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Coburg

Kunsteier sind keine Gefahr

Sie brüten, aber es schlüpft nichts. Den Schwänen in Ebersdorf geht es trotzdem gut. Das künstliche Gelege wird bald entfernt.



Die Schwäne in Ebersdorf brüten auf Eiern aus dem 3D-Drucker. Foto: Archiv
Die Schwäne in Ebersdorf brüten auf Eiern aus dem 3D-Drucker. Foto: Archiv  

Seit Wochen kümmert sich ein Schwanenpaar im Regenrückhaltebecken bei der Autobahnabfahrt Ebersdorf um Nest und Eier. Doch mit Nachwuchs ist nicht zu rechen, da die Eier aus dem 3D-Drucker stammen. Nun sorgen sich Beobachter um die Gesundheit des Schwanenpaars und sprechen davon, dass die Tiere wegen des langen Brütens abgemagert aussehen. "Da passiert nichts, es kommt auch in der Natur vor, dass Eier nicht befruchtet sind", erklärt der Coburger Tierarzt Joachim Lessing. Im Übrigen könnte man den Gewichtsverlust nur feststellen, wenn man die Tiere in die Hand nimmt. Selbst er als Fachmann könne dies nicht mit bloßem Auge beurteilen. Grund zur Sorge bestehe jedoch nicht. Denn die erwachsenen Schwäne wechseln sich mit dem Brüten ab, so dass sie regelmäßig fressen können. Dafür verlassen sie auch das kleine Regenbecken und grasen in benachbarten Feldern.

Joachim Lessing hatte im Frühling in Absprache mit der Autobahndirektion die echten Eier aus dem Nest geholt und zu Hause in den Brutapparat gelegt. Kürzlich sind acht junge Schwäne geschlüpft. Die Eier wurden getauscht um zu verhindern, dass sich die Jungen nach dem Schlüpfen auf die Fahrbahn verirren. Im vergangenen Jahr hatte das Elternpaar nämlich schon einmal an dieser Stelle gebrütet. Doch eines Tages waren zwei der drei Jungen verschwunden und die Schwaneneltern hatte n das einzige noch lebende Junge alleine zurück gelassen. Schon damals sprang Lessing ein und rettet den Schwan.

Eine Wiederholung dieses Dramas sollte in diesem Jahr verhindert werden. "Hätten wir nur die Eier entfernt, dann hätte der Schwan neue nachgelegt", weiß Lessing. Inzwischen jedoch sei es dafür zu spät. Darum schlägt der Tierarzt vor, nach Pfingsten die Eier aus dem Nest zu holen, falls dann die Schwäne immer noch brüten.

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Christiane Schult

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Veröffentlicht am:
31. 05. 2019
17:32 Uhr

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31. 05. 2019
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