therapie-Konzept im Coburger Klinikum sammelte.   Foto: Norbert Klüglein

Coburg - Anlässlich des Coburger Jubiläumsjahres "200 Jahre Queen Victoria & Prinz Albert" absolvierte Prinz Andreas Anfang Mai eine Fahrradtour, die entlang der Residenzen seiner Vorfahren von Coburg nach Gotha führte. Für den Prinzen war dies eine besondere Herausforderung: Er ist seit Jahren an Parkinson erkrankt. Mit der Aktion wollte er auf die Krankheit aufmerksam machen und gleichzeitig Spenden sammeln.

Professor Johannes Kraft, Coburger Chefarzt der Fachklinik für Geriatrie und Rehabilitation, der den Prinzen seit Jahren kennt, unterstützte ihn nicht nur mit seiner Teilnahme, sondern begleitet den Prinzen seit Jahren bei seiner Erkrankung und probiert immer neue Therapien mit ihm aus, um ihn fit zu halten. "Unsere Klinik verfolgt einen integrativen Ansatz: Neben der rein medikamentengestützten Therapie setzen wir auf ein breites Feld von anderen Therapieformen wie Musiktherapie, Sporttherapie und tiergestützte Therapie. So können wir für jeden Patienten individuell das passende Konzept finden", erklärt Kraft.

Prinz Andreas wollte nun Krafts Arbeit am Coburger Klinikum unterstützen und mit seiner Spende aus der Radtour dem Fachbereich die Anschaffung weiterer Trainingsgeräte ermöglichen. Das neue Modell, das mit der Spende ausgebaut wird, nennt sich "Parkinson Plus"-Konzept und zielt insbesondere auf die Therapie von Bewegungsstörungen und Erkrankungen ab. Damit will Prinz Andreas auch anderen Betroffenen die Chance geben, die Krankheitssymptome durch eine entsprechende Therapie zu lindern.

In diesem Zusammenhang hat er Ruud Overes aus den Niederlanden kennen gelernt. Overes weiß seit über einem Jahr von seiner Parkinson-Diagnose und hat es sich seitdem zum Ziel gesetzt, europaweit die Grundlagenforschung zum Thema Parkinson für Pharmaziehersteller, Kliniken und Forschungseinrichtungen sowie Patientenverbände interessanter zu machen. Hierfür radelt er durch ganz Europa und trifft Politiker, Geschäftsführer und Lobbyisten.

Durch die Tour gegen Parkinson im vergangenen Mai von Coburg nach Gotha wurde Ruud Overes auf das deutsche Projekt aufmerksam und lernte kürzlich bei einem Besuch in Coburg das Regiomed-Klinikum Coburg mit der von Professor Kraft geleiteten Abteilung kennen. Erstaunt war er über die vielfältigen Therapieansätze, die in Coburg bei der Parkinsonerkrankung angewendet werden. Er zeigte sich überrascht über die fortschrittlichen Ansätze und hat in Kraft einen ausgewiesenen Experten und Mitstreiter für das Thema Parkinsonforschung gefunden. "Ich bin dankbar für die Spende von Prinz Andreas, damit können wir vielen Patienten helfen", freut sich der Mediziner. Er ergänzt: "Erfolgreich zu sein, ist immer eine Teamleistung, und wir drei - Prinz Andreas, Ruud Overes und ich - werden noch einiges zusammen bewegen können."

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Veröffentlicht am:
20. 08. 2019
17:28 Uhr

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20. 08. 2019
17:28 Uhr



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