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Coburg

Kreistag steht geschlossen hinter Neukirchen

Alle Fraktionen stimmen für finanzielle Beteiligung an Sanierung der Jugendbildungsstätte. Auch Lautertal will einen Beitrag Leisten. Die Landessynode entscheidet in Kürze.



Idyllisch im Grünen gelegen ist die Jugendbildungsstätte Neukirchen seit über 40 Jahren Garant für die politischen Bildung junger Menschen. Nach dem Willen des Kreistages soll das auch künftig so bleiben.	Foto: Frank Wunderatsch
Idyllisch im Grünen gelegen ist die Jugendbildungsstätte Neukirchen seit über 40 Jahren Garant für die politischen Bildung junger Menschen. Nach dem Willen des Kreistages soll das auch künftig so bleiben. Foto: Frank Wunderatsch  

Coburg - Der Ahorner Bürgermeister und Kreisrat Martin Finzel ist auch Mitglied der Evangelischen Landessynode. Die wird Ende November die Entscheidung über die Zukunft der Jugendbildungsstätte in Neukirchen treffen. Bei der Kreistagssitzung am Donnerstag appellierte Finzel: "Wir müssen ein klares Signal an die Synode senden, dass die Region voll hinter der Einrichtung steht." Und dies tat der Kreistag dann auch.

Randvolle Abfallcontainer

In den letzten Monaten häuften sich nach den Worten von Landrat-Stellvertreter Rainer Mattern in den Städten und Gemeinden des Landkreises die Beschwerden über randvolle Altglascontainer. Das für die Leerung zuständige Unternehmen habe Besserung gelobt. Mattern geht davon aus, dass das Problem vom Tisch sei. Dennoch sollten die Kommunen vorerst darauf achten, dass die Container regelmäßig geleert werden.

 

Geschlossen stimmten alle Fraktionen dafür, dass sich der Landkreis finanziell an einer Sanierung und Modernisierung der Jugendbildungsstätte beteiligt. Nach dem Beschluss gewährt der Landkreis dem Träger, der Evangelisch-Lutherischen Kirche, einen Zuschuss in Höhe von 5,22 Prozent der Baukosten, höchsten aber von 600 000 Euro. Die Mittel sollen über die Jahre 2020 bis 2023 fließen. Rainer Mattern, der bis zur Wahl eines neuen Landrats als Stellvertreter fungiert, wies auf die hohe Bedeutung der Einrichtung in der Jugendarbeit hin. Die Jugendbildungsstätte im Lautertaler Gemeindeteil Neukirchen leiste unter anderem einen wertvollen Beitrag zur politischen Bildung junger Menschen, die in Zeiten oft einseitiger und extremer Argumentation in sozialen Medien umso größere Bedeutung habe.

 

Frank Rebhan, SPD, hatte zuvor darauf hingewiesen, dass eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde Lautertal wünschenswert sei (die Neue Presse berichtete). Mattern, CSU/Landvolk, erklärte jetzt: "Lautertal signalisiert eine hohe Bereitschaft, einen Beitrag zu leisten." Das hätten Gespräche mit Bürgermeister Sebastian Straubel und Vertretern des Gemeinderats ergeben. Dies bestätigte ULB-Kreisrat Dr. Bernd Wicklein, der dem Lautertaler Gemeinderat angehört. "Die Gemeinde Lautertal ist stolz auf ihre Jugendbildungsstätte", betonte er. Daher werde Lautertal "selbstverständlich" einen freiwilligen Anteil an den Baukosten tragen.

Sämtliche Fraktionen machten deutlich, dass sie voll hinter der Einrichtung stehen. "Wir waren uns von Anfang an einig, um die Jugendbildungsstätte zu kämpfen", erklärte Bernd Reisenweber, Freie Wähler. Für Thomas Lesch, SPD, steht es außer Frage, dass die Einrichtung "sehr sinnvoll" ist. "Die Jugendbildungsstätte ist ein hervorragendes Aushängeschild für unsere Region", betonte Christine Heider im Namen der Fraktion CSU/Landvolk. "Ein deutliches Zeichen des Kreistags" wünschte Bernd Lauterbach, Grüne, während Peter Jacobi, FDP, die Jugendbildungsstätte "ein Kleinod von großer jugendpolitischer Bedeutung" nannte. Von den Kosten für die Sanierung trägt nach dem vorgelegten Finanzierungsplan die Evangelisch-Lutherische Kirche 8,5 Millionen Euro. Fördermittel des Bayerischen Jugendrings und der Oberfrankenstiftung sind in Höhe von je einer Million vorgesehen. Der Träger beantragte eine finanzielle Unterstützung durch Stadt und Landkreis Coburg von ebenfalls einer Million Euro. Die Gesamtkosten des Ausbaus belaufen sich auf geschätzte 11,5 Millionen Euro.

Jugendarbeit in Neukirchen findet seit mehr als 40 Jahren statt. Nach Angaben der Kreisverwaltung besuchen jährlich über 5000 junge Menschen die Einrichtung. Mehr als 10 000 Übernachtungen werden pro Jahr gebucht. Davon werden rund 4700 Übernachtungen von Gruppen aus der Bildungsregion Coburg geordert.

Autor

Mathias Mathes
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Veröffentlicht am:
08. 11. 2018
19:26 Uhr

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Mathias Mathes

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08. 11. 2018
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