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Coburg

Happy End für Mensch und Tier

Ein Pferd stürzt in Fechheim in einen mit Wasser gefüllten Schacht. Die Feuerwehr versucht es zu retten. Am Ende eilt ein Nachbar mit einem Bagger zu Hilfe.



Happy End für Mensch und Tier
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Fechheim - Es ist Dienstagabend, 18.24 Uhr, als die Feuerwehr Fechheim alarmiert wird. Doch diesmal wird sie nicht gerufen, um ein Feuer zu löschen. Die Meldung lautet: Ein Pferd ist in einen Schacht gefallen und kann sich nicht selbst befreien. Kreisbrandinspektor Stefan Zapf fordert bereits während der Anfahrt eine Drehleiter und ein Rüstwagen von der Feuerwehr Rödental nach. Weiterhin wird die Einsatzleitung der Neustadt Truppe alarmiert. Auch ein Tierarzt macht sich sogleich auf den Weg.

Als die ersten Kräfte der Fechheimer Wehr ankommen, bietet sich ihnen ein mitleiderregendes Bild: "Vom Pferd schauten lediglich Hals und Kopf aus dem Wasser", berichtet Zapf. Die Besitzer beruhigen zwar ihr Tier, doch alle Versuche, das inzwischen völlig entkräftete Pferd dazu zu bringen, sich selbstständig aus seiner misslichen Lage zu befreien, scheitern. Ein Hebegeschirr für Großtiere wird beordert. "Zwischenzeitlich gelang es, Sicherungsgurte um den Oberkörper des Pferdes zu befestigen", zeigt Zapf auf. Allerdings erweist sich auch das als unbrauchbar. Die Verletzungsgefahr ist zu groß. Zu allem Übel kann auch die Drehleiter aufgrund des Geländes nicht in Stellung gebracht werden. "Glücklicherweise bot ein Nachbar an, seinen geländegängigen Bagger an die Einsatzstelle zu bringen", so Zapf.

Man lässt etwas Wasser aus der Grube ab, dann hebt der Nachbar eine Rampe aus und entfernt die Seitenwand des Schachtes stückweise. Mit gemeinsamen Kräften, gutem Zureden und mithilfe des Tieres gelingt es nach etwas über einer Stunde schließlich, das Pferd zu befreien. "Bis auf einige Schürfwunden und Unterkühlung ging es ihm sehr gut", bilanziert Zapf und ergänzt schmunzelnd. "Eine Wellnessbehandlung mit Dusche und Futter konnte es sogleich genießen."

Die Ursache des ungeplanten Sturzes konnte leider nicht festgestellt werden. "Die Helfer machten sich mit dem schönen Gedanken, ein Leben gerettet zu haben, auf den Rückweg", ging auch für Zapf ein nicht alltäglicher Einsatz zu Ende.

Autor

Peter Tischer
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Veröffentlicht am:
24. 05. 2019
16:30 Uhr

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Peter Tischer

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Veröffentlicht am:
24. 05. 2019
16:30 Uhr



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