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Coburg

Höhere Gebühren auf den Friedhöfen

Der Rödentaler Stadtrat stimmt einer neuen Satzung zu. Damit will man für bessere Kostendeckung sorgen.



Rödental - Höhere Grabgebühren für die fünf städtischen Friedhöfe in Rödental hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Sie sollen zum 1. August steigen. Die Korrektur der Entgelte wurde notwendig, nachdem die Kostendeckung von 84 Prozent im Jahr 2015 auf 52,6 Prozent im Jahr 2018 gefallen war. Durch die Neuausrichtung der Gebührensatzung will man nach Worten von Kämmerin Karin Beier wieder auf etwa 80 Prozent kommen. "Die Stadt legt damit noch immer 20 Prozent der entstehenden Kosten drauf", betonte die Kämmerin.

In Kürze

Bürgermeister Marco Steiner informierte, dass der Stadt für die Generalsanierung des Schulgebäudes in Einberg Fördergelder in Höhe von 6,5 Millionen Euro zugesagt wurden.

Auf Nachfrage von Thomas Lesch erklärte Bauamtsleiter Günter Benning, dass der finale Bebauungsplan für das Baugebiet Spitzäcker Rothenhof nun vorliegt. Ende Juli will man das Bebauungsplanverfahren eröffnen.

Thomas Lesch wollte wissen, ob sich die gesetzliche Änderung zur Einschulung von Kindern negativ auf die Belegsituation in den Rödentaler Kindertagesstätten ausgewirkt hat. Ordnungsamtsleiterin Christine Weiß gab hier Entwarnung. Für das neue Kindergartenjahr gebe es derzeit keine Wartelisten: "Alle Kinder haben einen Platz bekommen".


Bürgermeister Marco Steiner (FW) ergänzte, dass die Stadt nicht alle Kosten auf die Nutzer abwälzen will, da die Friedhöfe Parkanlagen gleichen, die einen erhöhten Pflegeaufwand nötig machten. Zweitem Bürgermeister Thomas Lesch (SPD) fiel auf, dass die Kostensteigerungen bei den einzelnen Grabarten sehr breit ausfallen: von null bis 50 Prozent. Karin Beier begründete dies mit dem unterschiedlichen Pflegeaufwand durch den städtischen Bauhof. Besonders kommt dieser Ansatz demnach bei Urnennischengräbern und bei anonymen Bestattungen zum Tragen. "Hier bestand eine erheblich Unterdeckung", sagte die Kämmerin. Die Kosten für ein anonymes Grab steigen von 300 auf 450 Euro, für ein Reihengrab von 700 auf 850 Euro. Zudem wird eine "Allgemeine Verwaltungspauschale" von 30 Euro je Sterbefall eingeführt. Hans-Joachim Lieb (FW) wollte wissen, was der Wert von 20 Prozent in Zahlen bedeutet. Laut Karin Beier wird der Haushalt mit etwa 45 000 Euro im Jahr belastet, sofern die Deckungsquote von 80 Prozent erreicht wird.

Einig war sich der Stadtrat darüber, dass die Straßenbeleuchtung für den Parkplatz Rathausstraße sowie für Oeslauer Straße, Schalkauer Straße, Gnaileser Straße, Am Gründlein, Mönchrödener Straße, Schenkgasse und "Drei Seelein" auf LED umgerüstet wird. Dafür werden knapp 50 000 Euro investiert, wovon die Stadt 39 953 Euro an Eigenmitteln aufbringen muss. An der Straße "Am Gründlein" soll eine Eigentumswohnanlage entstehen. Der Investor bekundete Interesse an einem angrenzenden städtischen Grundstück. Damit dieses bebaut werden kann, muss der Bebauungsplan geändert werden. Einstimmig beschloss der Stadtrat, das Verfahren zu eröffnen. Über den Preis werde erst verhandelt, wenn man die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen habe, sagte Steiner..

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Martin Rebhan
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Veröffentlicht am:
02. 07. 2019
17:36 Uhr

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Autor

Martin Rebhan

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Veröffentlicht am:
02. 07. 2019
17:36 Uhr



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