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Coburg

Jetzt gibt's Gelb für Gehsteigparker

Abgestellte Autos, die Fußgänger dazu zwingen, auf die Straße auszuweichen, sind auch in Neustadt ein Ärgernis. Engagierte Bürger werden nun die Fahrer auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen.



Mit der "Gelben Karte" wollen die Projektpartner die Gehwegparker sensibilisieren, um ein gutes Miteinander zwischen Autofahrer und Fußgänger bzw. Radler zu erreichen. Fotos: Tischer
Mit der "Gelben Karte" wollen die Projektpartner die Gehwegparker sensibilisieren, um ein gutes Miteinander zwischen Autofahrer und Fußgänger bzw. Radler zu erreichen. Fotos: Tischer   » zu den Bildern

Neustadt - Auf dem Gehsteig zu parken, ist eine Unsitte, die immer häufiger zu beobachten ist. Senioren, Eltern mit Kinderwagen oder kleine Kinder auf dem Fahrrad oder Roller müssen dann auf die Straße ausweichen. Freilich ist dies kein Neustadt spezifisches Problem und erst recht ist es kein Kavaliersdelikt. Verantwortungsvolle Bürger wollen nun im wahrsten Sonne des Wortes Falschparkern die "Gelbe Karte" zeigen.

"Vor drei Jahren hatten wir schon eine ähnliche Aktion mit gelben Zetteln", erklärt dazu die Sprecherin des Seniorenbeirats, Renate Gretzbach. Doch nun hat man das Ganze professionalisiert. "Es gibt viele Beschwerden über das Gehsteigparken", weiß auch Demografiebeauftragter Detlef Heerlein. 15 unterschiedliche Behörden, Institutionen und Einrichtungen beteiligen sich nun an dieser Aktion, angefangen vom AWO-Quartiersmanagement über die Stadt Neustadt und dem Seniorenbeirat bis hin zur Polizei. Sogar das Landratsamt hat zugesagt mitzumachen.

"Die Gelbe Karte hat nicht die Aufgabe, die Straßenverkehrsordnung durchzusetzen", betont dabei Quartiersmanagerin Natalie Haase. "Wir wollen und können niemanden sanktionieren. Das ist Aufgabe der Polizei." Die kann aber "Wiederholungstäter" mit einem ordentlichen Verwarnungsgeld belangen. "Da sind schon einmal 35 Euro drin", gibt Heerlein beispielhaft vor.

Die "Gelbe Karte" solle dagegen nur ein charmanter Hinweis sein, eine freundliche Erinnerung an eine Problematik, die man in der Hektik des Alltags gerne vergesse, erläutert Gretzbach. Beispielhaft zeigt sie die Spielstraße mit Tempo-7-Begrenzung am Arnoldplatz auf: "Hier ist überhaupt kein Parken erlaubt, auch nicht beim Fruchthandel und der Bank."

Von einer Art "Ersatz-Sheriffs" will weder sie noch die anderen Beteiligten etwas wissen, "aber grobe und vor allen Dingen wiederholte Verstöße müssen geahndet werden. Sonst wird man unglaubwürdig."

Ziel der "Gelben Karte" ist es, auf die Thematik aufmerksam zu machen und die Autofahrer zu sensibilisieren. Sie wird künftig wohl an einigen Windschutzscheibe prangen. Zudem ist die "Gelbe Karte" ein Zeichen der Solidarität und nicht der Unmut eines Einzelnen. "Im Großen und Ganzen steht hinter dem Projekt ‚Gelbe Karte‘ die Bitte, dass die Bürger aufeinander achten, damit ein gutes Miteinander im alltäglichen Leben möglich ist", bringt es Haase auf den Punkt.

Das Projekt ist nicht befristet, die Karten werden bei den Kooperationspartnern kostenfrei ausgegeben "und zwar an jeden engagierten Bürger. Die Aktion ist nicht an Senioren oder Familien gebunden", verdeutlicht Heerlein. "Wir haben 2000 solcher Gelber Karten drucken lassen. Und wenn die nicht langen, dann legen wir halt nach", verspricht Heerlein, mit dieser Aktion am Ball zu bleiben.

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Peter Tischer
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Veröffentlicht am:
12. 07. 2019
16:00 Uhr

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Peter Tischer

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Veröffentlicht am:
12. 07. 2019
16:00 Uhr



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