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Coburg

Geschichte der Grenze bewahren

In der kultur.werk.stadt wird eine besondere Publikation präsentiert. Sie erinnert an den Eisernen Vorhang.



So sieht das Cover der Publikation aus, das schmerzlich an die Zeit des Kalten Krieges und die innerdeutsche Teilung erinnert.	Foto: pet
So sieht das Cover der Publikation aus, das schmerzlich an die Zeit des Kalten Krieges und die innerdeutsche Teilung erinnert. Foto: pet  

Neustadt - Eine Publikation über die Region Sonneberg-Neustadt als Erinnerungslandschaft der deutschen Teilung wird am Freitag, 5. Juli, um 15 Uhr, in der kultur.werk.stadt vorgestellt. Auf beiden Seiten der deutsch-deutschen Grenze war das Leben der Menschen durch den Eisernen Vorhang geprägt. Von 1945 bis 1989 wurde er zum markantesten Geländebestandteil. Er veränderte die Landschaft, aber auch die Köpfe und die Herzen der Grenzanlieger. Die einen fanden sich mit dem Verlust an Bewegungsfreiheit ab, die anderen versuchten wegzukommen. Die Öffnung der Grenze im Jahr 1989 änderte alles: Bewegungsfreiheit für alle Seiten. Alles abreißen, was an die verhasste Grenze erinnert, war angesagt. Vielleicht zu schnell?

Tagung zum Thema

2014 stellte sich das "Forum Heimatpflege" diesem Thema in einer Tagung mit dem Titel "Die deutsch-deutsche Grenze - Geschichte und Gegenwart eines verschwundenen Bauwerks in den Landkreisen Sonneberg und Coburg". Nach Kurzvorträgen von Frank Altrichter, Thomas Schwämmlein und Isolde Kalter diskutierten Politiker und Vertreter der Wirtschaft aus Ost und West über das Thema "Die Grenzöffnung 1989 und ihre Folgen: Auf dem Weg zu einem grenzüberschreitenden Wirtschafts- und Kulturraum?" Im Anschluss wurde angeregt, die Vorträge in einer Publikation erscheinen zu lassen. Zwei weitere Beiträge kamen hinzu: Die Bedeutung der Grenzbrachen für den Umweltschutz bearbeitete Professor Dr. Kai Frobel, über die Entwicklung von der Grenzinformationsstelle zur Bildungsstätte "Innerdeutsche Grenze" berichtete Dieter Seyfarth. Die Publikation erscheint in der Reihe "Beiträge aus dem Stadtarchiv Neustadt bei Coburg"; die Heimatpflege Neustadt übernimmt den Verlag.

Zur Finanzierung trugen die Städte Sonneberg und Neustadt, die Niederfüllbacher Stiftung und die VR-Bank Coburg-Rennsteig bei.

Autor

Peter Tischer
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
02. 07. 2019
16:42 Uhr

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Autor

Peter Tischer

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Veröffentlicht am:
02. 07. 2019
16:42 Uhr



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