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Heimat statt Harvard

Lisa Feng ist in Coburg aufgewachsen und studiert auch hier. Mit gerade einmal 17 Jahren hat sie ein Bundesstipendium erhalten.



Ausnahmetalent Lisa Feng hat sich ganz bewusst für die Coburger Hochschule entschieden.
Ausnahmetalent Lisa Feng hat sich ganz bewusst für die Coburger Hochschule entschieden.  

Coburg - Lisa Feng ist ein Ausnahmetalent. Sie hat eine Klasse übersprungen und ihr Abitur bereits mit 16 abgelegt - mit einem Einser-Schnitt. Eigentlich hätte sich die Coburgerin eine der großen Spitzenunis aussuchen können. Trotzdem hat sie sich für ihre Heimat und damit die Hochschule Coburg entschieden. Im dritten Semester studiert die 17-Jährige hier Automobiltechnologie mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsingenieurwesen. Bei Ferienaktionen, Schnuppertagen für Schülerinnen oder Angeboten zum Kennenlernen der Labore und Hörsäle hatte sie schon immer wieder Zeit an der Hochschule verbracht. Das hat ihr auch die Entscheidung, hier zu studieren erleichtert.

Für die Vizepräsidentin der Hochschule Coburg, Prof. Dr. Jutta Michel, sind Geschichten wie die von Lisa Feng ein echter Gewinn: "Das zeigt, dass unsere Strategie, Schülerinnen frühzeitig an die Hochschule heranzuführen, aufgeht." Vor drei Jahren habe die Hochschule deshalb auch Kooperationsverträge mit Schulen in der Region geschlossen. Schüler können Teile ihrer P-Seminare an der Hochschule machen und dabei die Labore und Ausstattung nutzen. Es gibt Workshops, bei denen sie ihr Blut analysieren, ein technisches Produkt entwickeln oder das Schneiden von Videos lernen können.

Auch das Thema Frauen und Technik spielt dabei eine große Rolle. "Es sind leider immer noch zu wenig Frauen, die sich für technische Studiengänge entscheiden. Mit speziellen Angeboten nur für Mädchen möchten wir das Interesse steigern." Umso wichtiger seien deshalb Erfolgsgeschichten wie die von Lisa Feng.

Die überdurchschnittlichen Leistungen der 17-Jährigen sind an der Hochschule nicht lange unbemerkt geblieben. Christian Erkenbrecher, Leiter des Career Service, hatte vor einem Jahr Lisa Fengs Bewerbung für ein Deutschlandstipendium auf dem Tisch. "Das war schon etwas Besonderes. Eine so junge Bewerberin mit Top-Noten, überdurchschnittlichem Engagement und schon zahlreichen Auszeichnungen." Die Kommission, die entscheidet, wer ein Stipendium bekommt, war sich bei Lisa Feng schnell einig. Denn ein Deutschlandstipendium bedeutet nicht nur materielle Förderung. Es soll auch dafür sorgen, dass sich die Studierenden ein Netzwerk zu Unternehmen aufbauen können. Die eine Hälfte des Stipendiums übernimmt deshalb ein Unternehmen, die andere Hälfte kommt vom Bund.

"Das Deutschlandstipendium ermöglicht es uns, frühzeitig Kontakte zu den begehrten Nachwuchskräften zu knüpfen und diese als zukünftige Fach- und Führungskräfte für das Unternehmen zu gewinnen", erklärt Katrin Schröder, Personalleiterin beim Unternehmen Kapp Niles. Der Coburger Maschinen- und Werkzeughersteller wurde als Förderer für Lisa Feng gewählt. Die Schülerin war dort kein unbekanntes Gesicht. "Der erste Kontakt fand bereits zu ihrer Schulzeit statt, als sie im Rahmen des Dr.-Ing. E. h. Bernhard Kapp Preises prämiert wurde. Vor Studienbeginn absolvierte sie bei uns außerdem ein dreimonatiges Praktikum, unter anderem auch in China", berichtet Schröder.

Lisa Feng wird in spätestens zwei Jahren ihren Bachelor abschließen. Die Entscheidung für die Hochschule Coburg hat sie nicht bereut: "Durch das Studium wurde ich gezwungen, mich aus der Praxissicht mit Themen auseinander zu setzen. Dadurch lernt man auch mehr. Wenn ich an eine Uni gegangen wäre, wo man nicht so viel Zeit für die Praxis hat, würde mir das fehlen."

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Veröffentlicht am:
06. 12. 2018
18:26 Uhr

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06. 12. 2018
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