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Kunst für die Hauptstadt

Zwei Bilder von Yvonne Engel aus Mittelwasungen sind bereits in einem Berliner Ministerium zu sehen. Ein Werk ihrer Schüler soll bald im Reichstag gezeigt werden.



Dieses Bild hat Yvonne Engel jetzt in Berlin Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier überreicht.
Dieses Bild hat Yvonne Engel jetzt in Berlin Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier überreicht.   » zu den Bildern

Mittelwasungen/Berlin - Yvonne Engel ist Kunstlehrerin am Arnold-Gymnasium. Da malt und zeichnet man schon. Dass es einige ihrer Bilder in Bundesministerien nach Berlin schaffen, das hätte sich die junge Frau jedoch nicht träumen lassen.

"Wirtschaftsminister Peter Altmaier war vor einem Jahr hier in der Region, um über die Stromtrasse zu sprechen", erinnert sich Engel. Sie hatte damals ein Porträt von ihm gemalt, das ihm bei dem Besuch übergeben wurde. "Das hat dem Minister so gut gefallen, dass er mich als Dank zum Kaffeetrinken nach Berlin in sein Ministerium eingeladen hat", erzählt sie. Nun, nach einem Jahr, war es soweit: Yvonne Engel durfte nach Berlin reisen und hatte ein neues Bild im Gepäck: "Da es genau mit dem 30. Jahrestag der Grenzöffnung zusammenfiel, musste es natürlich ein Bild sein, das dieses monumentale Ereignis zeigt." Auch von diesem Kunstwerk war Altmaier so angetan, dass er spontan versprach, ihm einen Ehrenplatz in seinem Ministerium zu geben.

Das war noch nicht das Ende der kreativen Fahnenstange: Yvonne Engel porträtierte auch Kanzlerin Merkel, und Altmaier versprach, dass sich die Kanzlerin sicherlich persönlich bei ihr melden werde. Die Krönung soll ein Werk sein, das wohl im Reichstagsgebäude ausgestellt wird. "Ich habe mit meinen Schülern ein Projekt initiiert, das die Energiewende abstrakt betrachtet", blickt sie auf das Konzept. Unter dem Titel "Energiewende abstrakt" haben die Arnoldiner alte Solarrahmen und Holzfurniere als Basis genommen und mit unterschiedlichen Materialien belegt. "Asche, Mehl, Sand und Acrylfarben wurden beispielsweise verwendet", zeigt Engel auf, wie die zehn Rahmen entstanden sind. "Energiewende muss sein, aber ohne Belastung von Menschen", lautet ihr Credo. "Und so soll sich der Betrachter selbst wiederfinden in den Bildern und den Konsens jeder für sich selbst erhalten."

Natürlich steht das Arnold-Gymnasium hinter dieser Aktion, für die man noch einen genauen Zeitrahmen braucht. "Minister Altmaier hat schon Kontakt mit Herrn Schäuble aufgenommen, der ja für das Reichstagsgebäude zuständig ist", freut sich Engel über die Unterstützung des Ministers. "Im Wirtschaftsministerium ist es nicht so einfach auszustellen, da muss alles vorher europaweit ausgeschrieben werden", erläutert die Lehrerin, warum man den Weg ins Reichstagsgebäude gewählt hat.

Ihre Absicht"Kunst bewegt sich" wird also umgesetzt und das Ergebnis nun vielen Besuchern des Reichstags zugänglich gemacht. "Meine Bilder sollen helfen, ein Stück weit über die jeweilige Thematik hinwegzukommen", ergänzt sie und verweist auf Werke, die ihre eigene Geschichte mit Windrädern in den Fokus rücken. Ihren Stempel drückt Engel ihren Bildern damit auf, dass "ich mich auf ihnen verewige. Aber ohne, dass es einem Betrachter augenscheinlich auffällt". Erst bei genauem Betrachten erkennt man den Umriss der Malerin, der geschickt ins Bild eingebaut ist.

Yvonne Engel ist sich sicher, dass es zu der Ausstellung kommen wird. "Minister Altmaier hat doch schon einmal Wort gehalten", schmunzelt sie und freut sich auf eine neuerliche Reise nach Berlin, die ihre Kunst vom kleinen Mittelwasungen in die Hauptstadt tragen wird.

Autor

Peter Tischer
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Veröffentlicht am:
03. 12. 2019
15:40 Uhr

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Autor

Peter Tischer

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Veröffentlicht am:
03. 12. 2019
15:40 Uhr



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