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Coburg

Größter Brocken ist die Sanierung der Itzgrundhalle

Die Gemeinde Itzgrund hat sich heuer einiges vorgenommen. Insgesamt will man rund vier Millionen Euro investieren.



Kaltenbrunn - Der Gemeinderat Itzgrund hat bei seiner jüngsten Sitzung im Rathaus Kaltenbrunn mit den Haushaltsberatungen für das Jahr 2020 begonnen. Dazu gab es auch einen Entwurf für die geplanten Investitionen im laufenden Jahr. Bürgermeister Werner Thomas stellte zudem erfreut fest: "Wir sind eigentlich schuldenfrei!" Dieter Scherbel und der neuen Geschäftsleiterin Sandra Kob zufolge kann die Gemeinde Itzgrund heuer von Einnahmen in Höhe von knapp 3,05 Millionen Euro ausgehen. Bei ungünstiger Entwicklung könnten es immerhin noch 2,985 Millionen Euro sein.

Das meiste Geld würde demnach die Beteiligung an der Einkommensteuer bringen, im Normalfall knapp 1,368 Millionen Euro. Der Plan geht von Einnahmen aus der Gewerbesteuer von 298 000 Euro aus (Hebesatz derzeit: 380 Prozent), die Grundsteuer A könnte knapp 47 000 Euro und die Grundsteuer B rund 158 000 Euro in die Gemeindekasse spülen. Gemeinderat Herwig Schmidt (Freie Wähler) regte dazu an, dass der Hebesatz für die Grundsteuer A ja eigentlich auf 420 Prozent gesenkt werden könnte; derzeit sind es 450 Prozent. Darüber soll sich aber der ab 1. Mai dieses Jahres amtierende neue Gemeinderat Gedanken machen.

Die Schlüsselzuweisungen werden sich in diesem Jahr auf 961 000 Euro belaufen. Eher bescheiden fallen wahrscheinlich die Einnahmen aus der Hundesteuer mit geschätzt 5700 Euro aus. Die Gewerbesteuerumlage könnte sich zwischen 40 000 und 50 000 Euro einpendeln. Noch nicht endgültig ist die Kreisumlage definiert. Das könnten etwa 900 000 Euro sein. Die sogenannte "freie Spitze", also der Betrag, bei dem die Gemeinde weitgehend souverän entscheiden kann, könnte etwa 982 000 Euro betragen.

Für das laufende Jahr 2020 könnte man in der Summe 4,162 Millionen Euro investieren. Dem würden aber entsprechende Einnahmen in Höhe von 1,637 Millionen Euro gegenüberstehen. Das meiste Geld verschlingt der Bau der Brücke über die B 4 mit 300 000 Euro und die Sanierung der Itzgrundhalle mit insgesamt 900 000 Euro dar. Allerdings rechnet die Gemeinde in Sachen Itzgrundhalle auch mit einer Förderung von rund 500 000 Euro. Für die Feuerwehren in der Gemeinde Itzgrund stehen im Investitionsplan derzeit 235 000 Euro bereit. Für den Kindergarten "Itzgrundstrolche" will die Gemeinde weitere 200 000 Euro ausgeben.

Auch in die Abwasserbeseitigung will man investieren, nämlich 425 000 Euro. Davon sollen aber 300 000 Euro auf die Abwasserentsorgung entlang der Staatsstraße 2204 in Gleußen entfallen. Für das Baugebiet in Kaltenbrunn (Kapellenfeld) plant die Gemeinde, eine runde Million bereitzustellen. Hier würden Grundstücksverkäufe und mögliche Erschließungsbeiträge aber auch Einnahmen bringen. Zusätzlich soll in Herreth gebaut werden. Dafür plant man heuer 80 000 Euro ein. Die Sanierung des Kernweges von Lohhof nach Merkendorf steht mit 75 250 Euro im Entwurf des Investitionsplans. Für die Wohnungsbauförderung stehen 7000 Euro bereit. Bürgermeister Thomas stellte aber auch zu diesem Thema erfreut fest: "Es sind mehr Anträge unterwegs als bisher!" Zudem will man den Tiefbrunnen bei Schottenstein und dessen Umfeld überprüfen. Das könnte zwischen 5000 und 10 000 Euro kosten.

Die Bürgersprechstunde, die die Gemeinde erst 2019 eingeführt hatte, findet mangels Interesse nicht mehr statt.

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Martin Koch
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Veröffentlicht am:
14. 02. 2020
15:42 Uhr

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Martin Koch

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Veröffentlicht am:
14. 02. 2020
15:42 Uhr



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