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Coburg

Hochschule rüstet sich für Digitalisierung

Auf dem Campus entsteht ein IT- und Mediencenter. Das 24 Millionen teure Gebäude soll zum Start des Wintersemesters 2020/21 fertig sein.



Deckel drauf: Mit Tageszeitungen, Münzen und einer Urkunde bestückten (von links) Hochschulpräsidentin Christian Fritze, Christian Schöppik (Wissenschaftsministerium), Oberbürgermeister Norbert Tessmer und Jürgen König (Leiter Staatliches Bauamt Bamberg) den Grundstein.	Foto: Christoph Scheppe
Deckel drauf: Mit Tageszeitungen, Münzen und einer Urkunde bestückten (von links) Hochschulpräsidentin Christian Fritze, Christian Schöppik (Wissenschaftsministerium), Oberbürgermeister Norbert Tessmer und Jürgen König (Leiter Staatliches Bauamt Bamberg) den Grundstein. Foto: Christoph Scheppe  

Coburg - Die Digitalisierung ist auch eine Zeitenwende für die Wissenschaft: Noch nie konnte sie auf so viele Daten zurückgreifen, nie hat sie so viele Daten produziert. Um diese sinnvoll und effizient zu nutzen, brauchen Universitäten und Hochschulen geeignete Infrastrukturen. Die werden zurzeit auf dem Campus Friedrich Streib aufgebaut. Dort entsteht das IT- und Mediencenter der Hochschule Coburg, für das am Mittwoch der Grundstein gelegt wurde. Wenn alles nach Plan läuft, kann der Betrieb zu Beginn des Wintersemesters 2020/21 aufgenommen werden.

Vom Polytechnikum zum Hochschule

Als 1971 in Bayern die Fachhochschulen entstehen, wird aus dem 1960 auf dem heutigen Campus Friedrich Streib angesiedelten Coburger Polytechnikum die Fachhochschule Coburg, der bis zum Jahr 2000 die Textilfach- und die Ingenieurschule Münchberg angegliedert ist. Neben Coburg gibt es damals nur sieben weitere staatliche Fachhochschulen in Bayern, und zwar in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Würzburg, Rosenheim und Weihenstephan.

Zudem kommen in dieser Zeit mit Wirtschaft und Sozialwesen zwei neue Studienrichtungen hinzu, die den Charakter der rein technisch ausgerichteten Ausbildung stark verändern und das Fächerspektrum der Fachhochschule deutlich erweitern.

Mit dem Start des Studiengangs Innenarchitektur im Jahr 1975 wird der Grundstein für den Design-Standort Coburg gelegt. 1999 mietet der Freistaat Bayern für die Hochschule das ehemals herzogliche Hofbrauhaus an, in dem zunächst Dozierende und Studierende der Innenarchitektur und des Integrierten Produktdesign lehren und arbeiten. So entsteht neben dem Campus Friedrich Streib mit dem Campus Design ein zweiter am Hofbrauhaus. Seit dem Wintersemester 2012/13 ist dort die gesamte Fakultät Design beheimatet, zu der auch die Studiengänge Architektur und Bauingenieurwesen gehören.

Mit Beginn des Wintersemesters 2018/19 besuchen 5300 Studierende die Hochschule Coburg.


Das IT- und Mediencenter erhöhe einerseits die Attraktivität, sei andererseits aber auch Spiegelbild der Arbeit und Erfolge der Hochschule Coburg, sagte Präsidentin Prof. Dr. Christiane Fritze. Es trage zudem die Handschrift ihres verstorbenen Vorgängers Prof. Dr. Michael Pötzl, der maßgeblich an der Entwurfsplanung beteiligt gewesen sei und dessen Vision der Fassadengestaltung Umsetzung finde. Fritze dankte dem Freistaat Bayern, der im Rahmen des "Hochschulpakts 2020" insgesamt rund 65 Millionen für den Ausbau der Hochschule Coburg bereitgestellt habe.

Nach dem Parkdeck mit 500 Stellplätzen und dem Zentrum für Mobilität und Energie ist das IT- und Mediencenter der dritte Neubau, der auf dem Campus entsteht. Zuvor war das Raumangebot bereits im Wintersemester 2011/12 um zwei neue Hörsäle mit insgesamt 450 Plätzen erweitert und die Aula sowie ein Verwaltungs- und Hörsaalgebäude generalsaniert worden. Den Abschluss der Campus-Umgestaltung bildet 2021 die Sanierung des Hauptgebäudes, die im laufenden Betrieb erfolgt.

Das künftige IT- und Medienzentrum schlägt mit rund 24 Millionen Euro zu Buche. Es eröffnet Studierenden und Lehrenden neue Räume für die Zusammenarbeit. Das 80 Meter lange und 36 Meter breite Gebäude hat eine Nutzfläche von rund 3500 Quadratmetern. Unter anderem sind dort auf mehreren Etagen IT-Unterrichtsräume für die technischen Studiengänge, Hochschulrechenzentrum und Bibliothek untergebracht.

"Die Hochschule wächst und hat sich in den vergangen Jahren stetig fortentwickelt", hob Oberbürgermeister Norbert Tessmer den hohen Stellenwert hervor. Sie sei "unverzichtbarer Bestandteil der Coburger Bildungslandschaft und einer der wichtigsten Standortfaktoren für Stadt, Region und Wirtschaft". Die Hochschule stärke das Oberzentrum Coburg, biete den hier lebenden Menschen die Möglichkeit der Hochschulausbildung vor Ort und wirke damit der Abwanderung junger Studienwilliger entgegen.

Mit dem IT- und Mediencenter reagiere die Hochschule Coburg auf die fortschreitende Entwicklung. Lehre, Wissenschaft und Forschung seien ein "wichtiger Treiber" zur weiteren Entwicklung der Digitalisierung. "Wir leben im Jahr 2018 im tiefsten digitalen Zeitalter", sagte Tessmer mit Blick auf die "Generation Z". So werden die Jahrgänge 1995 bis 2010 bezeichnet, die mit Internet, Smartphone, Facebook, Instagram und Co. aufgewachsen sind.

Die Grundsteinlegung sei der Abschluss der Planung, denn "Virtuelles wird nun real", stellte der Leiter des Staatlichen Bauamts Bamberg, Jürgen König, fest. Der Zweckbau werde sich durch seine Außenhülle deutlich von den anderen Campus-Gebäuden unterscheiden. Aktuell seien die Bauarbeiten voll im Zeitplan.

Autor
Christoph Scheppe

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Veröffentlicht am:
12. 09. 2018
17:32 Uhr

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12. 09. 2018
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