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Kinderrechte zum Nachlesen

Seit 30 Jahren gibt es die Kinderrechtskonvention der UN. Doch nur wenige wissen, was in ihr steht. Um das zu ändern, haben Aktivisten sie in Coburg auf die Straße geschrieben.



Am Mittwochnachmittag bemalten Kinderrechts-Aktivisten mit Kreide die Straße.
Am Mittwochnachmittag bemalten Kinderrechts-Aktivisten mit Kreide die Straße.   Foto: Henning Rosenbusch

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Coburg - Kinder haben ein Recht auf Spiel und Freizeit. Ein Recht auf Bildung. Und ein Recht auf Schutz vor wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung. All das ist nicht selbstverständlich. Aus diesem Grund haben die Vereinten Nationen vor 30 Jahren die Kinderrechtskonvention verfasst. Um daran zu erinnern hat am Mittwoch eine Gruppe von Aktivisten im Steinweg, die Artikel dieses Beschlusses auf die Straße geschrieben.

"Ich bin erst durch mein Studium darauf aufmerksam geworden, dass es die Kinderrechte gibt", sagt Teresa Falter, welche die Aktion organisiert hat. In ihrer Masterarbeit habe sie an einer Coburger Grundschule zu dem Thema Partizipation an Schulen geforscht. "Auch die Teilhabe an Entscheidungen ist ein Kinderrecht", erklärt Falter. Gerade hier hapere es jedoch bei vielen an Verständnis.

"Es gibt zwar oft Teilhabeprojekte, bei denen die Mitarbeit von Kindern schön in Szene gesetzt wird", berichtet Prof. Dr. Claudia Lohrenscheit, die Falters Masterarbeit betreut hat. Letztendlich würden solche Projekte jedoch in der Regel wenig bewirken. Oft vermiesten sie den Kindern das Mitmachen und führten dazu, dass sie das Interesse an demokratischen Entscheidungen verlören.

"Kinderrechte sind in erster Linie Menschenrechte", betont Lohrenscheid - und ein Lernprogramm für Erwachsene. Neben Freiheiten, wie dem Recht auf Mitbestimmung, würden sie auch Schutzrechte beinhalten. "Beispielsweise müssen wir Erwachsenen abwägen, wie viel Freiheit unseren Kindern gut tut", sagt sie. Das sei stets eine ausgesprochen schwere Entscheidung.

"Auch bei uns in Deutschland gibt es im Bezug auf die Kinderrechte noch Luft nach oben", meint Teresa Falter. So hätten Kinder einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Gerade um den zu erhalten, sei es wichtig, sie ernst zu nehmen.

Autor

Andreas Wolfger
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Veröffentlicht am:
20. 11. 2019
16:58 Uhr

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Andreas Wolfger

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Veröffentlicht am:
20. 11. 2019
16:58 Uhr



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