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Coburg

Letzte Frist für Regiomed

Die Turbulenzen beim Klinikkonzern haben Folgen für die Stadtentwicklung. Weil Pläne zum Postgelände fehlen, geht im Steinweg nichts voran.



Coburg - Im März 2018 entschied der Stadtrat, dass die Wohnbau Stadt Coburg einen offenen Ideen- und Realisierungswettbewerb zur Neugestaltung von Steinweg, Gerbergasse, Schenkgasse und Lohgraben einleiten soll. Nicht mal vier Wochen später übergab man dem Klinikkonzern Regiomed, der zu diesem Zeitpunkt plante, auf dem Gelände der Hauptpost einen Seniorencampus mit Betreuungsangeboten zu errichten, die Eckpunkte für diese städtebauliche Entwicklung. Seitdem hängt die Wohnbau sprichwörtlich am Tropf von Regiomed. Und aus diesem kommt schon länger nichts mehr heraus. "Der freiräumliche Wettbewerb wurde zunächst mit der Zustimmung der Regierung von Oberfranken zurückgestellt, da Regiomed für den 14. Januar 2019 Planunterlagen in Aussicht gestellt hatte", erklärt Ullrich Pfuhlmann, der technische Geschäftsführer der Wohnbau. Dieser Termin sei vom Klinikkonzern dann abgesagt worden, mit der Begründung, dass noch keine Planungsunterlagen vorliegen. Bei einem Abstimmungsgespräch im März sei dann eine grobe Planung präsentiert worden, erinnert sich Pfuhlmann. Dringend benötigte Gebäudekanten oder Zugänge seien dabei aber nicht erkenntlich gewesen. Zum traurigen Höhepunkt des Abstimmungsprozesses kam es dann vor zwei Wochen: Bei einer Zusammenkunft von Sach- und Fachpreisrichtern des Wettbewerbs, die quer aus ganz Deutschland zur Wohnbau nach Coburg reisten, präsentierte Regiomed Pläne die "noch unkonkreter waren als die im März", so Pfuhlmann. Daraufhin hätte das Preisgericht beschlossen, den Wettbewerbsstart auf Herbst 2019 zu verlegen.

Schilderungen, die im Bau- und Umweltsenat für Kopfschütteln sorgten. "Mir ist immer an einer sachlichen Betrachtung gelegen", betonte Peter Kammerscheid (Pro Coburg). Aber bei der Zusammenkunft mit den Preisrichtern vor zwei Wochen, bei der er selbst dabei war, sei ihm der Kamm geschwollen. "Wir wollten die Planung dieses Jahr realisieren. Jetzt wird sich das mindestens ein Jahr verzögern", kritisierte er.

Noch deutlichere Worte fand Hans-Heinrich Ulmann (CSB). "So recht glaubt doch keiner mehr daran, dass da noch was kommt", schimpfte er und plädierte dafür, Tatsachen zu schaffen. "Dieser Senat bestimmt, wie Stadtplanung auszusehen hat. Daran muss man sich dann anpassen. Punkt."

Regiomed ist nun aufgefordert, "baldmöglichst, aber spätestens bis zum 1. August 2019 eine aussagekräftige Vorentwurfsplanung vorzulegen". Wichtige Parameter dafür hat der Bau- und Umweltsenat festgelegt. Unter anderem handelt es sich um Abstandsflächen hin zum Lohgraben und den Erhalt einer Baumreihe an der Grundstücksgrenze. "Wir sind bislang sehr freundlich gewesen. Aber mit ’bitte, bitte, sagt, was ihr vorhabt’, läuft die Welt einfach verkehrt", so Ulmann.

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Steffi Wolf

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Veröffentlicht am:
07. 06. 2019
16:44 Uhr

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Steffi Wolf

Steffi Wolf

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Veröffentlicht am:
07. 06. 2019
16:44 Uhr



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