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Coburg

Märchenhaftes Seßlach

Der Adventsmarkt in der historischen Altstadt lockte viele Besucher an. Auch der Winter schaute vorbei.



Erwartungsvoll lauscht der Seßlacher Nikolaus (Olaf Turek) dem Gedicht dieser jungen Besucher des Seßlacher Adventsmarkts. Als Lohn gab es dann für jeden einen Adventskalender.	Fotos: Bettina Knauth
Erwartungsvoll lauscht der Seßlacher Nikolaus (Olaf Turek) dem Gedicht dieser jungen Besucher des Seßlacher Adventsmarkts. Als Lohn gab es dann für jeden einen Adventskalender. Fotos: Bettina Knauth   » zu den Bildern

Seßlach - Routiniert begrüßte Christkind Mia-Sophie Klee am Samstagabend die Gäste aus Nah und Fern "in Seßlach, dieser schönen Stadt, die so viel Zauberhaftes zu bieten hat". Kein Wunder, war es doch schon der vierte Auftritt der mittlerweile 13-jährigen Heilgersdorferin. Begleitet wurde Klee gleich von fünf Engelchen, von denen Ida Krug als Jüngste erst drei Jahre alt ist.

Während der Ansprache des Christkinds drängten sich vor der Bühne viele Menschen. Ein Beleg dafür, dass sich der idyllische, märchenhafte Adventsmarkt innerhalb des Altstadt-Mauerrings großer Beliebtheit erfreut. Gerade die jüngsten Zuhörer fieberten ihrem großen Auftritt entgegen: Sie standen Schlange, um dem Nikolaus (Olaf Turek) ein Gedicht oder Lied darzubringen. Allerdings blieben dem einen oder anderen Jungen und Mädchen angesichts des imposanten Heiligen Manns die Worte und Laute im Halse stecken. Da half es auch nicht, dass der Nikolaus ihnen Mut zusprach: "Keine Angst, ich habe mich nur nicht rasiert", so eine Äußerung Tureks. Dennoch war jedem, der sich zu Nikolaus, Knecht Ruprecht, Christkind und Engelchen auf die Bühne traute, der Lohn in Form eines Adventskalenders gewiss.

Seinen ersten Adventsmarkt-Auftritt als Bürgermeister hatte Maximilian Neeb. Ihm war die offizielle Begrüßung vorbehalten. "Es ist jetzt an der Zeit sich zu entspannen, alles nicht so engstirnig zu sehen und die Stille im Herzen zu genießen, ohne den Stress, der leider mit dieser Zeit oft verbunden wird", sagte Neeb. Es komme nicht auf den Preis der Geschenke an, sondern auf die frohe Weihnachtsbotschaft, die zu einem "guten Miteinander in der Gesellschaft" führen sollte.

Einzeln, zu zweit oder in Grüppchen schlenderten einheimische wie auswärtige Gäste an den adventlich geschmückten Ständen und Läden entlang oder genossen bei einem Glühwein die heimelige Atmosphäre. Anders als im Vorjahr, als Kritik an Aufbau und Angebot des Adventsmarkts laut wurde, war in diesem Jahr nur Lob zu hören. "Ein kleiner Weihnachtsmarkt, der alles bietet", äußerten Heide und Wolfram Strecker aus Bad Liebenstein anerkennend. Dass es reichlich zu essen und trinken gab, fand auch Anja Thomas. Die Lahmerin schaute genauso wie Tanja Wunsiedler aus Leupoldsgrün zum ersten Mal beim Adventsmarkt vorbei. "Ich kenne Seßlach sonst eher im Sommer und habe mich schon auf das schöne Ambiente gefreut", meinte Wunsiedler. Sie fügte hinzu: "Sehr schön, ich wurde nicht enttäuscht!"

Die Reihen der Stände waren gut gefüllt: Neben "professionellen" Anbietern zeigten sich in Seßlach gemeinnützige Stände mit Hand- und Hausgemachtem, wie die Wefa, die Heilgersdorfer Kindertagesstätte "Schneckenhaus", der Inner Wheel Club Coburg-Obermain, die Stiftung "Hoffnungsstrahl" und die "Freunde für Asien". Während ihre Eltern nach passenden Weihnachtspräsenten schauten, waren die Jüngsten beim Kinderprogramm in der Alten Schule gut versorgt. Dort wartete im Treppenhaus ein "Baum der Nächstenliebe und Hoffnung" darauf, mit gespendeten Weihnachtskugeln geschmückt zu werden. Der Erlös kommt dem Verein "Hilfe für Nachbarn Coburg" zugute. Links und rechts davon präsentierten sich im schönen Ambiente des Heimat- und Stadtmuseums ausgesuchte Stände als "Manufaktur des Weihnachtsmanns" ihre Waren. Seßlachs Tourismuschefin Carolin Franz freute es besonders, dass die grünen Holz-Bäumchen mit roten Stiefelchen gut ankamen, die überall auf dem Adventsmarkt verteilt waren. Reichlich Aufmerksamkeit fand auch das Gewinnspiel, für das alle Stände Preise stifteten. Fürs nächste Jahr hat Franz bereits neue Pläne: Sie bestellte Lichterketten für die denkmalgeschützte Altstadt und holte vorab die Genehmigungen der Hausbesitzer ein.

Am Samstagnachmittag hatten Pfarrer Tobias Knötig (Heilgersdorf) und Pastoralreferentin Susanne Lindner (Seßlach) gemeinsam die Gäste in der Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer auf den Advent eingestimmt. "Was würden die Akteure der Weihnachtsgeschichte uns heute sagen?" Gedanken dazu trug Knötig in Textform vor. Mit vorweihnachtlichen Weisen unterhielten anschließend die Autenhaus’ner Musikanten die Kirchenbesucher.

Der Winter, der nach Neebs Worten am Samstag noch vor Tür stand, schaute am Sonntag auch in Seßlach vorbei. Bei frostigen Temperaturen stieg die Lust auf Glühwein, Weihnachtsgebäck und Waffeln nochmals an. Die passenden vorweihnachtlichen Weisen lieferten auf der Bühne am Maximiliansplatz Jagdhornbläser, die Blaskapelle Oberelldorf, der Posaunenchor Heilgersdorf und die Stadtkapelle Seßlach. Die am schönsten dekorierten Stände und beleuchteten Häuser wurden vom Tourismusverein Stadt Seßlach prämiert.

Autor

Bettina Knauth
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Veröffentlicht am:
01. 12. 2019
16:48 Uhr

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Bettina Knauth

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Veröffentlicht am:
01. 12. 2019
16:48 Uhr



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