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Coburg

Große Ehre auch ohne Auszeichnung

Jungbauer Axel Roth aus Beiersdorf war nominiert als Landwirt des Jahres. Den Preis räumt er zwar nicht ab, als Verlierer sieht er sich trotzdem nicht.



Axel Roth aus Beiersdorf ging bei der Verleihung des Ceres Award als Jungbauer des Jahres leer aus. Auf die Teilnahme ist er aber stolz.
Axel Roth aus Beiersdorf ging bei der Verleihung des Ceres Award als Jungbauer des Jahres leer aus. Auf die Teilnahme ist er aber stolz.   Foto: Timo Jaworr

Beiersdorf/Berlin - Eine gute Stunde war Axel Roth aus dem Coburger Stadtteil Beiersdorf am Mittwochabend auf heißen Kohlen gesessen. Für den Galaabend der großen Nacht der Landwirtschaft in Berlin hatte der 24-jährige Landwirt seine Arbeitskleidung gegen feine Abendgarderobe eingetauscht und gespannt auf das Urteil der Fachjury gewartet. Denn er war in der Kategorie Junglandwirt als einer von drei Finalisten für die Verleihung des Ceres Award nominiert. Den Heimweg musste Roth jedoch mit leeren Händen antreten. Nach einem kurzweiligen Abendprogramm ging der Titel an Magdalena Zelder aus Wittich-Bombogen in Rheinland-Pfalz.

Der Ceres Award

Ceres ist die römische Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit. Laut Veranstalter steht "die Namenspatenschaft dafür, dass - egal wie Landwirte heute ihre Betriebe ausrichten - die Grundlage für ihre Arbeit der Boden ist und sein Erhalt im Mittelpunkt verantwortungsvoller Bewirtschaftung steht."

Initiator des Ceres Awards ist agrarheute, ein überregionaler Fachtitel für Landwirte im deutschsprachigen Raum des Deutschen Landwirtschaftsverlags.

Die Jury besteht aus Vertretern landwirtschaflticher Verbände, Redakteuren von agrarheute und Sponsoren.

Quelle: www.ceresaward.de

 

Die Jury begründet ihre Entscheidung mit den besonderen Umständen, denen sich Zelder privat wie beruflich in ihrem Leben bisher gestellt hat. Neben ihren drei Kindern hat sie seit 2013 einen Milchviehbetrieb quasi aus dem Nichts aufgezogen. Nach einer Erkrankung vieler ihrer Tiere und der damit notwendigen Schlachtung hat sie zusammen mit ihrem Mann ihr Gut inzwischen auch auf Legehennenhaltung, als Lernbauernhof für Schulklassen und einen integrativen Betrieb mit Mitarbeitern mit Behinderung ausgeweitet.

 

"Beeindruckend", wie auch Axel Roth neidlos zugibt. Schon länger habe er Zelder gekannt und sei daher mit deren Betrieb, Arbeit und Situation betraut. Gemeinsam mit Hendrik Wolper aus dem niedersächsischen Einbeck-Salzderhelden, der ein außergewöhnliches Konzept mit Mobilen Hühnerställen verfolgt, hätten ihm zwei harte Konkurrenten gegenüber gestanden. Natürlich sei er etwas enttäuscht. Von Anfang an sei jedoch klar gewesen, dass zwei der drei Finalisten "heimgehen". "Das passt", kommentiert der Beiersdorfer also die Entscheidung der Jury am Donnerstag.

Als Verlierer sieht er sich dennoch nicht. Die Nominierung alleine sehe er als hohe Ehre an bei der Verleihung des Ceres Awards gehe es nicht wie bei anderen Wettbewerben darum, Prüfungen besonders gut abzulegen oder Vorträge zu halten. "Hier wird gewürdigt, was man eben im Leben so macht", führt Roth aus. Diese Würdigung des Gesamtkonzeptes eines Landwirtes gefalle dem 24-Jährigen gut. Und dabei hat schließlich auch er sich aus über 240 Bewerbern im gesamten deutschsprachigen Raum durchgesetzt.

Auf seinen Lorbeeren ausruhen wird sich Axel Roth aber trotz - oder gerade wegen - dieser Ehren nicht. Nach der Preisverleihung und einer Nacht in Berlin begab er sich per Zug direkt zurück nach Coburg. Der Familienbetrieb wartet dort bereits auf ihn. "Wenn ich zurück bin, geht es gleich weiter", sagt Roth am Ende des Telefonats mit der NP -Redaktion.

Autor

Christian Schuster
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Veröffentlicht am:
17. 10. 2019
17:46 Uhr

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Christian Schuster

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Veröffentlicht am:
17. 10. 2019
17:46 Uhr



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