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Coburg

Junge Forscherinnen erleben Druckluft

Die Firma Kaeser gewährte einmal mehr Schülerinnen interessante Einblicke. Das Ziel dahinter: Frauen für technische Berufe zu begeistern.



Im Rahmen des "Forscherinnen-Camps" des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft unternahmen die Teilnehmerinnen einen Exkurs zum Ebersdorfer Unternehmen Schumacher Packaging, Verkaufsleiter Bernd Köbler brachte den Schülerinnen dabei die Produktion von Wellpappe näher. Foto: Rebhan
Im Rahmen des "Forscherinnen-Camps" des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft unternahmen die Teilnehmerinnen einen Exkurs zum Ebersdorfer Unternehmen Schumacher Packaging, Verkaufsleiter Bernd Köbler brachte den Schülerinnen dabei die Produktion von Wellpappe näher. Foto: Rebhan  

Ebersdorf/C - Ingenieure fallen nicht unbedingt vom Himmel und sind bei technischen Firmen deswegen heiß begehrt, wenn es darum geht, den Fortbestand des Unternehmens mit hoch qualifizierten Mitarbeiter zu sichern. Nun kann man warten bis ein Hochschulabsolvent auf einen Betrieb zukommt oder selbst das Heft des Handelns in die Hand nehmen. Der zweiten Variante hat sich der Coburger Kompressoren Hersteller Kaeser angenommen und sich auf eine spezielle Zielgruppe konzentriert: junge Frauen.

Ein probates Mittel, Schülerinnen für den Beruf der Ingenieurin zu begeistern, ist das "Forscherinnen-Camp. Dieses Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft durchgeführt wird, stellt eine praktische Möglichkeit dar, sich als Ingenieurin auszuprobieren. Bereits zum 15. Mal lud Kaeser Kompressoren zu diesem Camp ein. Heuer konnte Pressesprecherin Daniela Koehler zehn Schülerinnen aus den unterschiedlichsten Schulformen in Coburg begrüßen. Das Forscherinnen-Camp dauert fünf Tage und ist zweigeteilt. Zum einen lernen die Mädchen das Ingenieurstudium an der Hochschule in Coburg aus nächster Nähe kennen, zum anderen erleben sie den Ingenieur-Alltag im betreuenden Unternehmen. Wie Daniela Koehler wissen ließ, sind die Teilnehmerinnen während des Camps nicht sich selbst überlassen, sondern werden intensiv von ihren Mentorinnen betreut.

Ein zentraler Punkt des Forscherinnen Camps ist der sogenannte "Forscherinnen-Auftrag". In diesem Jahr bestand dieser darin, eine bestehende Druckluft Station zu optimieren. Dazu machte sich das Team auf den Weg nach Ebersdorf bei Coburg, um sich bei der dort ansässigen Firma Schumacher Packaging der Drucklufterzeugung anzunehmen. Bevor die jungen Damen ans Werk gingen, nahm sich Verkaufsleiter Bernd Köbler die Zeit den Forscherinnen nicht nur das Ebersdorfer Familienunternehmen vorzustellen, sondern sie auch in die Welt der Wellpappe und der Verpackungen eintauchen zu lassen. Bei einem spannenden Betriebsrundgang konnten die Schülerinnen hautnah die Produktion von Wellpappe miterleben. Auffallend war, dass sehr oft das Thema Recycling und Nachhaltigkeit von den Schülerinnen angesprochen wurde. Bernd Köbler stellte dabei klar, dass keine Wälder aufgrund der Papierproduktion "abgeholzt" werden müssen. "Es wird sechsmal so viel angepflanzt wie entnommen wird", verdeutlichte Köbler. Auch wartete er mit interessanten Zahlen auf. Nach seinen Worten produziert Schumacher an seinen 13 Standorten in Deutschland, den Niederlanden und Polen jährlich 350 Millionen Quadratmeter Wellpappe. Keinen Widerspruch sieht Daniela Koehler darin, dass unter den jungen Forscherinnen auch Schülerinnen der Wirtschaftsschule sind. "Es ist nicht ungewöhnlich, dass Schüler ihren Ausbildungsweg ändern und am Ende als Ingenieur tätig sind", erklärte Daniela Koehler. Ernst wurde es für die Teilnehmerinnen als Roberto Fallo die Tür zur Druckluftstation öffnete und die jungen Damen gefordert waren, die ihnen gestellte Aufgabe anzugehen. Mit reichlich beschriebenem Papier ging es dann wieder zurück nach Coburg, um die Ergebnisse vorzustellen und zu analysieren.

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Martin Rebhan
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Veröffentlicht am:
01. 08. 2019
12:46 Uhr

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Autor

Martin Rebhan

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Veröffentlicht am:
01. 08. 2019
12:46 Uhr



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