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Coburg

Helfer dringend gesucht

Es sind beeindruckende Zahlen, die der Vorsitzende der Tschernobyl-Kinderhilfe vorlegt. Doch dahinter verbirgt sich auch jede Menge Arbeit.



Auch in diesem Jahr holt Dieter Wolf (Dritter von links) wieder Kinder aus der verstrahlten Region zu einem Genesungsurlaub nach Neustadt. Foto: Tischer
Auch in diesem Jahr holt Dieter Wolf (Dritter von links) wieder Kinder aus der verstrahlten Region zu einem Genesungsurlaub nach Neustadt. Foto: Tischer  

Neustadt - Es ist eine "Never Ending Story", der Kampf und das Bemühen der Tschernobyl-Kinderhilfe Neustadt. Der Vorsitzende Dieter Wolf und seine Mannschaft stellen dabei immer das Wohl der Menschen in den Fokus. "Wir haben derzeit 110 Mitglieder", berichtete Wolf bei der jüngsten Hauptversammlung, "zwei weniger als vor einem Jahr". Doch die, die sich engagieren, werden nicht müde, immer wieder aufs Neue zu helfen. Natürlich ist der Verein auf Spenden angewiesen und auch die würden nicht leichter zu generieren, weiß der Vorsitzende.

48 Transporte, 19 Kinderbesuche

Die Tschernobyl-Kinderhilfe Neustadt will den betroffenen Menschen in der Ukraine helfen, die im eigenen Land von niemandem und von keiner Stelle Hilfe erwarten können. "Wir wollen den Menschen das Gefühl geben, dass sie in ihrem fast aussichtslosen Leben auf der Welt nicht vergessen sind", zeigt Vorsitzender Dieter Wolf auf.

Bislang wurden 48 Hilfstransporte, 43 Hilfsaktionen, 19 Kinderbesuche mit insgesamt rund 500 Kindern und einer Dauer von bis zu vier Wochen organisiert. Einige Hunderttausend Euro wurden dafür schon aufgebracht. Derzeit gehören 110 Mitglieder dem Verein an.

www.tschernobylhilfe-neustadt.com


Für die Kinderbesuche in Neustadt, verdeutlichte Wolf, brauche man vier Kleinbusse für vier Wochen rund um die Uhr, dazu müssten auch permanent vier Fahrer zur Verfügung stehen. "1000 Frühstücke, 1000 warme Mahlzeiten mittags und noch einmal 1000 Abendessen müssen auf den Tisch gezaubert werden", informiert er.

Die Helfer hätten zudem bei den Hilfslieferungen allein im vergangenen Jahr 600 Tonnen in den Händen gehabt, "die dann letztlich in 577 Paketen gelandet sind und ein Gewicht von 4790 Kilogramm hatten", wie Wolf ausführte. Den Rest habe man schon für dieses Jahr gepackt.

Vor allem sucht Dieter Wolf Jahr für Jahr verzweifelt nach Helfern, nicht nur für die vier Wochen, in denen die Kinder hier betreut werden müssen, sondern auch für die Logistik. "Allein für die Pakete brauchen wir vier Kilometer Klebeband", verdeutlicht er, wie hoch das Arbeitsaufkommen ist. "Wir nehmen aber keine gebrauchte Kleidung mehr an", so Wolf. Zu oft seien es verschlissene Sachen gewesen, "die nicht einmal mehr als Lumpen getaugt hätten". Deren Entsorgung würde dem Verein sogar noch viel Geld kosten.

Was allerdings gebraucht wird, sind Hygiene-Artikel, Vitaminpräparate, Medikamente, haltbare Lebensmittel, Süßigkeiten, Spielsachen, Schulbedarf, Spülmittel und auch Waschmittel.

Über geordnete Finanzen berichtete Kassiererin Karin Götz: "Der aktuelle Stand des Spendenkontos gibt Hoffnung, dass heuer weitere wichtige Projekte in Angriff genommen werden können. Vorausgesetzt wir haben weitere erhoffte Spendeneingänge." Die Revisoren Rainer Knauer (neu Edgar Belk) und Rochus Dinkel bescheinigten einwandfreie Buchführung und das Plenum entlastete die Kassiererin einstimmig.

Der Weihnachtstransport mit über 200 Paketen konnte - aufgrund der politischen Situation in der Ukraine - erst Mitte Januar 2019 zugestellt werden. Von den 46 vorgeschlagen Kindern wurden 21 für den diesjährigen Erholungsaufenthalt ausgewählt. "Mindestens vier Hilfstransporte wollen wir in diesem Jahr zusammenstellen und in die Ukraine schicken", blickte Wolf nach vorne. Der nächste Kinderbesuch findet vom 13. Juni bis 11. Juli statt.

Nach langen und schwierigen Verhandlungen konnte Dieter Wolf auch für dieses Jahr wieder das Pfadfinderhaus in Fornbach reservieren. Die nächste Hilfsaktion in der Ukraine, die 44. Reise, ist für Anfang August geplant.

Autor

Peter Tischer
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
14. 03. 2019
17:12 Uhr

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Peter Tischer

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Veröffentlicht am:
14. 03. 2019
17:12 Uhr



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