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Coburg

Hotel am Anger: Eidt beklagt "unsaubere Finte"

Der Stadtrat wollte eine namentliche Abstimmung über Grundstücksverkauf. In nicht öffentlicher Sitzung wurde das jedoch verhindert.



Hotel am Anger: Eidt beklagt "unsaubere Finte"
Hotel am Anger: Eidt beklagt "unsaubere Finte"  

Coburg - Stadtrat Dr. Hans-Heinrich Eidt (FDP) beschwert sich in einem Schreiben an Oberbürgermeister Norbert Tessmer darüber, dass im Stadtrat nicht namentlich über den Verkauf eine Grundstücks für den Neubau eines Hotels auf dem Ketschenanger abgestimmt wurde. Einen entsprechenden Antrag von ihm in der Stadtratssitzung hätte eine Mehrheit der Stadträte mit unlauteren Mitteln verhindert. Eidt schreibt: "Wenn dort in Zukunft ein ungestalteter Kasten entsteht, der zwar dem Bebauungsplan, aber nicht der Qualität unseres Stadtbildes entspricht, wäre es notwendig gewesen, die Stadträte verantwortlich zu machen, die mit allen Mitteln einen Verkauf ohne Absicherung der Fassadengestaltung durchgesetzt haben".

Nach Lesart der Gegner hätte Eidt für eine namentliche Abstimmung vorher ein Drittel der Stadträte persönlich zusammenbringen müssen. Eidt fragt nun: "Wo ist das bitte in der Geschäftsordnung geregelt?" Und er ärgert sich: "Es ist eine Unverschämtheit der Kollegen, die mit diesem Vorschlag die namentliche Abstimmung zu verhindern suchten". Der FDP-Mann beklagt "eine schwache Leistung des Rechtsrates, sich durch diese unsaubere Finte übertölpeln zu lassen".

Eidt verweist schließlich darauf, dass er sich die Stadträte notiert habe, die "eine vertragliche Sicherung vor einer schlechten Gestaltung" zu erreichen suchten. "Sollten die Investoren nun ihre in der Stadtratssitzung gegebenen mündlichen Zusagen zur Fassadengestaltung nicht einhalten, lassen sich diejenigen, die eine vereinbarte Vorsichtsmaßnahme abgelehnt haben, auch später noch feststellen".

In seiner Sitzung vom vergangenen Donnerstag hatte der Stadtrat den Weg für den Neubau eines Hotels am Anger grundsätzlich frei gemacht. Vor allem die Alstadtfreude und der Verein Stadtbild Coburg, dessen Vorsitzender Eidt ist, sind mit der Gestaltung und der Höhe des Gebäudes nicht einverstanden. Rückendeckung bekommen die Kritiker von Michael Stoschek. Er hält den bereits 2010 vom Stadtrat beschlossenen Bebauungsplan für "städtebaulich unsensibel".

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Volker Friedrich

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Veröffentlicht am:
14. 04. 2019
17:38 Uhr

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14. 04. 2019
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