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Hand in Hand sicher über die Straße

Schon die Erstklässler der Melchior-Franck-Schule lernen, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten sollen. Dafür kommt extra ein Mitarbeiter des ADAC zu Besuch in die Schule.



Bevor sie die Straße überqueren, strecken die Kinder einen Arm aus. So zeigen sie den Autofahrern, dass sie auf die andere Seite wollen.	Foto: Andreas Wolfger
Bevor sie die Straße überqueren, strecken die Kinder einen Arm aus. So zeigen sie den Autofahrern, dass sie auf die andere Seite wollen. Foto: Andreas Wolfger  

Coburg - "In der linken Hand steckt das L", sagt Grundschullehrerin Beate Abele zu ihrer Klasse und streckt der 1b der Melchior-Franck-Schule die Handfläche ihrer linken Hand entgegen. Ihr Daumen ist abgespreizt. Die Kinder der sprechen ihrer Lehrerin nach und ahmen auch die Handbewegung nach. Heute bekommt die Klasse Besuch von ADAC. Dafür üben die Kinder vorab nochmal. "Erst links schauen, dann rechts und dann wieder links", rufen die Kleinen im Chor.

Bußgelder am Fußgängerübergang :

Das Halten auf dem Fußgängerüberweg bei stockendem Verkehr kostet mindestens fünf Euro.

Wird ein Fußgänger durch ein zu schnelles Fahrzeug am Überqueren behindert, ist die Strafe ein Punkt in Flensburg und mindestens 80 Euro Strafgeld.

Fährt ein Autofahrer über eine rote Ampel, die bereits länger als eine Sekunde rot leuchtet, ergibt das für ihn zwei Punkte in Flensburg mindestens 200 Euro Strafgeld und einen Monat Fahrverbot.


"Mit der Verkehrserziehung fangen wir bereits im Herbst an", sagt Abele. Und von da an ziehe sich das Thema dann durch alle Grundschuljahre. Am Ende stehe der Fahrradführerschein in der vierten Klasse. Aber zuerst müssen die Kinder erst lernen, wie sie die Straße sicher überqueren. Dafür hat Markus Steineck vom ADAC in der Sporthalle der Schule extra eine Fußgängerüberquerung aufgebaut. Mit Zebrastreifen und Ampel. In seinem Gepäck hat er außerdem auch seinen Gehilfen, den blauen Plüschraben "Adacus".

"Wenn der Adacus nicht mit mir zu Besuch in Schulen ist, dann fliegt er durch die Stadt und schaut, ob sich die Kinder an die Verkehrsregeln halten", erklärt Steineck. Dann fragt er die Kinder, ob sie denn wüssten, wie diese Regeln lauten würden. Sofort springt ein kleines blondes Mädchen auf und sagt: "Wenn die Ampel grün ist, darf ich rübergehen. Wenn sie rot ist, muss man stehen bleiben." Steineck lobt die Kleine und lässt sie dem Raben Adacus ein High-Five geben. Dann fügt er hinzu, dass es außerdem wichtig sei, aufmerksam zu sein und Blickkontakt zu den Autofahrern zu suchen. Als Belohnung für ihre Aufmerksamkeit dürfen alle Kinder Mal den blauen Plüschraben streicheln. Nun sind sie bereit für die praktischen Übungen.

Steineck und "Adacus" teilen die Grundschüler in zwei gleichgroße Gruppen auf. Autofahrer und Fußgänger. "Auf unserer Straße haben wir nur Elektroautos", erklärt Steineck. "Die machen beim Fahren keine Geräusche. Wenn die brummen, dann müssen die in die Werkstatt." Wie sich herausstellt sind an diesem Tag einige Fahrzeuge reif für eine Reparatur. Der Übung tut dies jedoch keinen Abbruch - ganz im Gegenteil alle Kinder sind voll und ganz bei der Sache. Die kleinen Fußgänger tun sich in Pärchen zusammen, fassen einander bei der Hand und suchen am Zebrastreifen Augenkontakt mit den jungen Autofahrern. Dann strecken sie je einen Arm aus, um zu signalisieren, dass sie auf die andere Seite wollen und die kleinen Autofahrer halten brav an. Nachdem alle Fußgänger die Straße überquert haben, tauschen die Kinder ihre Rollen. So bekommt jeder mal die Chance, zu zeigen, was er gelernt hat.

Als es an die Ampel geht, wird es kniffliger für die Kleinen. Nun müssen beide Gruppen auch noch darauf achten, welche Farbe gerade aufleuchtet. Neben dem roten und dem grünen, haben die Autofahrer ja auch ein gelbes Licht. Und was soll man tun, wenn die Ampel auf Rot springt, wenn man als Fußgänger mitten auf der Straße steht. "Dann lauft ihr schnell rüber", rät Marcus Steineck. "Bloß nicht mitten auf der Straße stehen bleiben." Und dann ist die Unterrichtsstunde auch schon vorüber.

Zum Abschluss erinnert Steineck die Kinder nochmal daran, wie wichtig es ist, beim Überqueren immer Augenkontakt zu den Autofahrern zu suchen. "Am besten ist es, wenn die Autofahrer euch ein Handzeichen geben, dass ihr über die Straße gehen könnt. So wisst ihr ganz sicher, dass sie Euch gesehen haben", sagt Steineck. "Manche Autofahrer achten nämlich nicht darauf, wer da am Straßenrand steht. Vielleicht schauen die, ob der ‚Adacus‘ gerade herumfliegt."

Am besten ist es, wenn die Autofahrer euch ein
Handzeichen geben, dass Ihr über die Straße gehen könnt.


zitat

Markus Steineck, Moderator beim ADAC


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von Andreas Wolfger
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Veröffentlicht am:
09. 01. 2019
16:50 Uhr

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von Andreas Wolfger

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09. 01. 2019
16:50 Uhr



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