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Coburg

Jubiläum schreibt rote Zahlen

Trotzdem zogen Räte und Bürgermeister in Lautertal eine positive Bilanz. Auch der Außenbereich des Kindergartens war Thema der Sitzung.



Lautertal - Eine überaus positive Bilanz des Doppel-Jubiläums "50 Jahre Großgemeinde Lautertal" und "50 Jahre Freiwillige Feuerwehr" zogen Bürgermeister und Gemeinderat in ihrer Sitzung am Donnerstag. Unzählige Helfer und Bürger haben sich laut Bürgermeister Karl Kolb beteiligt. Finanziell hätten allerdings Einnahmen in Höhe von 60 500 Euro Ausgaben von 97 230 Euro gegenüber gestanden. Es sei aber von vornherein der Wunsch des Gemeinderates gewesen, das Jubiläum mit einem familienfreundlichen Fest zu begehen. 2. Bürgermeister Martin Rebhan machte deutlich: "Ein solcher sozialer Aspekt hat die Dorfgemeinschaft erheblich gestärkt und ist mit Geld nicht zu bezahlen." Rebhan sprach insbesondere Frances Büchner und Alexander Escher von der Verwaltung sowie den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ein großes Lob für deren Engagement aus. Renate Kotschenreuther erklärte, dass solche Veranstaltungen nun einmal viel Geld kosten. Sie festigten jedoch den Zusammenhalt. Der Gemeinderat erteilte der Abrechnung die Entlastung.

Kaeser kauft Fischzucht

Wie der Bürgermeister bekannt gab, hat Thomas Kaeser das Gelände der ehemaligen Fischzucht Lautertal erworben. Bei einem Gespräch mit der Verwaltung habe der Käufer erklärt, dass ein Konzept für eine hochwertige und nachhaltige Fischzucht erstellt werde, wobei Becken und Gebäude im Wesentlichen erhalten bleiben. Außerdem ist angedacht, dort künftig Seminare (zum Beispiel Räucherkurse) abzuhalten. Die Gemeinde hat ihre Unterstützung zugesagt.


Mit Schreiben vom 22. Juli hatte der VdK-Ortsverband "Lautergrund" einen Antrag auf eine nicht näher definierte Unterstützung für seine Verbandsarbeit an die Gemeinde gestellt. Begründet wurde er auch damit, dass dem Ortsverband nur ein kleiner Anteil von Mitgliedsbeiträgen zur Verfügung stehe und auch das Spendenaufkommen rückläufig sei. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt, wegen einer befürchteten Bevorzugung gegenüber anderen Vereinen und Verbänden, die mit ihren Aktivitäten ebenfalls zum Gemeinwohl beitragen. Als Alternative wird angestrebt, im Haushaltsjahr 2020 für die Seniorenarbeit zusätzlich 15 Prozent (circa 1000 Euro) des Betrages einzustellen, der für die Jugendarbeit in den Sportvereinen zur Verfügung gestellt wird (7000 Euro). 2. Bürgermeister Martin Rebhan schlug vor, jeweils bis zum 31.Dezember Anträge aus den Vereinen zu sammeln, um dann in den Haushaltsberatungen zu entscheiden. Der erweiterte Beschluss wurde angenommen.

Ablehnung erfuhr ein Antrag des Kindergartens "Kunterbunt" auf Neugestaltung des Gartenbereichs zugunsten eines Ballspielareals. Dafür müsste der vorhandene Bauerngarten beseitigt und der große Kirschbaum gefällt werden. Außerdem erfordere die vorhandene Topografie eine enorme Flächenangleichung, weil das Gelände zum Nachbargrundstück hin erheblich abfalle. Bauamtsleiter Peter Welz bezifferte die Gesamtkosten für eine Umstrukturierung mit rund 10 000 Euro. Im Beschlussvorschlag war zunächst von einer Zurückstellung der Maßnahme, einer Prüfung der Machbarkeit sowie einer Erstellung einer Nutzen-/Kostenanalyse im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2020 die Rede. Allerdings habe bereits am 14. März ein Gespräch mit Cindy Seufert vom Elternbeirat und Rebhan stattgefunden. Nach einer Ortsbegehung mit Jana Fischer (Kindergartenleitung) stand am 18. März fest, dass der Aufwand einer Umgestaltung in keinem Verhältnis zum gewünschte Ziel stehe. Rebhan forderte bezüglich des erneuten Antrages eine Ablehnung. Norbert Seitz schlug hingegen die Suche nach einem Kompromiss vor, schließlich wolle man ja kein Fußballstadion bauen. Dr. Bernd Wicklein sprach sich deutlich gegen eine Umgestaltung aus. Den Schatten spendenden Kirschbaum fällen zu lassen, lehne er ab. Außerdem liege ein Bolzplatz der Gemeinde in zumutbarer Entfernung. "Wir sollten alles so lassen, wie es jetzt ist", forderte auch Manfred Menzel. Drei Gemeinderäte votierten dennoch gegen die Ablehnung.

Sehr positiv entwickelt hat sich der Stadtbusbetrieb der SÜC in den Ortsteilen Ober- und Unterlauter, der bei der Bevölkerung auf große Resonanz stößt. 3. Bürgermeister Bernd Rauschert erklärte, dass besonders mit der Verlängerung der Stadtbuslinie bis Oberlauter ein großer Wunsch der Einwohner in Erfüllung gegangen sei. Der Gemeinderat stimmte dem SÜC-Antrag der Verlängerung des Betriebs für die kommenden zehn Jahre zu.

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Andreas Herzog
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Veröffentlicht am:
06. 09. 2019
18:14 Uhr

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Andreas Herzog

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Veröffentlicht am:
06. 09. 2019
18:14 Uhr



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