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Coburg

Große Sprünge mit 95 Jahren

Die Spedition Heland expandiert weiter. Das neue Logistikzentrum soll noch im Frühjahr 2020 in betrieb gehen. Weiteres Wachstum nicht ausgeschlossen



Die neue Lagerhalle der Spedition Heland in der Marie-Curie-Straße wird im ersten Quartal 2020 in Betrieb genommen. Foto: Tischer
Die neue Lagerhalle der Spedition Heland in der Marie-Curie-Straße wird im ersten Quartal 2020 in Betrieb genommen. Foto: Tischer  

Neustadt - Die Spedition Heland setzt auf den Standort Neustadt - und auf Wachstum. Im Industriegebiet Süd-West entstand vor fünf Jahren für 4,2 Millionen Euro eine neue Firmenzentrale auf rund 6000 Quadratmetern. Die gute Verkehrsanbindung sowie weitere "weiche Standortfaktoren" begründen diese Entscheidung. Nun will das Familienunternehmens weiter expandieren.

Das Unternehmen

Gegründet wurde die in der vierten Generation stehende Spedition von Edwin Heland im Jahre 1924. Er beförderte die Waren, meist Puppen, noch mit dem Pferdefuhrwerk. Hilmar Heland übernahm.

Ihm folgte der derzeitige Firmenchef Wolfgang Heland, dessen Sohn Christian ebenfalls in die Spedition eingestiegen ist. 34 Lkw fahren derzeit für Heland, über 100 Mitarbeiter hat das Familienunternehmen. Neben innerdeutschen Touren fährt Heland auch in die Benelux-Staaten, nach Österreich und Frankreich. Andere Länder werden mit Partnerspeditionen abgedeckt.

Das Logistikzentrum in der Marie-Curie-Straße umfasst 6000 Quadratmeter. 4,2 Millionen Euro hat Heland in die Baumaßnahme investiert. In die neue Lagerhalle, die im ersten Quartal 2020 in Betrieb gehen soll, wurde ein mittlerer siebenstelliger Betrag investiert.

Info: www.heland.de


"Wir bauen auf einer neu erworbenen Flur derzeit eine neue Lagerhalle mit einer Fläche von 5000 Quadratmeter und 17 Überladebrücken", erläutert Geschäftsführer Christian Heland auf Nachfrage der Neuen Presse . Die Spedition nimmt dazu einen mittleren siebenstelligen Betrag in die Hand. "Wir können damit unsere Außenlager auflösen und unsere Kapazitäten bündeln", ordnet Heland ein. Dass dies alles im 95. Jahr der Firmengeschichte geschieht, sieht Geschäftsführer Wolfgang Heland als weiteren Beweis für die stete Weiterentwicklung des Familienunternehmens. Mit Sohn Christian hat bereits die vierte Generation Verantwortung übernommen, "dass sich auch die neuerliche Millioneninvestition sicherlich auszahlen wird, denn wir setzen auf Wachstum", so Wolfgang Heland weiter.

34 Lkw bei über 100 Mitarbeitern fahren derzeit für Heland. Noch vor fünf Jahren, als der Umzug nach Neustadt erfolgte, waren dies 23 Lkw und die Hälfte der Mitarbeiter. Die beiden Firmenchefs dankten insbesondere der Stadt Neustadt "für deren unbürokratische Unterstützung."

Ein Blick zurück in der Geschichte des Unternehmens: Während Firmengründer Edwin Heland 1924 noch mit dem Pferdefuhrwerk unterwegs war, brach für Hilmar Heland bereits die Kfz-Ära im Jahre 1956 an. Er fuhr vom Bahnhof Oeslau bis 1975 aus Stückgut mit dem Lkw an seine Kunden. Das Ende des bahnamtlichen Rollfuhrunternehmens läutete dahingehend dann ebenfalls ein neues Zeitalter ein: "Wir haben uns auf Stückgut, Teil- und Komplettladungen spezialisiert und die Immobilie am Neustadter Bahnhof gekauft", zeigt Christian Heland die Entwicklung auf. 1989 kam in Mönchröden eine Betriebsstätte hinzu, die sukzessive von Personalaufstockungen begleitet war.

Im Jahr 2000 wurde dann in Mönchröden dahinter eine zweite Lagerhalle gebaut. "Das war die Zeit, als sich der Nahverkehr immer mehr abschwächte und der Fernverkehr weiter ausgebaut wurde", erläutert Christian Heland "1997 war dann das Ende des Bahnstückguts besiegelt." Dieses stete und solide Wachstum charakterisiert das Familienunternehmen. "Wir haben nie sprunghaft expandiert, sondern uns permanent weiterentwickelt", fasst Christian Heland zusammen.

2005 folgt schließlich die Büroerweiterung am Bahnhof Neustadt. "2012 wurde dann das Hausser-Werk abgerissen und wir hätten dort expandieren können. Aber das wäre von der Fläche her nichts Halbes und nichts Ganzes gewesen", meint Heland. "Wir wollten aber alles zentral haben, so dass wir unsere Außenlager abbauen können und haben uns deshalb für die Großlösung entschieden", begründet der Geschäftsführer das Vorgehen, und meint damit das Logistikzentrum in der Marie-Curie-Straße. Kernsegmente sind dort die Bereiche Transport, Kommissionierung, Wareneingang, Warenausgang, Lagerhaltung und Retourenbearbeitung.

Wirtschaftsförderin Sandra Franz sieht in der Standorttreue der Spedition Signalwirkung für Neustadt: "Wir glauben, dass unsere Angebote für Firmen sehr lukrativ sind und hoffen auf weitere Unternehmen, die sich hier ansiedeln wollen." Christian Heland schließt derweil eine weitere Expansion nicht aus: "Auf dem Grundstück könnten weitere 8000 Quadratmeter Hallenfläche entstehen."

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Peter Tischer
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Veröffentlicht am:
28. 11. 2019
17:00 Uhr

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Peter Tischer

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Veröffentlicht am:
28. 11. 2019
17:00 Uhr



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