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Coburg

Lösung für Säure und Farbreste

Der ZAW stellt sein neues Konzept für Problemmüll in Nordwest-Oberfranken vor. Von nun an können Privathaushalte ihre Gefahrenstoffe flexibler entsorgen.



Umwelttechniker Steffen Heinzmann begutachtet den Problemmüll und berät Bürger, wie sie mit Gefahrstoffen umgehen sollen.	Foto: Frank Wunderatsch
Umwelttechniker Steffen Heinzmann begutachtet den Problemmüll und berät Bürger, wie sie mit Gefahrstoffen umgehen sollen. Foto: Frank Wunderatsch  

Coburg - Batteriesäurekanister, halbleere Farbspraydosen und aggressive Pflanzenschutzmittel gehören definitiv weder in den Gelben Sack noch in die Restmülltonne. Solche Abfälle gelten als Problemmüll, denn sie enthalten eine ganze Reihe an Inhaltsstoffen, die für die Menschen und die Umwelt gefährlich sind. Um sie zu entsorgen, bot der Zweckverband für Abfallwirtschaft (ZAW) bereits in der Vergangenheit regelmäßig Sammeltermine in den Landkreisen Coburg, Lichtenfels, Kronach sowie in der Stadt Coburg an. Seit Jahresbeginn dürfen die Bürger in diesem Gebiet nun grenzübergreifend und kostenfrei ihren Problemmüll abgeben.

"Wenn jemand daheim Problemmüll findet, dann muss er nun nicht lange warten, um ihn loszuwerden", sagt ZAW-Werkleiter Peter Baj. Dafür sorge auch der neue Entsorgungskalender, den der ZAW für das Gebiet erstellt habe. Dieser beinhalte etwa 170 Termine und würde in der Regel nur knapp vier Tage zwischen zwei Abholterminen lassen. "Unser Ziel war es, größtmögliche Flexibilität für die Bürger zu schaffen", sagt Baj.

Möglich ist die Aktion dank der beiden lokalen Entsorgungsunternehmen Wagner und Veolia, welche das Problemmüllmobil nun im ganzen ZAW-Gebiet gemeinsam betreiben. "Wir setzen auf die gleiche Ausstattung und gleiche Regeln für die Entsorgung. So können wir flächendeckend den Bürgern helfen", sagt Georg Wagner, der Geschäftsführer der Wagner Entsorgungs- und Recycling GmbH. Zudem unterstütze man sich nun auch gegenseitig wenn Mitarbeiter ausfallen.

"Die Klassiker im Problemmüllmobil sind Lacke, Farben, ätzende Reinigungsmittel und Pestizide - etwa abgelaufenes Ameisengift", sagt Umwelttechniker Steffen Heinzmann. Es käme aber auch vor, dass Leute mit alten Waffen oder Munitionsresten vor ihm stünden. "Das geht leider nicht. Sprengstoffe nehmen wir nicht an", betont Heinzmann. Das gelte auch für alte und feucht gewordene Silvesterböller. Außerdem ist das Problemmüllmobil nicht dafür eingerichtet Altöl vom letzten Ölwechsel zu entsorgen. "Da ziehen wir die Grenze zum gewerblichen Müll", sagt Wagner. Dafür habe man extra sechs Sondertermine eingerichtet. An diesen können Kleingewerbe ihren Problemmüll liefern und sich gegen Entgelt eine Bescheinigung über die Entsorgung ausstellen lassen.

Eine weitere wichtige Regel des Problemmüllmobils sei es, dass jeder seinen Müll persönlich übergibt. "Was nicht geht, ist, wenn jemand am Vorabend einfach die Kanister und Dosen mit Giftstoffen am Abholplatz abstellt", sagt Wagner. Das sei insbesondere in Wohngebieten mit kleinen Kindern eine große Gefahrenquelle.

—————

www.zaw-coburg.de

 

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von Andreas Wolfger
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Veröffentlicht am:
10. 01. 2019
20:38 Uhr

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10. 01. 2019
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