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Coburg

Kinderzimmer mit Vesteblick

In Dörfles-Esbach brütet ein Storchenpaar auf einem Funkmast. Foto- Amateur Olaf Pilz hat zwei Junge in dem Nest ausgemacht.



Zwischen Mobilfunkantennen haben die Altvögel in Dörfles-Esbach ein Storchennest gebaut. Im Hintergrund zeichnet sich die Silhouette der Veste ab.	Fotos: Olaf Pilz
Zwischen Mobilfunkantennen haben die Altvögel in Dörfles-Esbach ein Storchennest gebaut. Im Hintergrund zeichnet sich die Silhouette der Veste ab. Fotos: Olaf Pilz   » zu den Bildern

Dörfles-Esbach - Immer mehr Weißstörche finden ein Zuhause im Coburger Land. Laut Landesbund für Vogelschutz gibt es mittlerweile zehn Horste, die den stattlichen Vögeln angeboten werden.

Aber offenbar geht es auch ohne Nisthilfen, die Menschen auf alte Schornsteine, Silos oder ausgediente Strommasten hieven. Zwischen Coburg und Dörfles-Esbach hat sich ein Storchenpaar einen Mobilfunkmast als Zuhause ausgesucht. Am Pfingstwochenende besuchte Olaf Pilz, im richtigen Leben Ofenbauer aus Dörfles-Esbach und in seiner Freizeit passionierter Filmer und Fotograf, die Tiere und blickte mit dem Teleobjektiv in das Nest.

Damit sich auch andere Natur- und Vogelliebhaber darüber freuen können, hat Olaf Pilz eine Reihe von Fotos der Neuen Presse zur Verfügung gestellt. Wie Pilz schreibt, befindet sich das Nest in der Nähe des TTL-Marktes auf einem Mobilfunkmast. Den Raum zwischen den Antennen haben die Alttiere als bequeme Kinderstube ausgebaut, von der aus die Storchenjungen hinüber zur Veste schauen können.

Mittlerweile sind auch zwei junge Störche geschlüpft, die von ihren Eltern ständig mit Futter versorgt werden. "Es dauert 45 bis 60 Minuten, bis einer der Störche mit frischem Futter am Nest auftaucht", hat Olaf Pilz beobachtet. Und schreibt weiter: "Dann startet der jeweils andere, der so lang das Nest betreut hat, und geht auf Futtersuche." Der "fliegende Wechsel" dauert laut Pilz keine 45 Sekunden. Der Foto-Amateur konnte das Natur-Schauspiel vom Radweg aus beobachten, der sich hinter dem Real-Parkplatz befindet.

Bis in die 1980er-Jahre gab es im Coburger Land übrigens gar keine Weißstörche mehr. Wie der Landesbund für Vogelschutz auf seiner Homepage informiert, umkreiste 1985 das erste Storchenpaar den stillgelegten Schlot des ehemaligen Sägewerks Ritz in Bad Rodach. Klaus Habermaaß, geschäftsführender Gesellschafter von Haba ließ gleich in der firmeneigenen Schlosserei eine Nisthilfe schweißen und mithilfe der Freiwilligen Feuerwehr auf dem Schlot befestigen. Allerdings dauerte es noch fast zehn Jahre bis sich das erste Storchenpaar in den frühen 1990er-Jahren im Coburger Land niederließ.

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Norbert Klüglein

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Veröffentlicht am:
01. 06. 2020
14:16 Uhr

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Norbert Klüglein

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Veröffentlicht am:
01. 06. 2020
14:16 Uhr



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