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Coburg

Krankenstand in Coburg über Landesdurchschnitt

Die DAK legt ihren Gesundheitsreport für Stadt und Landkreis vor. Verursacher der größten Fehlzeiten sind Rückenschmerzen & Co.



Erkältung. Krankenstand. Symbolfoto.
Erkältung. Krankenstand. Symbolfoto.   Foto: Patrick Pleul/dpa

Coburg - Der Krankenstand in Coburg ist im vergangenen Jahr angestiegen. Das geht aus dem DAK-Gesundheitsreport hervor. Danach nahmen krankheitsbedingte Ausfalltage um 0,3 Prozent zu. Mit 4,5 Prozent gab es in der Region einen deutlich höheren Krankenstand als im Landesdurchschnitt (3,7 Prozent). Statistisch waren damit in Coburg an jedem Tag des Jahres von 1000 Arbeitnehmern 45 krankgeschrieben. Der höchste Krankenstand in Bayern wurde mit 4,6 Prozent in den Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld sowie in den Landkreisen Hof und Wunsiedel verzeichnet, der niedrigste mit 2,7 Prozent im Landkreis München sowie in Starnberg.

Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für die Stadt und den Landkreis Coburg zeigt die wichtigsten Veränderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen: Den größten Anstieg gab es mit elf Prozent bei Bronchitis, Erkältungen und ähnlichen Atemwegserkrankungen. Diese Gruppe bildet die zweithäufigste Ursache für Arbeitsausfall in der Region. Einen Rückgang um vier Prozent gab es hingegen bei den Muskel-Skelett-Erkrankungen. Rückenschmerzen & Co. verursachten dennoch erneut jeden fünften Ausfalltag und führten damit weiterhin die Rangliste der krankheitsbedingten Fehlzeiten an. Die Zahlen bei den psychischen Erkrankungen, zu denen Angstzustände und Depressionen zählen, blieben nahezu konstant und rangierten an dritter Stelle. Auch bei den Verletzungen veränderten sich die Ausfalltage im Vergleichszeitraum nur geringfügig.

"Mit unseren Analysen zum Krankenstand in der Region Coburg setzen wir gezielt beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement an und bieten Arbeitgebern konkrete Hilfe", wird Volker Seifarth, Chef der DAK in Coburg, zitiert.

Die DAK untersucht in ihrem aktuellen Gesundheitsreport mit dem Schwerpunkt "Sucht 4.0 - Trinken, Dampfen, Gamen in der Arbeitswelt", wie viele Erwerbstätige im Freistaat mit gravierenden Problemen durch Alkohol, Zigaretten und Computerspiele zu kämpfen haben. Fazit: Rund 650 000 Arbeitnehmer zeigen einen riskanten Alkoholkonsum - das ist jeder elfte Beschäftigte. Drei von vier Fehltagen sind in Bayern auf Alkohol zurückzuführen. 17,4 Prozent der Arbeitnehmer hierzulande sind zigarettenabhängig, rund 380 000 - 18- bis 29-Jährige - zeigen mit Blick auf Computerspielsucht ein riskantes Nutzungsverhalten. "Keine Droge verursacht so umfangreiche soziale und gesundheitliche Schäden in der Gesellschaft wie Alkohol. Das riskante Trinken bleibt daher ein zentrales Problem im Freistaat, das auch gravierende Folgen in der Arbeitswelt hat", sagt Volker Seifarth.

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Veröffentlicht am:
05. 11. 2019
14:36 Uhr

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Veröffentlicht am:
05. 11. 2019
14:36 Uhr



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