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Coburg

Lebenszeit, die am Lenkrad verloren geht

In Stadt und Landkreis Coburg gibt es immer mehr Berufspendler. Die IG BAU spricht von einem "alarmierenden Trend".



Stau mal wieder: Viele Pendler kennen das Bild vor der dem Steuer und im Rückspiegel. Foto: NP-Archiv
Stau mal wieder: Viele Pendler kennen das Bild vor der dem Steuer und im Rückspiegel. Foto: NP-Archiv  

Coburg - Die Zahl der Berufspendler in Stadt und Landkreis Coburg hat einen neuen Höchststand erreicht. So kamen im vergangenen Jahr rund 24 000 Menschen zum Arbeiten regelmäßig von außerhalb in die Stadt - das sind 33 Prozent mehr als noch im Jahr 2000. Damals zählte Coburg noch rund 18 000 sogenannte Einpendler, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt jetzt mitteilt.

Auch im Landkreis hat die Pendlerzahl einen neuen Höchststand erreicht. 2018 verließen auf dem Weg zur Arbeitsstelle rund 30 000 Menschen regelmäßig die Grenzen des Kreises - 28 Prozent mehr als noch im Jahr 2000. Damals zählte der Kreis noch rund 23 000 sogenannte Auspendler.

Die IG BAU beruft sich dabei auf eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Gewerkschafter Gerald Nicklas spricht von einem "alarmierenden Trend". Hauptursache für den Pendel-Boom sei der Mangel an bezahlbaren Wohnungen in den Städten. "Eine wachsende Zahl von Menschen kann sich die hohen Mieten und Immobilienpreise aber gerade dort nicht mehr leisten, wo in den letzten Jahren besonders viele Jobs entstanden sind", sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Oberfranken. Die Folge seien immer längere Staus und überfüllte Züge. Strecken von mehr als 50 Kilometern bis zum Arbeitsplatz seien für viele Pendler in Coburg mittlerweile gang und gäbe, sagt Nicklas. "Dabei geht nicht nur wertvolle Zeit für Familie, Freunde und Hobbys verloren. Auch die Umwelt leidet unter der Fahrerei." Laut Umweltbundesamt geht knapp ein Fünftel aller CO2-Emissionen in Deutschland auf das Konto des Verkehrs.

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Veröffentlicht am:
15. 10. 2019
16:42 Uhr

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15. 10. 2019
16:42 Uhr



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