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Gourmetküchen bieten Einblicke

Betriebe des Hotel- und Gaststättengewerbes suchen händeringend Auszubildende. Mit "Jugend wird Profi" werben sie um Nachwuchskräfte.



"Jugend wird Profi" soll Appetit machen auf einen Beruf in Küche oder Service. An der Wochenendveranstaltung stellen sich fünf Hotels und Restaurants aus dem Landkreis einem Ausbildungs- und Karriere-Check.	Foto: Jens Büttner/dpa
"Jugend wird Profi" soll Appetit machen auf einen Beruf in Küche oder Service. An der Wochenendveranstaltung stellen sich fünf Hotels und Restaurants aus dem Landkreis einem Ausbildungs- und Karriere-Check. Foto: Jens Büttner/dpa  

Coburg - Interessante Berufe, vielseitige Karrierechancen: Die Hotellerie- und Gaststättenbetriebe haben einiges zu bieten. Doch müssen sich Jugendliche für eine Ausbildung entscheiden, hat diese Branche vielfach das Nachsehen. Das soll sich ändern: Bei der Gastgeber-Challenge "Jugend wird Profi" stellen sich fünf Betriebe aus dem Landkreis (siehe Infobox ) vom 22. bis 24. Februar einem Ausbildungs- und Karriere-Check. Dazu gewähren sie den Teilnehmern Einblicke in die Gourmetküche und den Service nach dem Motto: Eindrücke sammeln, ausprobieren, von Profis lernen und erste Kontakte knüpfen.

Meldeschluss: 1. Februar

Bei der "Gastgeber Challenge" können Jugendliche ab 16 Jahren vom 22. bis 24. Februar hinter die Kulissen von fünf Betrieben schauen. Dazu gehören das Hotel Alte Mühle (Oberwohlsbach), Kurhotel (Bad Rodach), Restaurant&Café Froschgrundsee (Schönstädt), Landhotel Steiner (Großheirath) und der Braugasthof Grosch (Rödental).

Die Plätze sind begrenzt. Anmeldungen sind per E-Mail unter anmeldung@karriere-wege.de bis Freitag, 1. Februar, möglich.

"Es fehlt wie im Handwerk und in der Pflege an jungen Leuten, die bei uns eine Ausbildung machen wollen", sagt Kerstin Pilarzyk, Geschäftsführerin des Braugasthofs Grosch (Rödental) und Kreisvorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbands. Dabei sei das mangelnde Interesse nicht nachvollziehbar: Eine Ausbildung zum Koch/Köchin und zur Restaurant- oder Hotelfachfrau/-mann sei nicht nur anspruchsvoll, sondern biete darüber hinaus eine Vielzahl von Karrieremöglichkeiten. Pilarzyk: "Leider haben diese Berufe nicht den Stellenwert wie andere. Deshalb sind es oft die Eltern, die ihren Kindern davon abraten."

 

An der Gastgeber-Challenge können Jugendliche ab 16 teilnehmen. Die Kosten betragen 50 Euro. Im Unkostenbetrag enthalten sind neben zwei Hotel-Übernachtungen auch Verpflegung und Schulungsunterlagen. Organisiert hat das Wochenende Elke Gillardon. Sie ist Initiatorin und Vorstand der Stiftung Lebenspfad, die Jugendlichen dabei hilft, selbst herauszufinden, welcher berufliche Werdegang der Richtige ist. Auch sie sagt: "Nach der dreijährigen Ausbildung im Gastgewerbe stehen den Absolventen alle Türen offen. Auch ein Studium an einer der bundesweiten Hotelfachschulen ist möglich."

Unterstützt und begrüßt wird die Veranstaltung auch von "Genussregion Coburg", einem Netzwerk aus regionalen Lebensmittelhandwerkern, Gastronomen und Herstellern von Spezialitäten. "Wir sind gerne mit im Boot, denn hohe Qualität liegt uns sehr am Herzen", erklärt Annabelle Menzner. Den Hotel- und Gaststättenbetrieben des Coburger Lands attestiert sie großes Potenzial, das wegen des Mangels an Azubis und Fachkräften aber vielfach nicht in vollem Umfang ausgeschöpft werden könne.

Kerstin Pilarzyk sieht in "Jugend wird Profi" auch einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wertschätzung, denn "ohne uns und unsere Berufe gäbe es keine Hochzeits-, Geburtstags- oder Tauffeiern in würdigem Rahmen." Vergütung und Arbeitszeiten könnten sich durchaus sehen lassen. Sie verweist auf eine flexible Fünf-Tage-Woche und auf eine Einstiegsvergütung von 755 Euro, die im zweiten Lehrjahr auf 850 und im dritten auf 950 Euro ansteige. Pilarzyk: "Wir haben mit Arbeit direkt am Gast Spannendes zu bieten."

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Christoph Scheppe

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Veröffentlicht am:
11. 01. 2019
18:50 Uhr

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Christoph Scheppe

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11. 01. 2019
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