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Coburg

Gratisbusse zur Weihnachtszeit

Wie Umweltschutz und wirtschaftliche Interessen Hand in Hand gehen können, wollen die Stadt und der Landkreis heuer zeigen. Mit einem kleinen Adventsgeschenk.



Das Busfahren ist in Stadt und Landkreis an den Adventssamstagen heuer kostenlos für alle Bürger.
Das Busfahren ist in Stadt und Landkreis an den Adventssamstagen heuer kostenlos für alle Bürger.   Foto: Andreas Wolfger

Coburg - Ob zum Coburger Weihnachts-, zum Sesslacher Adventsmarkt oder zur Fränkischen Weihnacht in Bad Rodach. Wenn es nach der Stadt und dem Landkreis Coburg geht, sollen Bürger auf dem Weg zu diesen Veranstaltungen künftig das Auto stehen lassen und stattdessen auf den Öffentlichen Nahverkehr umsteigen. Aus diesem Grund bieten die SÜC und der OVF heuer an den Adventssamstagen alle Busfahrten in ihrem Verkehrsnetz kostenlos an. Verbindungen von Agilis und der Bahn sind bei der Aktion jedoch nicht mit eingeschlossen.

Start der Saison für Adventsmärkte

Den Anfang der Weihnachtssaison in der Region macht heuer der Coburger Weihnachtsmarkt, der vom 29. November bis zum 23. Dezember geöffnet hat.

Der Sesslacher Adventsmarkt beginnt am 30. November um 14 Uhr und endet am ersten Advent.

Vom 6. bis zum 8. Dezember findet in Neustadt der Nikolausmarkt statt.

Die Fränkische Weihnacht in Bad Rodach dauert in diesem Jahr vom Abend des 14. bis zum 15. Dezember. Am zweiten Tag verteilt der Nikolaus ab 15 Uhr Geschenke.

"Insgesamt wird die Aktion uns als Stadt vermutlich einen fünfstelligen Betrag kosten", sagt Oberbürgermeister Norbert Tessmer am Dienstag bei der Vorstellung der Aktion. Trotzdem lohne sie sich. Etwa wegen der Parkplatzsituation in der Stadt, die sich im vergangenen Jahr während der Adventswochenenden als "ausgesprochen kritisch entpuppt hatte". Daneben wolle man selbstverständlich auch ein klimapolitisches Signal senden. "Wir erhoffen uns eine deutliche Einsparung der CO²-Emissionen", betont Tessmer. Und zu guter Letzt hofft die Stadt darauf, das Weihnachtsgeschäfts in der Innenstadt zu beleben.

 

"Nachdem beschlossen wurde, dass der verkaufsoffene Sonntag im Advent wegfällt, wurden wir von den Einzelhändlern verstärkt um Unterstützung gebeten", erklärt Andrea Kerby, die City-Managerin der Stadt Coburg. Kostenlose Busfahrten seien eine Idee, die von den Geschäftsinhabern in der Innenstadt bereits seit Längerem gefordert werde. "Durch die Aktion gelingt es uns, diesen langersehnten Wunsch zu erfüllen", betont die Coburger Citymanagerin.

"Volle Busse sind für uns immer eine gute Sache", sagt Raimund Angermüller, Chef des SÜC-Verkehrsbetriebs. Wenngleich übervolle Busse auch eine Herausforderung für seine Mitarbeiter darstellen könnten. Dennoch sehe er der Aktion positiv entgegen und hoffe, dass sie dazu beiträgt, die Verkehrssituation in der Coburger Innenstadt während der Adventszeit zu verbessern. "Wenn wir es genau nehmen, hatten wir so etwas Ähnliches ja schon mal", erinnert sich Angermüller. So hätten die SÜC bereits in den 1990er Jahren mal einen Shuttleservice angeboten, der Besucher an den Adventswochenenden von unterschiedlichen Parkplätzen kostenlosen in die Innenstadt gebracht hätte. "Wir waren damals wohl unserer Zeit etwas voraus", scherzt er.

"Selbstverständlich schließt sich der Landkreis gerne dieser Aktion an", erklärt Landrat Sebastian Straubel. Eine erste Hochrechnung ergebe, dass die Aktion den Landkreis rund 3900 Euro kosten werde. Er wies darauf hin, dass es nicht nur darum gehe, Besucher zum Coburger Weihnachtsmarktes zu transportieren, sondern auch Menschen, die beispielsweise nach Sesslach oder Bad Rodach fahren wollen, um dort die Weihnachtsstimmung zu genießen. "Ich rufe alle Bürger auf, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen, und freue mich auf volle Busse", betont der Landrat.

Laut Oberbürgermeister Tessmer bietet die Aktion neben verkehrs- und klimapolitischen Vorteilen auch einen ganz praktischen Anreiz für die Besucher der Weihnachtsmärkte. "Wenn ich mit dem Bus fahre, kann ich ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen ruhig ein, zwei oder vielleicht auch drei Tassen Glühwein mehr trinken", erklärt er. Als Autofahrer sei hingegen bereits viel früher Schluss.

Man dürfe vor lauter Weihnachtsstimmung nur nicht vergessen, wann der letzte Bus abfahre, mahnte das Stadtoberhaupt. Denn an den Fahrplänen ändere sich auch in der Adventszeit nichts.

 
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Andreas Wolfger
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Veröffentlicht am:
12. 11. 2019
17:44 Uhr

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Andreas Wolfger

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Veröffentlicht am:
12. 11. 2019
17:44 Uhr



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