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Coburg

Jungstörchen setzt das Wetter zu

Zu nass, zu kalt: Küken in den Storchenhorsten fehlt noch das Gefieder. Unterkühlung kann dazu führen, dass sie verenden.



Während es im vergangenen Jahr bei der Aufzucht wenig Probleme gab, macht den frisch geschlüpften Störchen nicht nur in Scherneck das nasskalte Wetter zu schaffen. Archiv-Bild: Hans Schönecker/LBV
Während es im vergangenen Jahr bei der Aufzucht wenig Probleme gab, macht den frisch geschlüpften Störchen nicht nur in Scherneck das nasskalte Wetter zu schaffen. Archiv-Bild: Hans Schönecker/LBV  

Scherneck - Auch im Coburger Land sind bereits die ersten Jungstörche aus den Eiern geschlüpft. In Kaltenbrunn, Rossach, Scherneck und Meschenbach hat Hans Schönecker schon Altstörche bei der Brutpflege beobachtet, wie er jetzt mitteilte. Die Alten zupfen an den Jungen, helfen beim Entfernen der Eierschalen und werfen Unrat aus dem Horst.

Allerdings setzt die Witterung den Jungtieren massiv zu. "Die nasskalte Wetterlage ist für die frisch geschlüpften Jungen gefährlich", erklärt der LBV-Storchenbeauftragte für das Coburger Land. Die frisch geschlüpften Küken, die nur etwa 75 Gramm wiegen, hätten noch kein richtiges Gefieder, sondern nur Erstlingsdaunen. Diese Daunen schützten nicht gegen Nässe. Wenn nasse Altstörche in den Horst kommen, könne das zur Unterkühlung führen, die bei den schwachen Küken schnell zum Tod führen kann. Erst etwa drei Wochen nach dem Schlüpfen werde ein richtiges Gefieder ausgebildet, dann seien die Jungen weniger empfindlich, weil das Wasser abperlt.

In Scherneck liegt bereits ein verendetes Küken am Rand des Horstes, wie Tierarzt Joachim Lessing dem Storchenbeauftragten am Wochenende mitteilte. Es sei zu kalt und zu nass. Das Storchenweibchen sei völlig verdreckt und durchnässt an der Brust, gar nicht mehr in der Lage, die Jungen warm zu halten. Lessing mag nicht ausschließen, dass in Scherneck alle Jungen schon verklammt sind. Sie sind dann unterkühlt, stellen die Nahrungsaufnahme ein und verenden. Der Tierarzt befürchtet ein schlechtes Jahr für die Störche. Solche Jahre gebe es immer wieder, sagt Hans Schönecker, durch solche Zeiten müssten die Störche durch.

Unterdessen machen den heimischen Störchen auch Horstkämpfe zu schaffen. In Bad Rodach und Rossach etwa hätten fremde Störche versucht, auf die Horste zu kommen. In Bad Rodach habe es sogar Attacken von drei fremden Störchen gegeben, das angestammte Männchen habe sie aber vertreiben können. Schönecker geht davon aus, dass auch hier schon Küken im Nest sitzen. In Seßlach und Neustadt brüten die Paare, dort ist in der nächsten Woche mit Nachwuchs zu rechnen. In Coburg-Neuses kehrte die Partnerin erst am 25. April aus dem Süden zurück, hier könnten Ende Mai/Anfang Juni die Jungen schlüpfen.

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Martin Fleischmann

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Veröffentlicht am:
06. 05. 2019
16:38 Uhr

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06. 05. 2019
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