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Coburg

Komplettausbau kommt zu teuer

Der Zustand der Straße Cortendorf-Rögen ist nicht optimal. Deshalb werden die kritischen Stellen beseitigt. Zu mehr reicht aber das Geld nicht.



Vorerst nicht machbar: Für einen Komplettausbau der Verbindungsstraße Cortendorf-Rögen fehlt das Geld. Der Bau- und Umweltsenat will aber schadhafte und kritische Stellen Stück für Stück beseitigen.	Foto: Henning Rosenbusch
Vorerst nicht machbar: Für einen Komplettausbau der Verbindungsstraße Cortendorf-Rögen fehlt das Geld. Der Bau- und Umweltsenat will aber schadhafte und kritische Stellen Stück für Stück beseitigen. Foto: Henning Rosenbusch  

Coburg - Die Pläne für einen Komplettausbau der Verbindungsstraße zwischen Cortendorf und Rögen bleiben auch weiterhin in der Schublade. Obwohl der Bau- und Umweltsenat bereits im Juli 2009 zugestimmt hatte, wurde das Vorhaben wegen der angespannten Haushaltslage bisher nicht umgesetzt. Weil sich laut CSB-Fraktion der Straßenzustand permanent verschlechtere, hatte sie im September eine verkehrssichere Herstellung beantragt. Damit beschäftigte sich am Mittwoch der Bau- und Umweltsenat. Ergebnis: Die kritischen Bereiche entlang der rund zwei Kilometer langen Strecke werden Stück für Stück in Ordnung gebracht.

In der Diskussion kristallisierte sich schnell heraus, dass der vom Stadtbauamt ins Spiel gebrachte Komplettausbau vorerst nicht zur Debatte steht, zumal bereits 2010 die Kosten mit 3,7 Millionen Euro veranschlagt wurden. Außerdem mache die Straße "einen guten Eindruck", befand CEB-Abteilungsleiter Gerhard Knoch. Er sah - anders als die CSB-Fraktion - die Verkehrssicherheit als gegeben an, zumal in den vergangenen zwei Jahren schon viele Schäden behoben worden seien.

Peter Kammerscheid (Pro Coburg) und Max Beyersdorf (CSU/JC) verwiesen darauf, dass die vor sieben Jahren erstellte Kostenberechnung längst überholt sei. "Wir müssen das Geld im Blick behalten", warnte auch Jürgen Oehm (CSU/JC) angesichts vieler Aufgaben und Großprojekte wie Theatersanierung, Güterbahnhof oder Wohnungsbau vor einem Komplettausbau. Zudem wurden im Gremium Zweifel an der Notwendigkeit eines Kreisel am Ortseingang Rögen und eines Geh- und Radwegs geäußert. Letzterer sei aus Sicht des Heimat- und Bürgervereins dringend erforderlich, sagte Andreas Gehring (SPD). Der CSB warf er vor, einen "Schaufensterantrag" gestellt zu haben.

Dem widersprach Hans-Heinrich Ulmann. Der Fraktion gehe es nicht in erster Linie darum, die Planungen aus dem Jahr 2009 umzusetzen. "Es muss kein Komplettausbau sein. Uns geht es darum, die kritischen Stellen zu verbessern", stellte er klar. Dazu gehörten die Kurvenbereiche ebenso wie die geringe Fahrbahnbreite am höchsten Streckenpunkt. "Da muss eingegriffen werden, denn der Zustand kann so nicht bleiben."

Was die Beseitigung kritischer Stellen anbelangt, sah der Bau- und Umweltausschuss durchaus Handlungsbedarf. Deshalb verständigte sich das Gremium darauf, erforderliche Maßnahmen im Rahmen des allgemeinen Straßenunterhalts durchführen zu lassen. "Wenn das die Lösung für die Wiederherstellung der Verkehrssicherheit sein kann, dann ziehe ich unseren Antrag zurück", legte Hans-Heinrich Ulmann Wert auf die Feststellung, keinen Komplettausbau gefordert zu haben.

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Christoph Scheppe

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Veröffentlicht am:
06. 12. 2017
19:36 Uhr

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Christoph Scheppe

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06. 12. 2017
19:36 Uhr



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