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Coburg

Landkreis punktet beim Wohlstand

Gesamtbewertung mäßig, Lebensqualität aber gut: Bei der aktuellen Prognos-Zukunftsstudie liegt der Landkreis Coburg im hinteren Viertel. Außer beim Wohlstand.



Landkreis punktet beim Wohlstand
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Coburg - Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 rangiert der Landkreis Coburg auf Platz 352 von 401 bewerteten Gebietskörperschaften in ganz Deutschland. Fast hundert Plätze hat der Landkreis dabei im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2016 eingebüßt. Auch die Stadt Coburg hat deutlich Federn gelassen: Positionierte sich Coburg 2016 noch auf Platz 23, muss sich die Vestestadt heuer mit Rang 106 zufriedengeben.

Der Zukunftsatlas

Der Prognos-Zukunftsatlas bewertet die Zukunftschancen und -risiken aller 401 Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands. Er erscheint seit 2004 alle drei Jahre. Das Schweizer Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos AG misst die Leistungsfähigkeit der Landkreise und kreisfreien Städte anhand verschiedener Kategorien wie "Arbeitsmarkt", "Demografie", "Dynamik" (Entwicklung), "Innovation", "Stärke" und "Wohlstand

 

Vor allem in Sachen Arbeitsmarkt und Dynamik bildet der Landkreis Coburg nahezu das Schlusslicht mit jeweils Rang 394 von 401. Bei letzterem Kriterium lag der Kreis im Jahr 2016 noch fast um 100 Plätze weiter vorn. Der Landkreis Coburg hat sich somit bei fast allen Kriterien gegenüber 2016 verschlechtert - außer beim Wohlstand: Hier landete der Kreis auf Platz 76 (2016: 88).

 

Dies passt laut Dieter Pillmann, Sprecher des Landkreises Coburg, durchaus ins Bild: Trotz der Platzierung des Landkreises auf Rang 370 beim Indikator "Innovation" sei das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen seit dem Jahr 2000 (46 812 Euro) immer weiter angestiegen und liege jetzt bei 63 392 Euro (2017). Das bedeute einen Anstieg von 35,42 Prozent.

Pillmann hegt indes Zweifel an der Methodik: Ein direkter Vergleich von Städten und Landkreisen sei nach seiner Auffassung nicht möglich, denn: "Verdichtete Räume haben in einigen Segmenten klare Vorteile, beispielsweise bei der Arbeitsplatzdichte."

Auch Landtagsabgeordneter Martin Mittag erklärt das Gefälle zwischen Landkreis und Stadt Coburg mit der deutlich höheren Unternehmensdichte der Stadt: "Weil viele aus dem Landkreis in die Stadt zum Arbeiten pendeln. Umgekehrt genießen diese die Vorzüge der hohen Lebensqualität durch eine Wohnung auf dem Land."

Selbst wenn man Landkreise miteinander vergleicht, wie etwa den Coburger mit den Nachbarn Kronach und Lichtenfels, passen die Maßstäbe laut Landkreissprecher Pillmann nicht zusammen: Coburg als kreisfreie Stadt wird nicht zusammen mit dem Landkreis, bewertet. Anders bei den benachbarten Landkreisen Kronach und Lichtenfels, wo die Kreisstädte auf Landkreisgebiet liegen und somit in ihren Werten dem Landkreis zugerechnet werden.

Dies sieht auch der SPD-Landtagsabgeordnete und ehemalige Coburger Landrat Michael Busch so: "In der Studie werden Landkreise mit ausschließlich kreisangehörigen Städten mit Landkreisen um kreisfreie Städte verglichen. Das sehe ich kritisch, weil es Ergebnisse verfälscht. Der Landkreis mit seiner kreisfreien Stadt Coburg und die Stadt Coburg mit dem sie umgebenden Landkreis müssen unbedingt gemeinsam betrachtet werden! Tut man dies, stehen wir als Region deutlich besser da."

Autor

Katrin Lyda
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Veröffentlicht am:
13. 07. 2019
00:00 Uhr

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Autor

Katrin Lyda

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Veröffentlicht am:
13. 07. 2019
00:00 Uhr



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