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Coburg

Jürgen Wittmann will nochmal

Der Gruber Bürgermeister bewirbt sich 2020 um eine zweite Amtszeit. Heute feiert er seinen 60. Geburtstag. Ganz oben auf der Wunschliste rangiert ein neuer Kindergarten.



Seit 1. Mai 2014 ist Jürgen Wittmann Bürgermeister der Gemeinde Grub am Forst. Am heutigen Montag feiert der "waschechte Grüber" seinen 60. Geburtstag.	Foto: Christoph Scheppe
Seit 1. Mai 2014 ist Jürgen Wittmann Bürgermeister der Gemeinde Grub am Forst. Am heutigen Montag feiert der "waschechte Grüber" seinen 60. Geburtstag. Foto: Christoph Scheppe  

Grub/F. - Sonntag, 30. März 2014: Vor dem Gruber Rathaus macht sich Ungeduld breit, während im Innern hektische Aktivitäten herrschen. Fast eineinhalb Stunden ist es schon her, dass die Wahllokale geschlossen haben. Doch noch immer steht nicht fest, wer auf den nicht mehr kandidierenden Kurt Bernreuther (SPD) als Bürgermeister folgt. Während in anderen Kommunen die Fronten bereits seit zwei Wochen geklärt sind, kommt es in Grub zur Stichwahl zwischen Jürgen Wittmann (Gut für Grub) und Andrè Dehler (Freie Wähler). Dass sich die Auszählung in die Länge zieht, hat seinen Grund. Die beiden Kandidaten liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das letztlich in einem Herzschlagfinale mündet. Nach mehrmaligem Nachzählen steht kurz nach 20 Uhr fest: Jürgen Wittmann hat das Duell mit dem hauchdünnen Vorsprung von nur zehn Stimmen für sich entschieden.

Einladung an alle Gruber

Seinen 60. Geburtstag feiert Jürgen Wittmann am Montag, 29. April, von 10 bis 14 Uhr im Gasthaus Maaser. Eingeladen sind alle Gruber.

Statt Geschenke bittet er um eine Geldspende für den Neubau eines Kindergartens.

In wenigen Tagen, am 1. Mai, geht er in das sechste Amtsjahr. Zuvor steht aber ein anderer Termin an: Am heutigen Montag feiert Jürgen Wittmann seinen 60. Geburtstag. Und wenn es nach ihm geht, möchte er auch den 65. als Bürgermeister begehen können. "Ich werde mich im März 2020 wieder zur Wahl stellen und hoffe, dass die Gruber mir für weitere sechs Jahre erneut ihr Vertrauen schenken", äußert sich das Gemeindeoberhaupt zu seiner politischen Zukunft und fügt hinzu: "Ich bin mir keiner Fehler bewusst und mit Leib und Seele Bürgermeister." In seiner zweiten Amtszeit soll das vollendet werden, wofür Verwaltung und Gemeinderat teilweise in der Vergangenheit die Grundsteine gelegt haben.

 

Dazu gehört für Jürgen Wittmann vor allem der Kindergartenneubau und der Abschluss der Schulsanierung. Beide Maßnahmen seien Millionenprojekte, aber wichtig, um Grub als Wohnort für junge Familien attraktiv zu machen. Wie wichtig dem Bürgermeister ein neuer Kindergarten ist, lässt sich daran erkennen, dass er sich zum 60. Geburtstag keine Geschenke wünscht, sondern um Spenden für das Vier-Millionen-Projekt bittet. Mit rund 2,4 Millionen Euro schlägt die Schulsanierung zu Buche. Wittmann: "Ich bin guter Dinge, dass die Arbeiten im Spätherbst abgeschlossen sind."

Auf der politischen Agenda des Rathauschefs steht zudem die Ausweisung zweier Baugebiete sowie ein neues Depot für die Gruber Feuerwehr. Letzteres war bereits im Zuge der Diskussionen um den Markttag ein Thema, ein möglicher Standort wäre ein gemeindliches Grundstück auf dem Areal der ehemaligen Blaufabrik. Doch das sei vorerst noch Zukunftsmusik, verweist Wittmann auf die finanzielle Situation, die keine großen Sprünge oder Wunschkonzerte erlaube, sondern die politisch Verantwortlichen zur Prioritätensetzung zwinge.

Alles in allem sieht er die Gemeinde Grub gut aufgestellt. Das sei nicht nur das Verdienst von Verwaltung und Gemeinderat. "Wir haben in den Vereinen und Organisationen viele Ehrenamtliche, die sich weit über das Normale hinaus engagieren", lobt der Bürgermeister stellvertretend für alle die Fahrer des Seniorenbusses.

Neben einem neuen Kindergarten hat er noch einen Wunsch. Nach den jüngsten persönlichen Angriffen aus den Oppositionsreihen sei eine Rückkehr zur Sacharbeit im Gemeinderat das Gebot der Stunde: "Wir müssen wieder alle an einem Strang zum Wohle der Gemeinde ziehen."

Bei allem Stress, den das Amt mit sich bringt: Jürgen Wittmann ("Ich bin ein waschechter Grüber") ist bemüht, auch Zeit für das Familienleben abzuzwacken. "Das gelingt mal mehr und mal weniger", schmunzelt der Opa zweier Enkelinnen und will nicht klagen: "Schließlich haben wir gewusst, was mit dem Bürgermeisteramt auf mich und die Familie zukommt."

Autor
Christoph Scheppe

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Veröffentlicht am:
29. 04. 2019
00:00 Uhr

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Christoph Scheppe

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29. 04. 2019
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