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Coburg

Jetzt wird der Ernstplatz schön

Die Wohnbau präsentiert Pläne für die Sanierung des Areals zwischen Lutherschule und Judentor. Kernpunkt ist die Schaffung einer Promenade. Die Fußgänger erhalten wesentlich mehr Platz



Zwischen Judentor und Ernstplatz stehen wesentliche Veränderung an. Die Wohnbau informierte am Mittwochabend über die Sanierungspläne.	Foto: Brabec
Zwischen Judentor und Ernstplatz stehen wesentliche Veränderung an. Die Wohnbau informierte am Mittwochabend über die Sanierungspläne. Foto: Brabec   » zu den Bildern

Coburg - Zwischen Lutherschule und Judentor plant die Stadt Coburg in den kommenden Jahren grundlegende Veränderungen. Neben dem Umbau der Lutherschule zum Bildungshaus ist auch die Neugestaltung der Freianlagen sowie der Straßen und Fußgängerbereiche zwischen dem Ernstplatz und der Straße Am Viktoriabrunnen geplant. Was genau die Wohnbau Coburg, die für die Stadt als Sanierungsträger in diesem Bereich auftritt vorhat, darüber informierte Fachplaner Sandro Schaffner ( Büro RSP Freiraum, Dresden) am Mittwochabend Anlieger und Interessierte im Verwaltungsgebäude der Wohnbau auf der Mauer.

"Der die Planung prägende Leitgedanke ist die Schaffung einer Promenade entlang der Stadtmauer vom Albertsplatz zum Judentor", betonte Schaffner. Diese Promenade, die ab dem frühen 19. Jahrhundert im genannten Bereich schon einmal existiert hat, sei in Coburg ein historisches Motiv. Mit der Sanierung des Albertsplatzes sei der erste Teil der Promenade nach historischem Vorbild bereits wiederhergestellt worden. "Hier schließt sich dann die Neugestaltung in Richtung Ernstplatz und Am Viktoriabrunnen an", sagte Sandro Schaffner.

Mit der Umgestaltung würde das Areal nicht nur optisch aufgewertet, sondern gleichzeitig unübersichtliche Knotenpunkte und unnötige Sperrflächen reduziert. Ziel der Planung sei es, die Flächen, die für Autos zur Verfügung stehen, zu verkleinern und dadurch die beengte Situation für Fußgänger und Radfahrer deutlich zu verbessern. Der Verkehrsraum in diesem Bereich erfahre insgesamt eine notwendige Neuordnung.

Um das Bildungshaus Lutherschule, das von Kindern bis zu einem Alter von elf Jahren genutzt wird, für Eltern gut erreichbar zu machen, sollen sieben Kurzzeitparkplätze am nördlichen Ende des Schulhofs der Lutherschule angeordnet werden. Etwas südlich davon möchte der Planer eine neue Wendemöglichkeit für die Autos der Eltern einrichten. Am nördlichen Ende des Ernstplatzes entsteht dagegen eine Freifläche, die sich zum Treffpunkt für Schüler, Touristen, Fußgänger und Anwohner entwickeln könne. Heute ist dort eine schraffierte Fläche auf dem Asphalt.

In der Straße "Am Viktoriabrunnen" soll auch weiterhin auf insgesamt acht Stellplätzen geparkt werden können. Vor dem Netto-Markt finden sieben Stellplätze direkt neben der Promenade Platz, der frei werdende Raum dort ist für den Lieferverkehr vorgesehen. Hier entsteht außerdem eine neue Sitzgelegenheit auf einer Mauer, die zum Verweilen einlädt.

Im Bereich des Sparkassengebäudes am Viktoriabrunnen können an der Viktoriastraße vier Stellplätze für Anwohner hergerichtet werden. Das erreicht man, indem man dort die Breite der Fahrbahn reduziert. Zur Querung der Goethestraße in Höhe des Ernstplatzes soll eine Fußgängerinsel in die Mitte der Straße eingebaut werden. Die aktuell vierspurige Fahrbahn wird im Bereich der Einmündung "Am Viktoriabrunnen" um einen Fahrstreifen und die jetzt dort vorhandene Sperrfläche reduziert. Dafür will der Planer eine Verkehrsinsel bauen, die geschwindigkeitsreduzierend wirken soll. Unangetastet bleibt die Druckknopf-Ampel an der Einmündung des Fußwegs zum Parkhaus Zinkenwehr.

Wie Sandro Schaffner sagte, werde das Blindenleitsystem vom Albertsplatz aus weitergeführt. Ertastbare Bodenelemente leiten Sehbehinderte entlang der Hauptbewegungsachse auf der Ostseite des Ernstplatzes. Durch die Baumaßnahmen wird entlang der Geh- und Verkehrswege Barrierefreiheit geschaffen. Rampen, Treppen und größere Höhenunterschiede sollen verschwinden. Bordsteinkanten werden abgesenkt.

Im Zuge der Baumaßnahme wird außerdem auch ein neues Lichtkonzept umgesetzt. Entlang der Promenade kommen die bekannten Coburg-Leuchten zum Einsatz. Bodeneinbauleuchten setzen zusätzliche Akzente, wie etwa am Kriegerdenkmal. Das Judentor wird analog zum Ketschentor in Szene gesetzt. Am Viktoriabrunnen und in der Hauptverkehrsstraße Ernstplatz wird die technische Beleuchtung analog zur Ketschendorfer Straße gestaltet.

Der Baumbestand soll - soweit möglich - erhalten bleiben und verjüngt werden.

Gebaut wird voraussichtlich in drei Abschnitten. Begonnen wird Anfang 2020 im Bereich des Bildungshauses und am Ernstplatz.

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Veröffentlicht am:
26. 06. 2019
19:32 Uhr

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26. 06. 2019
19:32 Uhr



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