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Coburg

Gemeinsam gegen Antisemitismus

Vom 8. bis zum 15. März läuft die Woche der Brüderlichkeit. In Coburg sind dazu drei Veranstaltungen geplant.



Coburg - Um Antisemitismus und Rassismus zu begegnen und den Dialog mit dem Judentum zu stärken, fordert das Motto der Woche der Brüderlichkeit "Tu deinen Mund auf für die Anderen". Im ganzen Land schaffen vom 8. bis zum 15. März Veranstaltungen Anlässe für Begegnung und Dialog um das Anliegen in die Gesellschaft hintragen.

Auf einen Blick

Sonntag, 8. März, 17 Uhr: Eröffnung mit Oberbürgermeister Norbert Tessmer in der Nikolauskapelle am Rosengarten; Konzert: Hoffnung und Glanz in jüdischer Musik; Eintritt frei - Spenden erwünscht.

 

Mittwoch, 11. März, 19 Uhr: Vortrag "Jüdisches Leben in Deutschland heute" von Antje Yael Deusel, stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Rabbinerkonferenz; Nikolauskapelle am Rosengarten.

 

Freitag, 13. März, 14 Uhr: "Die Wurzel, die uns trägt"; Exkursion zum Judenhof in Altenkunstadt und zur neuen Synagoge Bamberg; Leitung: Pfarrer Dieter Stößlein.

 

Anmeldung: 09561/75984,

ebw@ebw-coburg.de

 

In Coburg wird die Woche der Brüderlichkeit von der evangelisch-lutherischen Kirche, der römisch-katholischen Kirche und der altkatholischen Gemeinde zusammen mit dem Evangelischen Bildungswerk und der Katholischen Erwachsenenbildung getragen.

 

Zur Eröffnung mit Oberbürgermeister Norbert Tessmer am Sonntag, 8. März, um 17 Uhr in der Nikolauskapelle am Rosengarten wird "Inspiration", ein Chor für interkulturelle Musik unter Leitung von Gabriele Netal Backöfer, Hoffnung und Glanz jüdischer Musik zu Gehör bringen. "Inspiration" führt mit dem Programm durch Lebens- und Musikkulturen, die weit über Religionsgrenzen hinausgehen. Zu hören sind osteuropäische, folkloristische wie hochromantische Klänge, Stücke aus dem Kontext der Synagoge, chassidische Weisen, Klezmer, zeitgenössischer hebräischer Folk und Instrumentalmusik.

Rabbinerin Antje Yael Deusel spricht am Mittwoch, 11. März, um 19 Uhr in der Nikolauskapelle über "Jüdisches Leben in Deutschland heute". Oft wird Judentum auf Männer mit Schläfenlocken und Klezmermusik reduziert. Die stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Rabbinerkonferenz zeigt die Fülle und Bandbreite jüdischen Lebens in Deutschland auf. Sie gibt auch Einblick in ihr Leben und ist bereit, mit den Zuhörern in einen offenen Dialog zu treten - auch darüber wie man als Rabbinerin in einem Land lebt, in dem es offene Ressentiments gibt.

Judentum gibt es bei der Exkursion zum Judenhof in Altenkunstadt und zur neuen Synagoge Bamberg am Freitag, 13. März, zu erleben. Die Führung durch das jüdische Viertel Altenkunstadts und die restaurierte Synagoge zeigt einen kulturellen und religiösen Mittelpunkt jüdischen Lebens am Obermain und erklärt, wie das Zusammenleben mit Juden über Jahrhunderte gelang. Die neue Synagoge in Bamberg steht für modernes Judentum in Deutschland. Dort erhalten die Teilnehmenden eine Einführung in den jüdischen Gottesdienst sowie Einblicke in jüdische Spiritualität und nehmen am Gottesdienst teil.

Die Woche der Brüderlichkeit richtet sich gegen Gleichgültigkeit und gegen das Wegschauen. Sie stellt Fragen an das eigene Verhalten, an vorhandene Vorurteile und an die eigene Zivilcourage.

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Veröffentlicht am:
02. 03. 2020
18:20 Uhr

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Veröffentlicht am:
02. 03. 2020
18:20 Uhr



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