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Coburg

Lieber verschenken als wegwerfen

Transition Coburg öffnet am 11. Januar einen "Umsonstladen" im Steinweg. Gebrauchtwaren können dort abgegeben und mitgenommen werden.



Bald gibt’s hier Kostenloses: Transition Coburg eröffnet im Steinweg eine Tauschbörse. Teresa Falter, Stefan Kornherr und Gaby Schuller (von links) gehören zum Organisationsteam.	Foto: Klüglein
Bald gibt’s hier Kostenloses: Transition Coburg eröffnet im Steinweg eine Tauschbörse. Teresa Falter, Stefan Kornherr und Gaby Schuller (von links) gehören zum Organisationsteam. Foto: Klüglein  

Coburg - Dreimal war er schon ein Erfolg. Vom 11. Januar an wird er zur Dauereinrichtung. Die Rede ist vom Warentausch, den die Gruppe Transition Coburg seit 2017 organisiert. Am Samstag in einer Woche öffnet nun der Verein einen "Umsonstladen" im Steinweg, der nach dem gleichen Prinzip funktioniert, wie die beliebten Tauschtage: "Interessierte können zwei- bis dreimal die Woche vorbeikommen, nach schönen Dingen stöbern und das, was sie interessiert, einfach mitnehmen", erklärt Gaby Schuller, die eine der Organisatorinnen des "Umsonstladens" ist. Das alles kostet die Menschen keinen Cent. Transition will mit dem Laden kein Geld verdienen, sondern den Gedanken der Nachhaltigkeit stärken.

Öffnungszeiten

Der "Umsonstladen" im Steinweg 21 startet am 11. Januar. Er wird dann immer mittwochs (10 bis 17 Uhr) und samstags (10 bis 14 Uhr) offen sein. Möglicherweise kommt noch der Montag dazu.

Infos unter: transition-coburg.de

 

"In vielen Haushalten gibt es Dinge, die nicht mehr benötigt werden aber noch gut in Schuss sind", meint Stefan Kornherr, der ebenfalls dem Verein angehört und den Aufbau des Ladens tatkräftig unterstützt. "Wir wünschen uns deshalb, dass diese Dinge nicht irgendwann im Müll landen, sondern Menschen zur Verfügung gestellt werden, die sie benötigen oder Freude daran haben."

 

Durch die Weitergabe von Gebrauchsgegenständen könnten Rohstoffe gespart werden, die sonst für eine Neuproduktion aufgewendet werden müssten. Ferner wäre es möglich so einen kleinen Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes zu leisten, das Wachsen der Müllberge zu begrenzen oder etwas gegen ausbeuterische Arbeitsbedingungen in Schwellenländern zu tun. Kurzum: "Wir wollen hier in der Region den Gedanken etablieren, dass verschenken besser ist als wegwerfen", unterstreicht Stefan Kornherr.

Der "Umsonstladen" kann nur funktionieren, weil sich Helfer ehrenamtlich für den Aufbau und den späteren Betrieb zur Verfügung stellen und die Wohnbau für das leer stehende Geschäft eine geringe Miete verlangt. Um die Organisation zu verbessern hat "Transition Coburg" im Dezember einen Verein gegründet. "Im Moment haben wir 15 Gründungsmitglieder. Dazu kommen noch 20 bis 30 Personen, die uns aktiv unterstützen", informiert Gaby Schuller. Diese Crew will nun dafür sorgen, dass der "Umsonstladen" läuft.

Anlieferung und Weitergabe von Gebrauchsgütern ist allerdings nicht das Einzige, was in dem Geschäft passieren soll. Wie Stefan Kornherr sagt, wolle man auch die Vermietung eines Lastenfahrrads, der sogenannten "Lastenliesel", organisieren. Und Teresa Falter kündigt an, mit Workshops zu starten: "Es wird auf jeden Fall einen Nähkurs geben. Darüber hinaus will ich zeigen, dass man Kosmetikartikel, Körperpflegemittel oder Wasch- und Putzmittel auch selbst herstellen kann." Und möglicherweise will man auch Nahrungsmittel, die nicht mehr benötigt werden, über das Geschäft vermittelt - Foodsharing also. Noch fehlt aber ein Kühlschrank.

In der Startphase des "Umsonstladens" wollen die Betreiber erst mal weder Kleidung noch Elektroartikel anbieten. Später werde darüber nachgedacht. Das Geschäft steht übrigens allen Coburgern offen. Die Warenabgabe ist nicht an den Nachweis von Bedürftigkeit gebunden.

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Norbert Klüglein

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Veröffentlicht am:
03. 01. 2020
17:24 Uhr

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Norbert Klüglein

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03. 01. 2020
17:24 Uhr



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