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Coburg

Kein Beschluss zum Thermen-Vertrag

In der Debatte um die Vereinbarung mit Bad Rodach ging es heiß her. Tobias Ehrlicher zog die Reißleine.



Coburg - Kein Ergebnis brachte die Diskussion im Stadtrat um einen Vertrag zwischen den Städten Bad Rodach und Coburg. Er sieht vor, dass die Vestestadt sich mit bis zu 150 000 Euro jährlich am Defizit des Thermalbads beteiligt. Nach einer hitzigen Diskussion zog Bad Rodachs Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) den Antrag zurück. Zuvor hatte er den Coburger Stadträten erklärt, dass das Bad zwar einen Verlust einfährt, diesen aber deutlich verkleinern konnte. "Es ist alles andere als einfach, eine Therme zu führen", sagte Ehrlicher.

Auf die Tagesordnung der Coburger Stadtratssitzung kam der Vertrag, weil er bald endet. Die Stadt hätte bis zum 30. Juni 2020 Zeit, zu kündigen, andernfalls würde er sich um drei Jahre verlängern. Bad Rodach war es ein Anliegen, schon jetzt Rechtssicherheit zu erlangen, zumal der Kreistag einen ähnlichen Beschluss gefasst hat. Aufkündigen wollte die Vereinbarung niemand. Alle Stadträte versicherten der Therme ihre Unterstützung.

Strittig war der Punkt, ob die Frage jetzt entschieden werden muss. Schließlich sind am 15. März Wahlen, und vom 1. Mai an ist ein neuer Stadtrat im Amt. Vor allem die Fraktionen der CSU, CSB und die Jungen Coburger sowie ÖDP-Stadtrat Klaus Klumpers wollten den Entschluss in die Hände ihrer Nachfolger legen. Sie plädierten dafür, eine so weit reichende Entscheidung nicht vorweg zu nehmen. Thomas Bittorf (CSU) und Kurt Knoch (JC) mahnten ferner Einblick in die Jahresabschlüsse an, um die Wirtschaftlichkeit einschätzen zu können. Einzig Friedrich Herdan (CSU) kündigte an, für die Fortführung des Vertrags zu stimmen: "Die Therme ist ein wichtiger Leuchtturm in der Region."

Anders sah die Situation auf der gegenüberliegenden Seite aus. Viele Stadträte der SPD-Fraktion sahen keinen Grund, die Entscheidung aufzuschieben. "Eine Verlängerung um drei Jahre ist selbstverständlich. 150 000 Euro sind keine Unsummen", argumentierte Gabriele Morper-Marr (SPD). Außerdem fasse der Stadtrat viele Beschlüsse, die seinen Nachfolger betreffen. Die Abstimmungen zu diesem Thema endeten unentschieden. Tobias Ehrliche beendete die Debatte, indem er den Antrag zurückzog.

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Katja Diedler

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Veröffentlicht am:
21. 11. 2019
19:40 Uhr

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Katja Diedler

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21. 11. 2019
19:40 Uhr



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