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Coburg

Käsespezialitäten sind die Erfolgsgaranten

Die Milchwerke Oberfranken fahren 2018 den höchsten Umsatz ihrer Geschichte ein. Unterm Strich bleibt ein Bilanzgewinn von 725 000 Euro.



Veränderungen gab es an der Spitze der Milchwerke Oberfranken West (von links): Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Schneider, Aufsichtsratsmitglied Martin Faber, Vorstandsmitglied Adolf Huth (scheiden beide aus), Geschäftsführender Direktor Ludwig Weiß und Vorstandsvorsitzender Harald Reblitz. Neu im Aufsichtsrat ist Klaus Vetter (nicht im Bild).
Veränderungen gab es an der Spitze der Milchwerke Oberfranken West (von links): Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Schneider, Aufsichtsratsmitglied Martin Faber, Vorstandsmitglied Adolf Huth (scheiden beide aus), Geschäftsführender Direktor Ludwig Weiß und Vorstandsvorsitzender Harald Reblitz. Neu im Aufsichtsrat ist Klaus Vetter (nicht im Bild).  

Meeder - Die Erzeugergenossenschaft Milchwerke Oberfranken West stellen sich dem Wettbewerb auf dem Weltmarkt für Molkereiprodukte. Dies tut das Unternehmen mit seinem in Wiesenfeld in der Gemeinde Meeder angesiedelten Milchhof nach den Worten des geschäftsführenden Direktors Ludwig Weiß seit Jahren unter dem Strich mit Erfolg.

Auch die Bilanz des Jahres 2018 könne sich sehen lassen, so der Geschäftsführer bei der jüngsten Generalversammlung der Genossenschaft. Der Milchpreis sei relativ stabil geblieben. Durchschnittlich rund 36 Cent pro Kilogramm konventionell erzeugter Milch konnte der Betrieb an die Erzeuger auszahlen. Bei Bio-Milch waren es in 2018 rund 49 Cent. Damit sei ein im deutschen Vergleich überdurchschnittlicher Milchpreis erzielt worden.

In den letzten Jahren setzten die Genossen verstärkt auf Produkte für den Endverbraucher. Dieser Trend, so Weiß, habe sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. "Wir haben eine starke Steigerung unseres Spezialitätenanteils." Gemeint sind vor allem Käsespezialitäten, die sich in den Kühltheken des Lebensmitteleinzelhandels ebenso finden wie bei Discountern. Während in den Anfangsjahren der Schwerpunkt auf der Erzeugung von Käse für Großabnehmer gelegen habe, mache der Inlandsumsatz mit Einzelverpackungen für den Endverbraucher nun rund 80 Prozent aus. Dies bedeute freilich einen hohen Aufwand für das Qualitätsmanagement, erklärte der Geschäftsführer. Das Streben nach Qualität habe sich mittlerweile in der Auszeichnung "Topmarke" der Zeitschrift Lebensmittelzeitung in der Kategorie Grill- und Ofenkäse niedergeschlagen. Die Käsespezialitäten trügen maßgeblich zur Stabilisierung von Milchpreis und Betriebsergebnis bei. Daher habe die Erhöhung des Anteils von Endverbraucherprodukten "höchste Priorität". Gelingen kann das nach Auffassung des Geschäftsführers mit Investitionen in die Automatisierung der Produktion, da Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt mittlerweile Mangelware seien. Aktuell beschäftigt die Genossenschaft 375 Mitarbeiter.

"Mit rund 275 Millionen Euro erzielten die Milchwerke den höchsten Umsatz ihrer Geschichte", betonte Weiß. Unterm Strich blieb ein Bilanzgewinn von circa 725 000 Euro. Der Gewinn soll nicht nur in die Rücklage fließen, sondern auch für Instandhaltungen und Investitionen im Milchhof verwendet werden.

"China läuft sehr gut", verwies der Geschäftsführer auf einen Markt, der auch in Zukunft für die Milchwerke interessant bleiben wird. Im Geschäft sind die Genossen auch in den USA, wo sie die dortigen Lidl-Filialen mit Milchprodukten versorgen.

"Das Wachstum der weltweiten Milcherzeugung setzt sich fort", stellte Vorstandsvorsitzender Harald Reblitz fest. Bei den Milchwerken steigerte sich die Erzeugung im konventionellen Bereich um 3,8 Prozent auf rund 370 Millionen Kilogramm in 2018. Bio-Milch wuchs stark um 18,5 Prozent auf 66 Millionen Kilogramm. Überschaubares Wachstum und weiterer Ausbau der Lieferantenbasis seien eine gute Grundlage für eine stabile wirtschaftliche Entwicklung.

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Mathias Mathes
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Veröffentlicht am:
02. 06. 2019
17:08 Uhr

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Mathias Mathes

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02. 06. 2019
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